DPADie Piratenpartei hat ein Problem: Heißt es der, die oder das Pirat? Weibliche Mitglieder fühlen sich nach SPIEGEL-Informationen diskriminiert, deshalb ist nun eine geschlechtsneutrale Satzung geplant. Das Ergebnis steht noch nicht fest, doch ein Wort könnte bald eine große Rolle spielen - "Eichhörnchen".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...843178,00.html
Als ob sie gerade keine anderen Probleme hätten...
Naja, aber so ist das eben, wenn Frauen irgendwo mitmischen: Es geht plötzlich nur noch um Frauen.
Aber da wurden ja schon viele Kämpfe geführt, weil viele Frauen die Bedeutung des generischen Maskulinum nicht begreifen wollen.
Abgesehen davon: Diese feministischen Sprachvermurksungen, von denen angenommen wird, von irgendwelcher Relevanz für die Position der Frau in der Gesellschaft zu sein, gibt es nur in Deutschland. In anglophonen Ländern etwa gibt es so etwas nicht. Und dort ist die Situation der Frauen nicht anders als hier.
Wer wissen möchte, was für die Positionierung der Frauen ausschlaggebend ist, möge die Basis etwa der Piraten in Augenschein nehmen.
Es liegt am mangelnden Engagement, an sonst gar nichts.
Ja, wenn es denn dabei bliebe. Aber dann kommt doch wieder das berüchtigte "Liebe Mitgliederinnen und Mitglieder" und das, obwohl es keine "Mitgliedin" gibt.
Aber manche Leute werden eben nie begreifen, dass das Mädchen nicht nicht weiblich ist und die Wand keine wie auch immer ausgearteten Geschlechtsmerkmale hat.
Einsame Menschen ohne feste Einbindung in ein soziales Umfeld, und mangels mitmenschlicher Erfahrung auffallend kenntnisarm, aber mit genügend Zeit ausgestattet, um 10 Stunden am Tag am PC zu sitzen, wünschen sich Teilhabe und Beachtung.
Diese Teilhabe und Beachtung findet sich in "Eichhörnchen"-Debatten und ähnlichen Ersatzhandlungen - deren gesteigerte (und verzweifelte) Form am Ende der "Shit Storm" ist.
Das sind die Lebenszeichen einer Selbsthilfegruppe der "anonymen Einsamen".
Das mag für die Teilnehmer kurzfristig eine Erfüllung oder Entlastung sein.
Nur wird dem Wahlvolk schlecht zu erklären sein, warum diese Selbsthilfegruppe in die Volksvertretung gewählt werden soll.
Das alles erinnert sehr an "Einer flog über das Kuckucksnest": Die Eingesperrten unternehmen einen Ausbruch aus dem Käfig und fahren mit dem Fischerboot auf See - Piraten eben, auf ihre Weise.
Viel Glück dabei!
Aber ohne meine Wählerstimme.
waren Anne Bonney und Mary Read ja auch eher Ausnahmeerscheinungen....Piraterie ist -siehe Somalia - zunächst mal eine männliche Domäne.
Ich schlage eine Namensänderung vor: The Pirates auf gut britisch - das ist geschlechtsneutral...
In Einzelfällen ist die Unterscheidung doch sinnvoll: Der Pirat, die Piratin. Der Mitarbeiter, die Mitarbeiterin. Der Autofahrer, die Autofahrerin.
Aber in der Mehrzahl? Die Piraten, die Mitarbeiter, die Autofahrer. Wenn unter diesen Gruppen sowohl Frauen als auch Männer gemeint sind, warum muss dann dort umbedingt eine Geschlechtertrennung bei der Nennung erfolgen? In diesem Augenblick ist doch die Mehrzahlbezeichnung absolut neutral.
Auf der A2 fahren z.B. in diesem Augenblick nicht nur männliche Autofahrer, sondern auch weibliche Autofahrer. Männliche Autofahrer + weibliche Autofahrer = Autofahrer
Ich frage mich manchmal, ob diese Leute, die mit aller Gewalt dieses "....er / ....innen" bei jeder Nennung anstreben (bei einer Mehrzahlnennung wohlgemerkt), ob diese Leute vielleicht auch wieder dafür sind, dass Mädchen und Jugen in der Schule getrennt unterrichtet werden. Diese agressive gewollte Separierierung bei einer Gruppe ist für mich alles andere als Gleichberechtigung. Es ist eine Spaltung.
Sämtliche Aufmacher um die Piraten, sind in Wahrheit gar keine Themen der Piraten.
Es sind Themen die den Piraten von Außen, von U-Booten und mit Hilfe der Medien aufgedrängt werden.
Damit sollen die Piraten in die politisch korrekte Reihe gedrängt werden und sind dann völlig überflüssig, weil da sitzen die Grünen und Roten und ihre Medien.
...an die US-Serie "Community", die an einem Community-College spielt. Auf der Suche nach einem politisch korrektem Schulmaskotchen, von dem sich garantiert kein Geschlecht und keine Rasse diskriminiert fühlt, kam man auf das "Human Being". Es steckt von Kopf bis Fuss in einem hellgrauen Strumpf mit aufgemaltem Gesicht. Das parodiert schön die Relevanz solcher Diskussionen.
Ich fürchte, Sie sind da im Hinblick auf die politisch korrekte und gendergerechte Pluralbildung nicht ganz auf dem laufenden.
Ein solches reaktionäres und rückschrittliches Mehrzahlverständnis im Sinne von "Männliche Autofahrer + weibliche Autofahrer = Autofahrer" konterkariert doch geradezu auf erschütternde Weise die Bemühungen fortschrittlicher Sprachschöpfer für eine geschlechtssensible Öffentlichkeitsarbeit. ;-)
Da muss dann zum Abbau männlicher Dominanz in der Sprache eben auch die deutsche Grammatik an dieser Stelle mal Opfer bringen:
Mit der Gleichstellung der Geschlechter geht ein Denk- und Wertewandel einher. Dieser beeinflusst auch die Sprache. Zunehmend wird das Maskuline durch geschlechtsneutrale Begriffe ersetzt. Studenten werden Studierende – und damit werden Studenten und Studentinnen angesprochen; Minister werden Ministerien – und damit werden auch Frauen in diesen Positionen denkbar, und die Mitarbeitenden der Verwaltungen sichtbarer.