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Piratenpartei: Jede Meinung ist keine Meinung

dapdAnsichten eines Noobs: Die Piratenpartei repräsentiert mich zwar perfekt, aber meine Stimme kann ich ihr trotzdem nicht geben. Denn sie ist keine Partei, sondern eine noch weitgehend leere Hülle. Sie zu wählen bedeutet, eigentlich nicht zu wählen.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...827573,00.html
  1. #80

    Personen statt Inhalte

    Die Programme der Parteien sind ohnehin meist Schall und Rauch, an der Macht wird dann Realpolitik betrieben.

    Das Erfrischende bei der Piratenpartei ist, dass neue Gesichter in die Politik kommen, und nicht wie sonst Menschen, die ihre Stellung durch langjährigen Aufbau von Netzwerken innerhalb einer Partei "erarbeitet" haben.

    Ein bisschen Unbedarftheit schadet meiner Meinung nach weniger als der Tunnelblick der Etablierten.
  2. #81

    Charakter zählt

    Ich wähle eine Partei doch nicht wegen eines starren festgelegten Parteiprogramms.
    Sondern wegen der Persönlichkeiten, die die Partei repräsentatieren.

    Und da sind mir die jungen, zumindest im Geiste junggebliebenen engagierten Menschen der Piratenpartei allemal lieber als schon jung geistig vergreiste Hauptberufs-Polit-Funktionäre, die ausser "Politik" nichts gelernt haben und deswegen wegen fehlender anderweitiger beruflicher Alternativen an ihren Ämtern kleben.

    Der Rücktritt ihrer zugegeben attraktiven jungen Parteisprecherin vor einigen Wochen, die sich statt dem Politikstress lieber wieder auf ihren Beruf konzentrieren wollte, macht für mich die Piraten umso sympatischer. Menschen, die sich zeitweise politisch engagieren, und rechtzeitig, bevor es ihnen zuviel wird, die Staffel weitergeben.

    Ich bin mir sicher, bei den Piraten haben rechtsextreme, faschistische Umtriebe keine Chance. Ich bin mir sicher, bei den Piraten machen genügend Menschen mit, die gut ausgebildet sind, vernünftig sind und tatsächlich das beste für unser Land wollen, nicht bloß für eine kleine Lobby.
    Ich glaube, in den Piraten organisieren sich junge engagierte Menschen, die die Geschicke unseres Landes nicht alten Lobbyisten oder jung vergreisten polit-karriere-orientierten Anpassern überlassen wollen.
    Schlechter, als das, was Merkel und Co. jetzt schon machen, kann es nicht werden. Nur besser.
  3. #82

    Alternative?

    Zitat von rehabilitant Beitrag anzeigen
    'Denn sie ist keine Partei, sondern eine noch weitgehend leere Hülle. Sie zu wählen bedeutet, eigentlich nicht zu wählen'.

    Leider stimmt das nicht ganz.

    Wer den Piraten bei der BTW seine Stimme gibt, sorgt so dafür, dass Merkel weiter im Amt bleibt.
    Und was soll dann die Alternative sein? Steinbrück oder eine andere SPD-Tante ins Amt zu hieven?

    Das zwichen diesen "Volksparteien", spätestens sobald sie an der Macht sind, eigentlich kein Unterschied mehr besteht ist Ihnen noch nicht aufgefallen?
  4. #83

    Die Piraten...find ich gut!

    Zitat von petermueller86 Beitrag anzeigen
    ich bin Pirat und treuer Spiegelleser.

    Es mag stimmen, dass die Piraten bei vielen Themen bisher noch kein Meinung haben. Aber das schöne ist ja, dass wir sie noch selber beeinflussen können! Und das ohne politische Karriere.
    Bei jeder Abstimmung zu einer Position gibt es ordentliche Debatten und es wird mit Pros und Kontras argumentiert. Durch ein ordentliches Argument kann die Meinung der Versammlung noch beeinflusst werden. Das habe ich schon mehrmals mitbekommen.
    Im Bundestag steht vor jeder Debatte das Ergebnis schon fest, egal was für Argumente kommen. Es kommt nur darauf an, von wem sie kommen.

    Und wenn wir es für viele Themen noch kein Beschlüsse gibt, so ist die Richtung in die die Piraten gehen doch mittlerweile zu erkennen!
    Wir stehen auf dem Boden des Grundgesetzes, wir möchten unsere Freiheit nicht für Sicherheit eintauschen und wir möchten eine sichere Existenz für JEDEN! und nicht nur für Leute die es sich leisten können.
    Daraus lassen sich viele zukünftige Positionen ableiten.

    Mfg Peter
    Hallo,

    auch andere parteien wie CDU/SPD/FDP/CSU/Die Grünen haben zu vielen themen KEINE meinung sagen eben nur irgendwas dazu.

    Ein Die Piraten wähler
  5. #84

    Man kann das flexibel nennen (oder auch verfassungsfremd), ich persönlich wähle jedoch lieber Parteien, deren grundsätzliche politische Haltung mir bekannt ist.
    Die typische Sichtweise eines Obrigkeits- denkenden - eines der ein feudalsystem haben will wo ihm das Denken selber abgenommen wird, und er sich auf "Programme" verläßt, die so oder so das Papier nicht wert sind auf dem sie gedruckt sind - Also einer der die eigene Entmündigung als höchste geistige Leistung für sich selber einschätzt!

    Natürlich ist es in einem System wo viele Beteiligt sind nicht einfach etwas umzusetzen - aber ist es deshalb eine Lösung dieses Umsetzen ein paar Feudallisten zu übertragen die doch nur IHRE Visionen umsetzen, die Verträge über einen Superstaat abschließen weil ihnen das in den Kram paßt , aber schon lange das "Volk" dabei vollkommen ignorieren?

    Die Klassischen Parteien haben sich in eine Position gebracht , wo sie die Bürger längst nicht mehr brauchen - und die Programme sind nicht das Papier wert auf dem sie geschrieben sind - und deren "Aushängschilder" verkünden längst nur noch was ihnen mächtige Lobbys wie die Banken, die Grossindustrie in ihre Reden schreiben!

    Und sicherlich wird es keine "App" geben mit der man abstimmt - aber es wird mit den Piraten mal wieder etwas einziehen das die Visionen der Bürger umsetzt, das FRAGEN der Bürger , und keine Landeslisten und Franktionszwänge .. keine Redeverbote im Parlament und keine geheimen Haushalts- oder sonstigen Ausschüsse!

    Und sicherlich werden dort diejenigen den größten Einfluss haben die sich am meisten darum kümmern , aber es werden keine Deppen mehr sein die über irgendwelche Dubiosen Landeslisten ParteiInteressen vertreten - die IHRE Stimme schon längst den Fraktionen geschenkt haben .. von "freiwillig übertragen" kann da ja auch keine Rede mehr sein , sondern vielleicht genau die Bürger die im Interesse ihrer Visionen etwas umsetzen möchten - nicht "Parteivisionen" sondern "Bürgervisionen" , nicht Lobbyinteressen sondern die eigenen Interessen!

    Aber ich denke dem Autor wird auch das suspekt sein - er gefällt sich in der Rolle des Unmündigen einfach zu gut - und deshalb braucht er immer jemand über sich der führ in entscheidet - jemand der ihm mit der Knute von "Du hast einfach zu wählen - egal welchen Unsinn wir danach machen" pisackt!

    Vielleicht sollte er sich besser als Sklave bei einer Domina anmelden , das entspricht seiner Einstellung doch viel mehr , als die eines mündigen Bürgers der "mit an den eigenen Visionen" bauen will - der keine "Fürstern und Könige über sich haben will" keine selbsternannten und von Seilschaften gewullften Showfiguren!

    Die Selbsternennung der Parteien 1967 war vielleicht angesichts des 2 WK eine für die damaligen Machtwollenden nützliche Entscheidung - aber es war keine für die Bürger und für eine Demokratie nützliche - sie zementierte ganz im Sinne des "Kronalwaltes der Nazis" Carl Schmitt ein Machtsystem , was sich nur scheinbar anders war - was aber in seinen Strukturen ein "Feudales parteien System nur darstellte" eine Machtkonstruktion ohne Gewaltenteilung und ohne Bürger!

    Es ist Zeit das die unmündigen Bürgern man den "sie für unmündig erklärenden" Parteien und Politikern zeigen, das diese sich doch gefällligst ihr eigenes Volk stricken sollen , und nicht mehr darauf vertrauen das die Menschen um sie herum sie noch auf den Scheinelitesockeln" der Parteien herumtragen!
  6. #85

    Titel

    Zitat von karjo Beitrag anzeigen
    Mal abgesehen davon, dass Ihre Folgerung gelinde gesagt abwegig ist, verraten Sie mir (im Vergleich zu Ihnen natürlich Unwissenden) doch einmal, wer diese "Fachleute" sind und wie deren geniales Finanzierungskonzept ausschaut!
    Dieter Althaus (CDU) Solidarisches Bürgergeld

    Zum Beispiel.
  7. #86

    Piraten, was wollen sie?

    Zitat von freigeist1964 Beitrag anzeigen
    Sehr guter Artikel! Auch wenn der Autor ein bisschen daneben liegt mit seiner Kritik an Grass und das Gedicht entweder nicht gelesen hat oder ganz einfach nicht verstanden hat. Mit dem Inhalt wird sich jedenfalls nicht auseinander gesetzt....
    Dieser Artikel möchte doch nur die Piraten und ihre Wähler lächerlich machen.
    Es stimmt in gewisser Weise schon, aber das könnte man auch anderen Parteien und deren Wählern unterstellen.
    Wir erleben es gerade, wie Politiker von etablierten Parteien ihre Abgeordneten mit dem Redeverbot überflüssig machen wollen.
    Unsere parlamentarischen Demokratie ist doch nur eine reine Showdemokratie, denn Entscheidungen werden hinter der Bühne von anderen ausgefochten und darüber sollten sich die Schreiberlinge mal ihren Gedanken machen.
    HR
  8. #87

    Zitat von Fred_MUC Beitrag anzeigen
    Genau das werden die Piraten leisten können.
    Ja, dieser Entwurf ist sehr seltsam. Aber ganz ehrlich, haben Sie sich schon mal eine Bundestagsdebatte ganz angeschaut, auch die Einzelmeinungen ganz hinten? Es wird ja keine Partei das Reden verboten, sondern die Parteien sollen bestimmen, wer für sie redet. Und was sollen die Piraten hier leisten?
  9. #88

    Die Piraten sind die Partei der Unreifen und der Politikverdrossenen...Gerade letztere outen sich hier immer wieder als Leute die einfach absolut keine Ahnung haben und sich so kinderleicht von allem populistischen verführen lassen.
  10. #89

    Zitat von biobanane Beitrag anzeigen
    Ist das nicht etwas überheblich einfach zu behaupten, die Parteein (und scheinbar alle) interessieren sich nicht für das Volk? Ich halte solche Aussagen - meist werden sie hier von den Rechtspolulisten gemacht - für demokratiefeindlich.
    Für "das Volk" interessieren sich die Piraten sogesehen übrigens auch nicht, sondern für den kleinen Teil, der bereit ist, sich im Internet politisch zu engagieren.
    Das die Parteien sich nicht fürs "Volk" interessieren hat mit Rechtspopulisten nichts zu tun - sondern schlicht damit das Parteien eigene Gesellschaften geworden sind - die nur noch zu Wahlen überhaupt das Volk rigendwo mal berücksichtigen - die Versprechungen machen dann die sie sowiso nicht einhalten wollen , und die inzwischen nur noch an der Demontage der Verfassung arbeiten, was das BVerfg auch bei allem Einsatz längst nicht mehr aufhalten konnte!

    Und wer sich nicht für seine eigenen Interessen einsetzt der ist eben unmündig , das gilt in der Poltiik eben auch - und nur sich einfach ein paar Scheineliten zu ergeben ist da einfach die eigene Unmündigkeitserklärung!

    Klar werden dann diejenige aktiv werden die sich einsetzen , aber vielleicht werden es eben nicht mehr die "Landeslisten und Mövenpick gesponserten" Lobbyinteressen sein .. nicht mehr RWE und Banken, nicht mehr Grosskonzerne und - für die Bürger absolut unsinnige Gigantische - richtig Kommunistische "Kommissare in Brüssel" die die Entscheidungen fällen, sondern eben genau die, die sie nachher eben auch tragen und verantworten müssen!

    Parteien sind "Demokratiefeindliche Organisationen" - im GG waren sie nur am Rande überhaupt erwähnt - und das sie überhaupt wieder die Macht an sich reissen konnten verdanken sie ihrer Selbsternennung 1967 .. benötigt werden sie in einer Demokratie aber nicht wirklich, benötigt werden nur die Bürger und Menschen die ihre Demokratie auch selber ausfüllen wollen!


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