Piratenpartei-Chef im Interview: "Dafür oder dagegen ist egal"

Von der CDU wechselte er zu den Piraten, nun wurde Sebastian Nerz zum neuen Chef der größten außerparlamentarischen Partei in Deutschland gewählt. Im Interview erklärt er, was Netzpolitik mit bedingungslosem Grundeinkommen zu tun hat.

http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763688,00.html
  1. #20

    aber aber...

    Zitat von phonkee.folh Beitrag anzeigen
    So, und wo ist jetzt der Unterschied zu den "etablierten" Parteien? Was soll uns dieser Beitrag sagen?
    Sie dürfen doch den "gefühlten Unterschied" nicht außer Acht lassen *gg*
  2. #21

    noch besser

    Zitat von DüsseldorferZusatz Beitrag anzeigen
    ...wäre wohl noch besser!
    Noch besser wäre sicherlich das Wahlrecht nur für Männer mit einem jährlichen Einkommen von mindestens 100.000 Euro oder schuldenfreiem Grundbesitz, da könnte man dann sicher sein, dass es der Wirtschaft gut geht.
  3. #22

    Oha ...

    Zitat von hamkon1 Beitrag anzeigen
    ... deshalb schaltet er denen gnadenlos den server ab.

    weil die piraten über die wahl in bremen das gesamte "system" in gefahr bringen würden. ich lach' mich krumm.
    ab und zu mal den rechner abschalten und das hirn wieder ein - das hilft.
    die blödheit und die strunzdummen reflexe der jungen anhängerschaft dieser "politischen kraft" in tateinheit mit totaler selbstüberschätzung lassen eine anhebung des wahlalters auf 30 jahre ratsam erscheinen.
    ... so eine brillante und lückenlose Argumentationskette erlebt man selten.

    Allerdings denke ich, daß die Sache nicht ganz so einfach ist. Wenn man den etablierten Parteien unterstellt, daß sie kein Interesse an weiterer Konkurrenz an den Fleischtöpfen haben, wären die Piraten ein lohnendes Ziel.
    Bei den letzten Europa-Wahlen waren die Piraten mit 2% eine echte Überraschung, die bei Interviews so manchen Politiker zum rumdrucksen brachte.
    Diese 2% verdankten sie wohl vor allem den geplanten Netz-Sperren die mit dem Kampf gegen Kinder-Pornographie begründet wurden.
    Viele Wähler mißtrauten damals der Behauptung, daß wirlich nur Kinder-Pornographie gesperrt werden würde, und die Sperren nicht auf andere Felder ausgedehnt würden.
    Das unerwartet gute Abschneiden der Piraten trug sicherlich dazu bei, daß die Web-Sperren dann doch nicht umgesetzt wurden.
    Wenn man nun die aktuelle Debatte um Web-Sperren gegen ausländische Glücksspiel-Anbieter betrachtet, wird klar daß das Mißtrauen gegenüber den Versicherungen der Politik wohl berechtigt war.
    Und so mancher, der solche Maßnahmen bei besonders abstoßenden Verbrechen vielleicht noch tolerieren würde, wird nun vielleicht sagen: "Bis hierher und nicht weiter.", was den Piraten durchaus einige Stimmen extra bringen kann.
    Hinzu kommt, daß das Wahlalter in Bremen bei Landtagswahlen bei 16 Jahren liegt. Auch das wird wohl eher den Piraten helfen, da deren Wählerschaft vor allem aus jungen Leuten besteht.
    Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß die Piraten die 5% schaffen. Aber je näher sie daran herankommen, desto eher sind sie für Menschen wählbar, die mit Ihnen sympathisieren aber Angst haben, ihre Stimme zu verschenken.
    Ich kann nun nicht beurteilen, ob die etablierten Parteien zu solch miesen Tricks greifen würden.
    Aber Ihre Annahme, daß es dafür kein Motiv gäbe, halte ich für sehr gewagt.
  4. #23

    Oha ...

    Zitat von hamkon1 Beitrag anzeigen
    ... deshalb schaltet er denen gnadenlos den server ab.

    weil die piraten über die wahl in bremen das gesamte "system" in gefahr bringen würden. ich lach' mich krumm.
    ab und zu mal den rechner abschalten und das hirn wieder ein - das hilft.
    die blödheit und die strunzdummen reflexe der jungen anhängerschaft dieser "politischen kraft" in tateinheit mit totaler selbstüberschätzung lassen eine anhebung des wahlalters auf 30 jahre ratsam erscheinen.
    ... so eine brillante und lückenlose Argumentationskette erlebt man selten.

    Allerdings denke ich, daß die Sache nicht ganz so einfach ist. Wenn man den etablierten Parteien unterstellt, daß sie kein Interesse an weiterer Konkurrenz an den Fleischtöpfen haben, wären die Piraten ein lohnendes Ziel.
    Bei den letzten Europa-Wahlen waren die Piraten mit 2% eine echte Überraschung, die bei Interviews so manchen Politiker zum rumdrucksen brachte.
    Diese 2% verdankten sie wohl vor allem den geplanten Netz-Sperren die mit dem Kampf gegen Kinder-Pornographie begründet wurden.
    Viele Wähler mißtrauten damals der Behauptung, daß wirlich nur Kinder-Pornographie gesperrt werden würde, und die Sperren nicht auf andere Felder ausgedehnt würden.
    Das unerwartet gute Abschneiden der Piraten trug sicherlich dazu bei, daß die Web-Sperren dann doch nicht umgesetzt wurden.
    Wenn man nun die aktuelle Debatte um Web-Sperren gegen ausländische Glücksspiel-Anbieter betrachtet, wird klar daß das Mißtrauen gegenüber den Versicherungen der Politik wohl berechtigt war.
    Und so mancher, der solche Maßnahmen bei besonders abstoßenden Verbrechen vielleicht noch tolerieren würde, wird nun vielleicht sagen: "Bis hierher und nicht weiter.", was den Piraten durchaus einige Stimmen extra bringen kann.
    Hinzu kommt, daß das Wahlalter in Bremen bei Landtagswahlen bei 16 Jahren liegt. Auch das wird wohl eher den Piraten helfen, da deren Wählerschaft vor allem aus jungen Leuten besteht.
    Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß die Piraten die 5% schaffen. Aber je näher sie daran herankommen, desto eher sind sie für Menschen wählbar, die mit Ihnen sympathisieren aber Angst haben, ihre Stimme zu verschenken.
    Ich kann nun nicht beurteilen, ob die etablierten Parteien zu solch miesen Tricks greifen würden.
    Aber Ihre Annahme, daß es dafür kein Motiv gäbe, halte ich für sehr gewagt.
  5. #24

    Piratenpartei

    Nachdem die Grünen die Bürgerrechte, die Ökologie und den Pazifismus aufgegeben haben und unter Joschka Fischer zur Kriegspartei mutiert sind, sind die Piraten vielleicht wirklich eine Alternative.

    Immerhin haben die keinen Krieg gegen Afghanistan und Jugoslawien vom Zaun gebrochen. Das unterscheidet sie von Künast, Özdemir, Trittin und Fischer.
  6. #25

    Grüne Goslar: Gender-politische ExtremistInnen

    Zitat von angela_merkel Beitrag anzeigen
    Nachdem die Grünen die Bürgerrechte, die Ökologie und den Pazifismus aufgegeben haben und unter Joschka Fischer zur Kriegspartei mutiert sind, sind die Piraten vielleicht wirklich eine Alternative.
    Wenn man, wie jetzt in Goslar, sieht, was grüne Gender-politische ExtremistInnen auf Kommunalebene für Kampagnen durchziehen können, dann unterstreicht das nur, wie nötig jetzt eine starke Konkurrenz für die Grünen ist, die es mit ihnen aufnehmen kann. Die Altparteien scheinen dieser Situation derzeit nicht gewachsen zu sein, sie lassen sich z.T. noch mit vor den Karren spannen.

    http://www.heise.de/tp/artikel/34/34776/1.html

    Wieder ein Politikfeld, auf dem die Piraten eine notwendige Alternative sein könnten, falls sie sich des Themas annehmen: Rechte von Männern und Jungen stärken, wo sie einseitigen Verweiblichungstendenzen in Politik und Bildungssektor zum Opfer fallen.
  7. #26

    Richtigstellung

    Zitat von porrikles Beitrag anzeigen
    Bei den letzten Europa-Wahlen waren die Piraten mit 2% eine echte Überraschung, die bei Interviews so manchen Politiker zum rumdrucksen brachte.
    Korrektur: bei den Europawahlen 2009 erreichte die deutsche Piratenpartei 0.9%, die schwedische Piratpartiet aber sensationelle 7.1% und damit ein MdEP.

    Die 2% waren bei der Bundestagswahl 2009. Bei den bisherigen Landtagswahlen 2011 wurden in Hamburg und BaWü 2.1% erreicht, in Rheinland-Pfalz 1.6%, in Sachsen-Anhalt 1.4%. Von dieser Bandbreite aus ist es noch ein Stück Wegs bis über 5%.. aber die Piraten (bin selbst einer) machen unverdrossen weiter. In kommunale Gremien wurden immerhin bisher 36 Vertreter gewählt, davon 31 in Hessen.
  8. #27

    Falscher Verdacht

    Zitat von Billbert Beitrag anzeigen
    Aktuell ist das Wiki der Piratenpartei offline.

    Sehr interessant das die Staatsmacht 2 Tage vor der Bremen Wahl zuschlägt, oder?
    Der Verdacht, dass die Ermittlungsbehörden in den Wahlkampf eingreifen WOLLTEN, lässt sich zwar nicht völlig von der Hand weisen. Die Beschlagnahme hat im wesentlichen aber nur demonstriert, dass unsere Gesetzgebung dringend darauf angewiesen ist, dass die Netzpolitiker in die Parlamente einziehen. Die Einlassungen der Ermittler gestern waren erschütternd ignorant http://berlin2011.wordpress.com/2011...-in-der-wolke/