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Piraten und Grüne im Vergleich: Profiteure des Protests
DPAEinen politischen Blitzstart wie den der Piraten gab es in der Republik schon einmal: Auch die Grünen haben mit einem Reizthema und lautem Protest gegen die Etablierten die Parlamente erobert. Doch sind sich die Parteien wirklich so ähnlich, wie es auf den ersten Blick scheint? Ein Vergleich.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826663,00.html
- #20 12.04.2012 11:40 von
- #21 12.04.2012 11:41 von
Basisdemokratie
Das ist eine Erzählung, keine Analyse. Die erste Frage müsste sein, wie und warum Protest entsteht. Das Stichwort Basisdemokratie ist da ein Hinweis. Es ist das Misstrauen der Beherrschten gegenüber den Herrschenden. „Die machen ja doch, was sie wollen“ war auch früher schon ein Einwand einfacher Bürgerinnen und Bürger. Abe gegenwärtig scheint das Misstrauen besonders groß zu sein. Die Mitglieder der herrschenden politischen Klasse wissen, wie man Karriere macht. Es entsteht aber der Eindruck, dass sie Politik machen, um Karriere zu machen, aber nicht Karriere, um Politik zu machen. Die gelungene Intrige ist da manchmal erfolgreicher als inhaltliche Gradlinigkeit. Die Linke ist da nicht viel besser, wie die Flügelkämpfe zeigen. Deshalb wenden sich einige den Piraten zu.
- #22 12.04.2012 11:41 von
Es geht doch heute gar nicht mehr darum, sich als Partei zu etablieren.
Wichtig ist es vielmehr, den etablierten Parteien Positionen und Diskussionen aufzuzwingen (bspw. Netzfreiheit oder bedingungsloses Grundeinkommen), die ohne die Protestbewegung Piraten auf der langen Bank versauern würden oder dort bislang als Utopien belächelt abgelehnt werden. - #23 12.04.2012 11:55 von
transparenz
- #24 12.04.2012 11:59 von
grotten schlechter Journalismus, davon haben wir genug
Das wichtigste Thema der Piraten wird im gesamten Aufsatz nicht genannt. Es fängt mit "T" an und hört mit "z" auf.
Thema verfehlt!.
Mit UNGENÜGEND=6 würde man/frau sowas in der Schule benoten.
Ist es von einem Journalisten zu viel verlangt vor der Erstellung eines Beitrags auf die Homepage der Partei zu gehen, um die es geht, und auf "Informiere dich" zu klicken?
Offenbar ja.
Da offenbart der Spiegel eine Seite, die in Deutschland zu einem Problem geworden ist.
Journalismus wird immer schlechter.
Wie wärs mit einem Bericht über eine von der Polizei niedergeknüppelte Demo in Tunis am Ostermontag, dem 9.April 2012.
Stattdessen wird man wochenlang fast täglich mit einem parteiinternen Kampf der Kanidaten für die Konservatie Partei in den USA zugemüllt.
Dipl. Math. R.B. aus Essen
PS. Die Grünen haben sich nicht etabliert, sondern sie sind nutzlos geworden, denn den Pazifismus haben die Grünen abgelegt mit der Entsendung deutscher Soldaten zum Hinduskusch.
Gleichgeschlechtliche Partnerschaften sind alltäglich.
Der Atomausstieg ist geschafft und die Energiewende eingeläutet. Also wofür noch? - #25 12.04.2012 12:15 von
Sauber bleiben
Die gesellschaftlichen Verteilungskämpfe sind auch bei den Piraten ein Thema ... und mit der klaren Positionierung zum BGE sogar eines der wenigen klar definierten in dieser Partei. Damit sind die Piraten neben der LINKEN die einzige Partei, der es bei den Verteilungskämpfen auch um Verteilungsgerechtigkeit geht, während die Etablierten sich eher darin überbieten, wie man noch schneller von unten nach oben verteilen kann.
Wen Sie dieses Thema vermeiden wollen, dann verstehe ich nicht, warum Sie kein begeisterter Grünen-Wähler sind, denn deren gesellschaftspolitische Ausrichtung ist inzwischen voll auf die Hauptzielgruppe, nämlich den besserverdienenden Akademiker zugeschnitten, der sein ökologisches Gewissen wie eine Monstranz vor sich her trägt und dessen moralische Integrität damit bereits voll ausgelastet ist.
Bei der politischen Unerfahrenheit der Piraten fürchte ich, dass deren moralische Integrität noch schneller vor die Hunde gehen wird als die der Grünen, deren erster "Turnschuh"-Minister inzwischen als Lobbyist für Investmentbanken und die ehemals so pöhsen Energiekonzerne tätig ist ... aber in dem Falle lasse ich mich gerne eines Besseren belehren.
Joschka Fischer - #26 12.04.2012 12:21 von
In diesem gesamten Passus geht es Ihnen um methodische Fragen. Nehmen wir einmal an, irgendwann wären diese methodischen Fragen geklärt, Transparenz hergestellt, Intrigen entlarvt, Basisdemokratie eingeführt, Misstrauen beseitigt usw. Dann erst beginnt aber die eigentliche Arbeit, nämlich auf den vielen Sachgebieten, die man an den Bezeichnungen der Ministerien ablesen kann. Und dann erst zeigt es sich, ob eine solche neue Partei zu klugen und guten praktischen konkreten Entscheidungen imstande ist.
- #27 12.04.2012 12:29 von
Mit dieser pauschalen Einschätzung übersehen Sie einfach so, dass die "vielen Alt-Parteien" nicht nur "Grundsätze" pflegen, sondern 15 Bundesministerien und in jedem der 16 Bundesländer noch einmal so viele Ressorts leiten, mit jeweils hunderten Angestellten und damit die für D erforderlichen Entscheidungen treffen. Und all das im wesentlichen unabhängig von Parlamentswahlen.
- #28 12.04.2012 13:09 von
"Fragwürdige Persönlichkeiten" sitzen bei anderen Parteien als Finanzminister am Kabinettstisch, weswegen sich die deutsche Jopurnaille schon von Holländern vorführen ließ:
Merkel zu Finanzminister Schäuble und den 100.000 D-Mark - YouTube
So what? - #29 12.04.2012 13:10 von
Keine Parteinahme
Es handelt sich nicht um eine Pareinahme für die Piraten. Vielmehr suche ich nach einer Erklärung für den Erfolg dieser Partei. Viele Wählerinnen und Wähler scheinen das Gefühl zu haben, dass die Politikerklasse vor allem ihre eigenen Interessen vertritt, nicht die des Volkes. Statt inneparteilicher Demokratie herrscht häufig demokratischer Zentralismus.
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