Wir haben keine Krise "wie aus dem Nichts". Wir haben eine die Welt umspannende fürchterliche Krise der von Lobbyisten gekauften Legislativen. Und wir stehen leider erst am beginn dieser Krise der Wirtschaftsordung. Spanien, Portugal und Italien, alleine in Europa, sind "noch lange nicht durch".
Als nächstes werden gesellschaftliche Krisen folgen, wenn diese Form des neoklassischen Kapitalismus, der auch vor Sklaverei nicht mehr Halt macht, wieder in vernünftige Bahnen gelenkt wird. Das lässt sich sehr gut unter dem (fast) abgegriffenen Wort "Die Gewinne den Kapitalisten - die Verluste den Steuerzahlern" zusammenfassen.
In Deutschland stehen zur Zeit 16 Millionen Mitmenschen an der Schwelle zur (relativen) Armut. In Spanien ist jeder 4te über 25 und jeder 2te unter 25 ohne Arbeit usw. usw.
Was wir brauchen, ist eine wirksame Umkrempelung der Wirtschafts- und Demokratieordnung. Allein für das nachhaltige Eintreten für Transparenz und damit Bekämpfung von Korruption, Vetternwirtschaft und Steuerhinterziehung/Subeventionserschleichung, wähle ich die Piraten.
Und selbst, wenn die Piraten nicht "regierungsfähig" sein oder werden sollten, sie werden die etablierten Parteien indirekt (alle, die im Bundestag sich warm eingerichtet haben, inkl. der LINKEN) gründlich aufmischen.
Überhaupt, was heißt schon "regierungsfähig"? Möglichst geschmeidig die Interessen der zahlungskräftigsten Lobbyisten, jener ohne gesellschaftliche Mehrheiten, gegen die berechtigten Interessen der einfachen Arbeiter und Angestellten durchzusetzen und die Masse des Wahlvolkes mit ein paar Bortkrümeln ruhig stellen? Da pfeif' ich doch drauf!!
Wo standen denn z.B. die Grünen programmatisch in den ersten Jahren nach ihrer Gründung? "Auf der grünen Wiese"! Ich mache mir keinerlei Sorgen, so wie innerhalb der Piraten diskutiert wird, dass da keine schlagkräftigen Programme herauskommen.

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