"lassma" ist im übigen kein neues wort udn kiezdeutsch- das kenne ich schon seit mindestens 30jahren
CorbisSprachbewahrer kämpfen verbissen gegen Kiezdeutsch. Der Schulhof-Slang verhunzt unsere Sprache, meinen sie. Alles Quatsch, sagt die Sprachforscherin Heike Wiese. Denn Kiezdeutsch sei genauso ein Dialekt wie Bayerisch und Schwäbisch. Ein Gastbeitrag.
Plädoyer einer Professorin: Kiezdeutsch rockt, ischwör! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - UniSPIEGEL
"lassma" ist im übigen kein neues wort udn kiezdeutsch- das kenne ich schon seit mindestens 30jahren
Ein Dialekt wie z.b. Bayrisch deutet auf die geographische Herkunft des Sprechers hin.
Kiezdeutsch, zumindest wenn es ausserhalb des Freundeskreises verwendet wird, zeigt nur die soziale Herkunft eines Menschen.
Aus welchem Ghetto er dann räumlich gesehen kommt ist auch egal.
Die Autorin setzt voraus, dass diejenigen, die sich des vermeintlich neuen Dialektes bedienen, auch das Hochdeutsche beherrschen und über genügend Sprachkompetenz verfügen, um den Gebrauch des jeweiligen Sprachmusters der Situation anzupassen. Diese Betrachtungsweise geht leider an der Realität vorbei. Natürlich kann man das nicht mit einer 100%igen Genauigkeit sagen, aber in diesem Fall gehe ich bei der wissenschaftlichen Vorgehensweise der Autorin von Voreingenommenheit und Blauäugigkeit aus.
Diese Behauptung eines Foristen ist hingegen absoluter Quatsch. Die Entstehungsgeschichte des Hochdeutschen spricht eine andere Sprache. Dieses Argument in diesem Kontext einzubringen hat Kindergartentantenniveau.
Sehr geehrte Frau Wiese, möglich, das Sie Recht haben. Mich würde trotzdem mal die Probe aufs Exempel interessieren.
Bayern und Sachsen haben beispielsweise kein Problem, Hochdeutsch zu schreiben.
Wie sieht es denn aus mit Ihren "Kiezdeutsch"-Sprechern? Und müsste man die Gruppe nicht differenzieren in solche, die "Kiezdeutsch" nur aus sozialer Anpassung heraus sprechen und solchen, die gar keiner Hochsprache mächtig sind?
Freue mich über Ihre Antwort, bitte mit Nachweisen.
Ein Slang ist kein Dialekt.
Jargon
Ich höre hier in Berlin zusehends eine Halbsprache, die eher primitiv ist und mangels Vokabular auch keinen intelligenten Sätze zulässt.
Sie scheinen den Begriff "Kultur" zu verwenden in einer Bedeutung, die bewertend ist -- im Gegensatz zu bspw. Anthropologen, die ihn wertfrei benutzen.
Nach Ihrer Definition scheinen z.B. Amazonasvölker keine Kultur haben, da diese keine "Hochsprache" haben (die Definition einer Hochsprache im Gegensatz zu einem Dialekt/Soziolekt ist ja keine sprachliche, sondern eine rein politische).
Ich stimme Ihnen zu bzw. gehe sogar noch weiter, indem ich sage, dass Sprache die Kultur vielleicht erst möglich macht (durch die Weitergabe von Informationen).
Da Sprache aber eine universelle Eigenschaft von Homo Sapiens ist (jedes Volk hat Sprache), kann auch jedes Volk eine Kultur aufbauen (und tut es selbstverständlich auch).
Was ist das Problem, Kiez-Deutsch mit Kiez-Kultur in Verbindung zu bringen? Und Kiez-Kultur ist nun mal ein Beispiel für eine gewisse Art der Integration (wenn auch vielleicht nicht die von oben gewünschte).
Byerisch und Schwäbisch verhunzen unsere Sprache auch. So, was jetzt?Der Schulhof-Slang verhunzt unsere Sprache, meinen sie. Alles Quatsch, sagt die Sprachforscherin Heike Wiese. Denn Kiezdeutsch sei genauso ein Dialekt wie Bayerisch und Schwäbisch.