Wie sagte doch der alte Indianerhäuptling Sitting Duck?
"Erst wenn der letzte filehoster geschlossen ist, werdet ihr feststellen, dass die Leute gar kein Geld haben, um all eure Unterhaltung zu kaufen."
Der Film- und Musikindustrie*sind sie ein Dorn im Auge. Sogenannte Filehoster werden in vielen Fällen*der Internet-Piraterie beschuldigt. Jetzt*nahm die US-Justiz*einen der weltweit größten dieser Dienste vom Netz - und mehrere Verantwortliche fest.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...810254,00.html
Wie sagte doch der alte Indianerhäuptling Sitting Duck?
"Erst wenn der letzte filehoster geschlossen ist, werdet ihr feststellen, dass die Leute gar kein Geld haben, um all eure Unterhaltung zu kaufen."
Dazu gibt es ein sehr gutes und auch schon etwas älteres Buch: Information Rules, von Shapiro.
Medienprodukte zeichnen sich durch hohe Herstellungskosten und sehr geringe Vervielfältigungskosten aus. Deshalb sind diese nach dem Break-Even eine wahre Gelddruckmaschine. Wenn man sich nun noch überlegt, dass z.B. Musik heutzutage 70(!) Jahre () dem Copyright unterliegt wird die ganze Dimension des Witzes überhaupt erst ersichtlich! Titel von Elvis oder den Beatles, die im Radio gespielt werden oder gestreamt oder sogar legal heruntergeladen klingeln heute noch bei den Rechteinhabern in der Kasse, ohne das die da jemals was für geleistet haben...
Setzt man die 70 Jahre einmal ins Verhältnis zum Beispiel zur Schutzperiode, die Medikamentenhersteller für ihre eigenentwickelten Wirkstoffe genießen (20 Jahre, ab Anmeldung (http://www.vfa.de/de/arzneimittel-fo...ntschutz.html]) wird klar, was für ein Witz die aktuelle Regelung des Urheberrechts ist.
Nur zur Verdeutlichung: die Pharmahersteller haben neben den Forschungskosten auch noch erhebliche Produktionskosten zu tragen - auch wenn sich mein Mitleid angesichts der beobachtbaren Profite an dieser Stelle ziemlich in Grenzen hält.
Die Künstler kriegen nur Brosamen. Den dicken Fisch verleiben sich andere ein.
Wer allerdings viele Brosamen einsammelt, kann auch fett werden... zwar nicht so fett wie die Ausbeuter der Künstlerklasse ;), aber immerhin... für ein paar hundert Millionen reicht das schon.
Wenn dem Künstler der Laden, in dem er veröffentlicht, nicht selbst gehört, macht ein anderer Laden damit MILLIARDEN, dass er MILLIONEN kriegt.
An all die Kim-Basher und Verwertungsrechte-Gläubigen...
Urheberrecht als Argument ist vorgeschützt! Es geht nur um Verwertungsrechte, die machen die dicke Kohle.
Mir ist die Persönlichkeit von Herrn Schmitz relativ egal (im gegesatz zu den hämischen Bashern), der Dienst MegaUpload war jedoch ein stabiler, zuverlässiger und unkomlizierter Filehoster, weswegen er in der Mehrheit eben auch von normalen Leuten benutzt wurde. OHNE durch die Rechteverwerterindustrie kriminalisierte Hintergedanken!
Oder klatschen Sie die Inbox Ihrer Freunde gerne mit 70 MB Anhängen eigener Fotos voll? Sie können gerne auch etwa 40 Emails schreiben um das aufzusplitten. Oder einen Link zum Zipfile auf MU schicken.
Schmitz ist natürlich ein halbseidener Vogel.
Aber der Rechteverwerterindustrie ging es darum, ein Exempel zu statuieren, ein bisschen beleidigt Säbelrasseln. Die haben noch nicht gemerkt, das deren Zug im Internet schon vor 10 Jahren abgefahren ist.
Ich kauf nix mehr von denen. Kino ist auch nicht mehr.
sie laden also auch illegle dateien von filehoster runter oder wie soll ich mir ihre kenntnis von den inhalten erklären? spekulation?
ein filehoster ist nichts anderes als der vermieter eines schließfaches in das der mieter reinlegen kann was er will. auch wenn der vermieter das aufbewahren von illegalen inhalten verbietet, heisst das noch lange nicht, das sich der nutzer daran hällt oder der vermieter jedes schließfach kontrollieren kann und darf! normalerweise werden auf filehostern keine filme als .avi oder ähnliche datei gespeichert, die direkt zu verwerten währen,sondern in rar dateien verpackt und in 100mb große teile zerstückelt die jede für sich durch einen passwort schutz und entsprechende verschlüsselung total unbrauchbar sind.
nur eine person die alle teile der datei und das richtige passwort hat kann die datei überhaupt verwerten. somit ist sichergestellt dass der missbrauch durch dritte verhindert wird, denn es ist ja nicht illegal seine dvd sammlung auf einem filehoster zu sichern oder? und wenn jemand anderes, wie auch immer an mein passwort kommt, dann ist das nicht mein problem. verstanden?
Glaubt die Musik-/Filmindustrie wirklich, ihre wirtschaftlichen Probleme lösen zu können, indem sie versuchen, Filehoster zu verbieten?
Ich z.B. lade nicht illegal Daten herunter, um sie zu teilen.
("rauben" tut ja kaum jemand, im Gegenteil - das Problem sind Leute die Dateien vervielfältigen).
Sondern ich speichere meine Dateien online, auch als Backup.
Gerne gratis, wie bei Megaupload. Warum werde ich kriminalisiert und als potentieller Filesharer angesehen?
Warum werden keine Brotmesser verboten, damit kann man Leute umbringen.. ??
und wie wollen Sie das festgestellt haben? Die Filehoster haben keine Suchfunktionen und wenn da eine wäre, mit welchen Begriffen wollen Sie denn suchen wenn ich einem Freund, auf einem Eiland in der Südsee, einen nicht öffentlichen Link zu meinen Hochzeitsbildern schicke? (Jetzt mal rein fiktiv angenommen)
Unser Provider hat vor einiger Zeit auch den Vorschlag gemacht, für unsere Firma die Cloud zu nutzen. Ich habe lächelnd abgewunken.
Ich gebe doch Firmendaten nicht in fremde Hände. Weiß ich denn, wer sich da noch Zugriff verschafft? Nee, nee, wer sowas macht, ist für mein Verständnis mit dem Klammerbeutel gepudert.
Aber zum eigentlichen Thema: Das Fernsehen ist für mich lediglich eine Info-Quelle welche dazu dient, mir Anregungen zu verschaffen. Allerdings lehne ich es aufgrund meiner Tagesabläufe ab, mich in ein starres Korsett von bestimmten Sendezeiten zu begeben. Wenn ich irgendwo einen Schnippsel von etwas für mich Interessantem erhasche, dann mache ich mir eine Notiz und wenn es die Zeit erlaubt und ich Lust habe, dann schaue ich mir die Sendung/Serie/Doku irgendwo im Netz an und wenn es etwas wirklich Gutes ist, dann kaufe ich auch die DVDs (wie zuletzt bei "Breaking Bad", wo ich mir sämtliche Folgen vorher per Internet angeschaut habe). Das mache ich seit Jahren so und mir fehlt da auch ehrlich gesagt jegliches Unrechtsbewustsein, denn ich konsumiere ja lediglich etwas, was sowieso schon frei verfügbar war/ist.
Wie die Konzerne auf ihre abstrusen Verlust-Summen kommen wüsste ich nebenbei gesagt auch einmal gerne. Nehmen die etwa an, dass jeder im Netz angeschaute Film und jedes gesaugte Musikstück ohne diese freie Verfügbarkeit einen Kinobesuch bzw. Kauf nach sich gezogen hätte? Dann kann ich nur erwidern, dass dem nicht so ist.
Aber 500 Mio. hört sich natürlich besser an, als 5 Mio.