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Plädoyer für Durchschnittlichkeit: Mittelmaß ist spitze

CorbisWir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...838732,00.html
  1. #10

    Kein schlechter Artikel...

    Denn selbst wenn die Zahlen fraglich sind, so ist der Grundtenor der richtige. Man sollte sich einfach öfter mal bewusst werden, was man hat und nicht was man noch braucht oder erreichen will.
    Wie sagen es die Fanta 4 so schön: "Das Geld das Du nicht hast kauft Dir das was Du nicht willst ..."
    Und darum geht's doch. Es will jeder aus dem Mittelmaß raus weil er meint er verdient dann mehr und kann sich mehr leisten. Aber sind z.B. 70-80 Wochenstunden und die Tatsache dass man seine Kinder nur dann sieht, wenn sie schon schlafen, es wert dass man am Ende mehr Geld auf dem Konto hat? Das letzte Hemd hat keine Taschen ....
  2. #11

    Wie wahr!!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

    Lob des Mittelmaßes und Durchschnitts: Gut ist uns selten gut genug - SPIEGEL ONLINE
    Solange es dem Durchschnitt gut geht!
  3. #12

    Affen, Zucker, etc.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Wahrheit jammert der vermeintlich Mittelmäßige auf hohem Niveau. Es geht ihm weit besser, als er sich selbst eingesteht.
    Seid doch froh, dass wenigstens die Mittelschicht noch nach Höherem strebt - wenn's denn stimmt.
    Leisten wir uns doch schon eine 2-stellige Millionen Menschen starke Unterschicht und die diversen Gesellschaftsspalter, die dem Affen Zucker geben:

    - der beamtete Lehrer, der schon Kindern die Ausrede "soziale Herkunft entscheidet über Karriere-Chancen" mitgibt und ganze Jahrgänge effektiv demotiviert und in die Nutzlosigkeit entlässt

    - der Hyper-Bedenkentum-Teil des Staats, der eine Armutsgrenze definiert, die praktisch überall sonst auf der Welt für herunterklappende Kinnladen sorgt, und ein Anspruchsdenken in Empfänger implantiert das Stütze-Dynastien regelrecht moralisch zementiert
    - im Spruch-Sinne gut gemeinte Gleichmacherei, die im Ergebnis letztlich jede Form der Anstrengung bestraft, bis hin zu solch epischen Auswüchsen, dass eine 4-köpfige Familie mit einem Ernährer mit Hartz4 mehr Geld zur Verfügung hat als mit nicht-studiertem Job-Einkommen
    Und dann regt sich der Autor noch sicher anschließend darüber auf, dass die "Schere zwischen Arm und Reich" immer weiter aufgeht, der Demagoge.

    Vermutlich hab ich das jetzt eh für die Katz' geschrieben. Macht ja vielleicht Aua bei der Zielgruppe...
  4. #13

    Guter Artikel ...

    ... und gut erkannt.
    Dieses Denken kann man auch sehr schön an den Medien (in erster Linie dem Fernsehen) beobachten:
    Mir fällt schon seit Jahren auf, wie hyperinflationär dort das Wort "perfekt" mißbraucht wird:

    Die perfekte Hochzeit, der perfekte Partner, der perfekte Urlaub, die perfekte Ausbildung usw.

    Interessant auch die Parallele zum ""Eliten"-Wahn (gerade in Wirtschaftssachen): Entweder du bist top oder du gar nichts.

    Gerade bei diesen "Top-Manager"-Debatten (bitte auf die Sprache achten) wird das auch deutlich. Entweder du bist Leistungsträger oder Kostenträger. Als erster darfst du alles als zweiter musst du angeblich alles mit dir machen lassen (so zumindest der gerne gepflegte Mythos).
    99 Prozent der Menschen sind Durchschnitt. Das ist nicht schlimm sondern normal. Ausnahmen: Einige Künstler und Sportler.
  5. #14

    optional

    Einer der besten Tipps, die ich während meines Studiums und diverser Praktika von erfahrenen Kollegen erhielt, war, immer nur "oberes Mittelfeld" zu sein, nie zu versuchen der beste zu werden. Begründet wurde dies damit, daß die besten von den Chefs immer irgendwelche undankbaren (und typischerweise unbezahlten) Zusatzaufgaben erhielten, aber nur die wenigstens wirklich irgendeinen Gewinn davon hätten - und wenn, dann meist nur zum Preis eines weitgehenden Verlusts an Freizeit. Ein Platz im "oberen Mittelfeld" ist aber immer gut genug, seinen Vertrag verlängert zu kriegen. Wie mir 16 Berufsjahre zeigen, war dieser Tipp Gold wert. Zwar habe ich keinen "Prof. Dr." vorm Namen stehen, bin nicht als Buchautor bekannt, besitze kein Haus in Spanien, fahre keinen Porsche, habe aber genug Freizeit und bin nicht zum Sklaven meines Berufes geworden.
  6. #15

    eher umgekehrt

    Zitat von Websingularität Beitrag anzeigen
    Mittelmäßige Menschen sind austauschbar und deshalb von Arbeitslosigkeit bedroht!
    Würde ich eher umgekehrt sehen. Wer "zu gut" ist, neigt dazu, anzuecken, er kommt mit unkonventionellen Ideen, ist eher unbequem und vielleicht auch gefährlich für die Machtposition seines Vorgesetzten. Also lieber weg damit. Es gibt nicht wenige Hochqualifizierte, die vielleicht Professor hätten werden können, aber irgendwo in der Tretmühle hängengeblieben sind und sich dann irgendwie durchschlagen. Die blicken dann voller Staunen auf die Mittelmäßigen, die sich in gut situierten Positionen etabliert haben.
  7. #16

    @mibarina;

    Zitat von mibarina Beitrag anzeigen
    Würde ich eher umgekehrt sehen. Wer "zu gut" ist, neigt dazu, anzuecken, er kommt mit unkonventionellen Ideen, ist eher unbequem und vielleicht auch gefährlich für die Machtposition seines Vorgesetzten. Also lieber weg damit. Es gibt nicht wenige Hochqualifizierte, die vielleicht Professor hätten werden können, aber irgendwo in der Tretmühle hängengeblieben sind und sich dann irgendwie durchschlagen. Die blicken dann voller Staunen auf die Mittelmäßigen, die sich in gut situierten Positionen etabliert haben.
    Dass Fachkompetenz im Beruf das wichtigste sei, um Karriere zu machen, dass das nicht so stimmt, kennt wohl jeder aus dem eigenen Berufsleben.

    Hab da letztens ein Buch drüber gelesen in dem behauptet wurde, dass der wichtigste Faktor zur Karriere das Verhältnis zu den Vorgesetzten ist, in zweiter Linie das allgemeine Image im Unternehmen und erst an dritter Stelle die fachliche Kompetenz.

    Nun müssen auch die erfolgreichsten im Unternehmen fachlich was "drauf haben", das ist klar. "Elite" bzw. perfekt und fachlich der Beste zu sein muss man allerdings nicht.

    In bestimmten Branchen, in denen sich der "Erfolg" der Arbeit des Arbeitnehmers schlecht in absoluten Zahlen messen läßt, finden sie aber sogar häufig Leute in oberen Positionen, die fachlich sogar eher zu den schlechteren gehören. Die können sich aber gut verkaufen und reden - achten Sie mal drauf.
  8. #17

    Sehr ichtig, alles, aber

    das ist nun ganz daneben
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nur fünf Prozent von uns haben einen Intelligenzquotienten, der nach oben oder unten merklich vom Durchschnitt abweicht. Gut so. Für die Lebenstüchtigkeit ist es weit besser, viele Dinge leidlich gut zu können, als in einer Sache genial zu sein.
    denn die fünf Prozent (in Dt. immerhin weit mehr als 3 Mio Erwachsene) können nicht eine Sache, sondern alle (geistigen) Dinge besser als der Durchschnitt.
  9. #18

    Intelligenz schützt nicht..

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wir gieren nach Aufmerksamkeit. Wir wollen immer mehr. Wir drillen unsere Kinder zu Hochleistungsmaschinen. Was für ein Irrsinn! Die meisten von uns sind und bleiben durchschnittlich - warum auch nicht.

    Lob des Mittelmaßes und Durchschnitts: Gut ist uns selten gut genug - SPIEGEL ONLINE
    in jedem Fall vor der Mittelmäßigkeit.Da kenne ich Leute ,die es mit
    "Bauernschläue" weitergebracht haben.
    Meine Devise :Mit einem Minimum an Aufwand ein Maximum erreichen.
    Ohne übermäßigen Ergeiz.Ich habe heute mein gutes Auskommen,auch ein altes Auto stört mich nicht...Alles Ansichtssache.
  10. #19

    Elite - solange sich die Mittelschicht zur Elite zugehörig fühlt wird sie die Besteuerung der Elite nicht unterstützen. Dies schützt die wirkliche Elite, sprich die obersten 10 Prozent in Besitz von 3/4 des Volksvermögens. Ich kann mich des Eindrucks nicht entziehen, dass die Kernaussage des Autors viel mehr ist: Arbeitet, seid zufrieden und lasst die Reichsten in Ruhe.


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