Ob das nun so ist oder nicht, ist eigentlich höchstens von akademischem Interesse. So wie ich anhand eines hessischen oder schwäbischen Dialekts Rückschlüsse auf die Herkunft des Sprechers ziehe, tue ich das auch bei "Kiezdeutsch". Nur werden hier ebeb Rückschlüsse auf eine soziale Gruppe gezogen.
Das Problem ist folgendes: Es gibt zwei Sorten von "Kiezdeutsch"-Sprechern. Die einen sprechen es in einer Phase Ihrer Jugend als eine Art Zeichen von Rebellion oder zur Abgrenzung vom Milieu der Eltern. Sobald nötig (Beruf, Studium etc.) schwenken Sie problemlos zurück zum "normalen" Deutsch. Die anderen können nichts anderes. In ihrem Milieu kommen Sie damit gut zurück, beweisen Gruppenzugehörigkeit - ausserhalb ihres Milieus dürften Sie damit erhebliche Probleme bekommen.



