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Piratenpartei-Chef im Interview: "Dafür oder dagegen ist egal"
Von der CDU wechselte er zu den Piraten, nun wurde Sebastian Nerz zum neuen Chef der größten außerparlamentarischen Partei in Deutschland gewählt. Im Interview erklärt er, was Netzpolitik mit bedingungslosem Grundeinkommen zu tun hat.
http://www.spiegel.de/netzwelt/netzp...763688,00.html
- #20 20.05.2011 13:45 von
- #21 20.05.2011 18:32 von
- #22 20.05.2011 18:41 von
Oha ...
... so eine brillante und lückenlose Argumentationskette erlebt man selten.
Allerdings denke ich, daß die Sache nicht ganz so einfach ist. Wenn man den etablierten Parteien unterstellt, daß sie kein Interesse an weiterer Konkurrenz an den Fleischtöpfen haben, wären die Piraten ein lohnendes Ziel.
Bei den letzten Europa-Wahlen waren die Piraten mit 2% eine echte Überraschung, die bei Interviews so manchen Politiker zum rumdrucksen brachte.
Diese 2% verdankten sie wohl vor allem den geplanten Netz-Sperren die mit dem Kampf gegen Kinder-Pornographie begründet wurden.
Viele Wähler mißtrauten damals der Behauptung, daß wirlich nur Kinder-Pornographie gesperrt werden würde, und die Sperren nicht auf andere Felder ausgedehnt würden.
Das unerwartet gute Abschneiden der Piraten trug sicherlich dazu bei, daß die Web-Sperren dann doch nicht umgesetzt wurden.
Wenn man nun die aktuelle Debatte um Web-Sperren gegen ausländische Glücksspiel-Anbieter betrachtet, wird klar daß das Mißtrauen gegenüber den Versicherungen der Politik wohl berechtigt war.
Und so mancher, der solche Maßnahmen bei besonders abstoßenden Verbrechen vielleicht noch tolerieren würde, wird nun vielleicht sagen: "Bis hierher und nicht weiter.", was den Piraten durchaus einige Stimmen extra bringen kann.
Hinzu kommt, daß das Wahlalter in Bremen bei Landtagswahlen bei 16 Jahren liegt. Auch das wird wohl eher den Piraten helfen, da deren Wählerschaft vor allem aus jungen Leuten besteht.
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß die Piraten die 5% schaffen. Aber je näher sie daran herankommen, desto eher sind sie für Menschen wählbar, die mit Ihnen sympathisieren aber Angst haben, ihre Stimme zu verschenken.
Ich kann nun nicht beurteilen, ob die etablierten Parteien zu solch miesen Tricks greifen würden.
Aber Ihre Annahme, daß es dafür kein Motiv gäbe, halte ich für sehr gewagt. - #23 20.05.2011 18:58 von
Oha ...
... so eine brillante und lückenlose Argumentationskette erlebt man selten.
Allerdings denke ich, daß die Sache nicht ganz so einfach ist. Wenn man den etablierten Parteien unterstellt, daß sie kein Interesse an weiterer Konkurrenz an den Fleischtöpfen haben, wären die Piraten ein lohnendes Ziel.
Bei den letzten Europa-Wahlen waren die Piraten mit 2% eine echte Überraschung, die bei Interviews so manchen Politiker zum rumdrucksen brachte.
Diese 2% verdankten sie wohl vor allem den geplanten Netz-Sperren die mit dem Kampf gegen Kinder-Pornographie begründet wurden.
Viele Wähler mißtrauten damals der Behauptung, daß wirlich nur Kinder-Pornographie gesperrt werden würde, und die Sperren nicht auf andere Felder ausgedehnt würden.
Das unerwartet gute Abschneiden der Piraten trug sicherlich dazu bei, daß die Web-Sperren dann doch nicht umgesetzt wurden.
Wenn man nun die aktuelle Debatte um Web-Sperren gegen ausländische Glücksspiel-Anbieter betrachtet, wird klar daß das Mißtrauen gegenüber den Versicherungen der Politik wohl berechtigt war.
Und so mancher, der solche Maßnahmen bei besonders abstoßenden Verbrechen vielleicht noch tolerieren würde, wird nun vielleicht sagen: "Bis hierher und nicht weiter.", was den Piraten durchaus einige Stimmen extra bringen kann.
Hinzu kommt, daß das Wahlalter in Bremen bei Landtagswahlen bei 16 Jahren liegt. Auch das wird wohl eher den Piraten helfen, da deren Wählerschaft vor allem aus jungen Leuten besteht.
Ich kann mir zwar nicht vorstellen, daß die Piraten die 5% schaffen. Aber je näher sie daran herankommen, desto eher sind sie für Menschen wählbar, die mit Ihnen sympathisieren aber Angst haben, ihre Stimme zu verschenken.
Ich kann nun nicht beurteilen, ob die etablierten Parteien zu solch miesen Tricks greifen würden.
Aber Ihre Annahme, daß es dafür kein Motiv gäbe, halte ich für sehr gewagt. - #24 20.05.2011 19:47 von
Piratenpartei
Nachdem die Grünen die Bürgerrechte, die Ökologie und den Pazifismus aufgegeben haben und unter Joschka Fischer zur Kriegspartei mutiert sind, sind die Piraten vielleicht wirklich eine Alternative.
Immerhin haben die keinen Krieg gegen Afghanistan und Jugoslawien vom Zaun gebrochen. Das unterscheidet sie von Künast, Özdemir, Trittin und Fischer. - #25 20.05.2011 20:46 von
Grüne Goslar: Gender-politische ExtremistInnen
Wenn man, wie jetzt in Goslar, sieht, was grüne Gender-politische ExtremistInnen auf Kommunalebene für Kampagnen durchziehen können, dann unterstreicht das nur, wie nötig jetzt eine starke Konkurrenz für die Grünen ist, die es mit ihnen aufnehmen kann. Die Altparteien scheinen dieser Situation derzeit nicht gewachsen zu sein, sie lassen sich z.T. noch mit vor den Karren spannen.
http://www.heise.de/tp/artikel/34/34776/1.html
Wieder ein Politikfeld, auf dem die Piraten eine notwendige Alternative sein könnten, falls sie sich des Themas annehmen: Rechte von Männern und Jungen stärken, wo sie einseitigen Verweiblichungstendenzen in Politik und Bildungssektor zum Opfer fallen. - #26 21.05.2011 06:34 von
Richtigstellung
Korrektur: bei den Europawahlen 2009 erreichte die deutsche Piratenpartei 0.9%, die schwedische Piratpartiet aber sensationelle 7.1% und damit ein MdEP.
Die 2% waren bei der Bundestagswahl 2009. Bei den bisherigen Landtagswahlen 2011 wurden in Hamburg und BaWü 2.1% erreicht, in Rheinland-Pfalz 1.6%, in Sachsen-Anhalt 1.4%. Von dieser Bandbreite aus ist es noch ein Stück Wegs bis über 5%.. aber die Piraten (bin selbst einer) machen unverdrossen weiter. In kommunale Gremien wurden immerhin bisher 36 Vertreter gewählt, davon 31 in Hessen. - #27 21.05.2011 12:15 von
Falscher Verdacht
Der Verdacht, dass die Ermittlungsbehörden in den Wahlkampf eingreifen WOLLTEN, lässt sich zwar nicht völlig von der Hand weisen. Die Beschlagnahme hat im wesentlichen aber nur demonstriert, dass unsere Gesetzgebung dringend darauf angewiesen ist, dass die Netzpolitiker in die Parlamente einziehen. Die Einlassungen der Ermittler gestern waren erschütternd ignorant http://berlin2011.wordpress.com/2011...-in-der-wolke/
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