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Plädoyer für Durchschnittlichkeit: Mittelmaß ist spitze

CorbisWir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...838732,00.html
  1. #50

    Naja

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Mittelmäßige Menschen sind austauschbar und deshalb von Arbeitslosigkeit bedroht!
    Also grundsätzlich ist es nicht verkehrt sich nicht vollkommen zu überstressen.

    Andererseits darf das auch zu Selbstgefälligkeit und Stagnation verleiten. Es gibt auch genug Leute die sich mit ihrer Mittelmäßigkeit abfinden. Das ist ärgerlich wenn man auf deren Leistung angewiesen ist.

    Schließlich ist es finde ich auch nicht verkehrt sich selbst Herausforderungen zu stellen und auch seine Kinder Herausfoderungen aussetzt.
    Daran wächst man!

    Wenn man sich die Spon-Artikel zu dem Thema Leistung (z.B. Burnout) anschaut wird man das Gefühl nicht los, dass da Wohlfühlartikel für Grundschullehrer geschrieben werden, die sich bei unter 40h Wochenarbeitszeit schon überfordert fühlen.

    Es kommt einfach in beide Richtungen (mehr Fleiß/mehr Entspannung) auf das richtige Maß an!
  2. #51

    Durchschnitt (Median) liegt bei 1.277 € netto

    Zitat von cread Beitrag anzeigen
    Durchschnitt ist nicht definiert durch "die meisten von uns". Ganz einfaches Beispiel: Wenn A 1.000€/Monat verdient und B 20.000€/Monat, dann ist der Durchschnitt?
    So gesehen sind die wenigstens (genau) Durchschnitt...
    Richtig, der Durchschnittswert, den der Autor heranzieht, ist zunächst einmal falsch, da durch Umfragen zustande gekommen, bei denen niemand gern zugibt, unterdurchschnittlich (sic!) zu verdienen.

    Und ein arithmetischer Mittelwert ist irrelevant, da wenige Superverdiener das Bild verfälschen. Relevant ist der Median, also das Einkommen, bei dem 50% mehr und 50% weniger verdienen. Der liegt lt. den einzig belastbaren Daten, nämlich der Einkommensteuerstatistik (bandbreitenmodell.de/armut-in-deutschland), bei 1.277 € netto pro Haushalt. Das ist ein erbärmlicher und alarmierender Wert.

    Mittelmaß bietet keine Sicherheit in einer Gesellschaft, in der es darauf ankommt, von der Schule bis zur Rente besser zu sein als die anderen. Die Mittelschicht rutscht langsam ab, muss immer mehr kämpfen und kann sich immer weniger leisten. Außer bandbreitenmodell.de/vision sehe ich da keine Lösung.
  3. #52

    Mittelmaß

    Ich hatte einen Top Job, Top Gehalt und ein wirklich bescheidenes Leben. Seit ich mir eine Auszeit genommen habe und mich mit einem normalen Job über Wasser halte bin ich glücklich.
    Es bringt einfach nichts oben zu schwimmen, da sind am Ende nur noch Menschen, die nur mit sich selber zufrieden sind und ein unglückliches Leben führen. Dieses wird dann durch Statussymbole ausgeglichen.
    Der Mensch hat in seiner ganzen Entwicklungsgeschichte am Tag im Durchschnitt vielleicht 3 oder 4 Stunden gearbeitet. Er hat nur aus einem Grund gearbeitet: um zu überleben.
    Aber wir züchten Kinder, die leben um zu arbeiten.
    Die meisten Menschen wollen einfach ein friedliches Leben nicht zuviel Verantwortung und Zeit für sich und seine Familie und Freunde.
    Ach, in meinem Bekanntenkreis gibt es einige Klempner, dass sind die mit eigenem Auto und Haus, die meisten studierten verdienen inzwischen eher weniger als ich, denn inzwischen studiert ja jeder. Studierte sind inzwischen der Durchschnitt und Menschen, die mit ihren Händern umgehen können, sind die Ausnahme.
  4. #53

    Das stimmt...

    aber meiner Meinung nach haben Sie dabei vergessen, dass gerade das Streben nach etwas "Höheren" Teil unserer Gesellschaft ist und uns dazu befähigt über das Gedachte hinauszudenken. Nur die körperliche und geistigen Grenzen, setzen unserem Streben dem Zwang zur Realität.
  5. #54

    Ja,

    Zitat von karhu1 Beitrag anzeigen
    Ich habe Sie schon vermisst! Niemand zum streiten da :-).
    Der "wirt" ist übrigens Übersetzung, da ich kein deutsches Diplom habe. Ein schönes Restaurant zu eröffnen wäre allerdings schon etwas!
    Ach so, haben Sie die nette "Ramsch fuer Kinder" Diskussion zum Einsturz gebracht ....?
    erklären Sie mir doch mal, was da passiert ist. Warum werden denn Diskussionen einfach entfernt?

    Und, um in Ihrem Stil fortzufahren:
    ...da ich kein deutsches Diplom habe,
    Nicht mal das?
  6. #55

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Mittelmäßige Menschen sind austauschbar und deshalb von Arbeitslosigkeit bedroht!
    Mittelmäßig??

    ........Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht......

    Gott hab einsehen und vermittle den Deutschen das doch endlich.
  7. #56

    Zitat von cread Beitrag anzeigen
    Durchschnitt ist nicht definiert durch "die meisten von uns". Ganz einfaches Beispiel: Wenn A 1.000€/Monat verdient und B 20.000€/Monat, dann ist der Durchschnitt?

    So gesehen sind die wenigstens (genau) Durchschnitt...
    Um genau solche statistischen Ausreißer zu vermeiden, nimmt man den Median. Beim Median sortiert man alle Werte aufsteigend und nimmt dann den Wert in der Mitte.

    So hat auch eine Fußballmannschaft im Mittel eine Körpergröße von 1,80m - selbst wenn der Linksaußenstürmer der unglaubliche Hulk ist. ;-)
  8. #57

    Nur der guten Ordnung halber...

    Zitat von Ylex Beitrag anzeigen
    (...)

    Gerlinde hat keine Probleme, außer dass sie ihren Hintern zu groß findet.

    (...)
    Hans-Wilhelm Precht, Ein Gedicht
  9. #58

    "Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen: Die Wahrscheinlichkeit, dass Sie so durchschnittlich sind wie ich, liegt bei 95 Prozent. Nur fünf Prozent von uns haben einen Intelligenzquotienten, der nach oben oder unten merklich vom Durchschnitt abweicht."

    Aha.
    Also die IQ-Skala ist normalverteilt mit einem Mittelwert von 100 und einer Standardabweichung von 15-16.
    95% einer Normalverteilung entsprechen recht genau einer Spannweite von 4 SD, also etwa einem IQ-Bereich von 70-130 Punkten. Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, Herr Patalong: Egal was man von IQ-Tests halten mag, zwischen 70 und 130 liegen merkliche Welten.
  10. #59

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

    Lob des Mittelmaßes und Durchschnitts: Gut ist uns selten gut genug - SPIEGEL ONLINE
    Überdurchschnittlich sein ist einfach schöner, wenn man sich mit Durchschnittlichkeit zufrieden gibt landet man irgendwann auf dem Niveau von Griechenland, bestimmt erstrebenswert, dieses Durchschnittsgejammer der Satten und mit ihrer Durchschnittlichkeit Zufriedenen kann einen nur ankotzen, schneller, höher, weiter zählt alles andere ist Kokolores. Wenn die Mehrheit der Gesellschaft so denkt, geht es bergab mit der Gesellschaft, ich lebe lieber in einer elitären Gesellschaft und scheitere als mit einer Horte Blödmännern zufrieden grinsend in den Abgrund zu schlittern.
    Wer aufhört an sich zu arbeiten kann auch in die Kiste steigen und abdanken. Mittelmaß ist Scheiße.








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