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Piraten und Grüne im Vergleich: Profiteure des Protests
DPAEinen politischen Blitzstart wie den der Piraten gab es in der Republik schon einmal: Auch die Grünen haben mit einem Reizthema und lautem Protest gegen die Etablierten die Parlamente erobert. Doch sind sich die Parteien wirklich so ähnlich, wie es auf den ersten Blick scheint? Ein Vergleich.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826663,00.html
- #10 12.04.2012 11:13 von
Wie blind und taub muss man sein, um die Diskussion um das BGE zu übersehen und zu überhören?
- #11 12.04.2012 11:17 von
Unbequem?
Irgendwie herrsch in den Medien eine gewisse Angst vor den Piraten.
Die Grünen haben ihre Ideale verkauft (an Lobbyisten?) und sind darum nicht mehr glaubwürdig. Sie schicken Soldaten in Krieg und lassen Atomkraftwerke laufen.
Die Piraten sind noch unschuldig und ehrlich.
Und wenn man mit Ihnen die etablierten Parteien verärgern kann, die sich an Recht und Gesetz nicht mehr gebunden fühlen, sollte man das tun
"Corruptissima re publica plurimae leges" - #12 12.04.2012 11:18 von
Fragwürdie Persönlichkeiten
Der Niedergang der Piraten werden die eigenen Mitglieder sein.
Gestern bereits stellte die Piratenpartei Niedersachsen offiziell fest, dass "fragwürdige Persönlichkeiten" in der Partei engagiert seien: "Fragwürdige Persönlichkeiten" in der Piratenpartei-Niedersachsen | Rentner-News - #13 12.04.2012 11:25 von
Hohe Medienaufmerksamkeit
Alle Artikel über die Piratenpartei, auch kritische, sind Werbung. Der explosionsartige Zulauf kam zusammen mit der explosionsartigen Berichterstattung.
Heute braucht man keine 1,3 Mio. Demo-Teilnehmer, es reichen ein paar Mausklicks und man kann viel mehr Menschen erreichen und mit ihnen kommunizieren. Hätte es in den 1980ern das Internet wie heute gegeben, die Leute wäre auch viel eher zu Hause geblieben. Hoch politisiert sind die 2010er angesichts der Bankenrettungen und Staatspleiten auch, heute ist sogar jeder davon ganz direkt und unmittelbar dadurch betroffen. - #14 12.04.2012 11:26 von
Von einem Vergleich, vor allem, wenn er von einem studierten Wissenschaftler (!) gemacht wird, erwarte ich mir eigentlich wenigstens, dass man sich zumindest mehr als marginal mit den Vergleichsobjekten beschäftigt hat.
Leicht nachweislich falsche Aussagen wie:
zeigen dies sehr deutlich.Damit übersehen die deutschen Piraten aber ein Problemfeld, das die junge Generation, die ja die Piraten tragen sollen, künftig viel stärker betreffen wird und in Südeuropa längst zusammenschweißt: die Frage der Umverteilung, der gerechten Teilhabe an der Gesellschaft.
Oder der Autor ist ein GrünInnen-Fanboy und macht das absichtlich um zu diskreditieren.
Beides ist nicht gut für seine wissenschaftliche Reputation. - #15 12.04.2012 11:27 von
Bißchen kurz gegriffen
Naja, also ein bißchen kurz gegriffen muß ich sagen.
Soweit ich das überblicken kann, geht es bei den Piraten weniger um eine konkrete inhaltliche Sache der Politik, sondern mehr darum WIE man Politik macht. Das ist der Unterschied!
Das war selbst schon früher bei den Grünen teilweise so (Basisdemokratie, Protestmärsche). Deswegen sind die Grünen auch so groß geworden.
Ich find die Piraten auch nur als Protestbewegung zu begreifen zu kurz gegriffen. Ja die Leute sind gelangweilt vom Procedere anderer Parteien, und viele gehen deshalb zu den Piraten. Aber das ist kein wütender Protest wie bei der Schill-Partei, oder bei Stuttgart 21, sondern einfach eine neue Art des Politikverständnisses. DAS finden die Leute gut, nicht das was im Artikel aufgezählt wird.
Also bitte nicht versuchen die Piraten in das Muster anderer aktueller Parteien zu pressen. - #16 12.04.2012 11:28 von
Es ist sehr bedauerlich das Herr Lühmann, der ja wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Demokratieforschung in Göttingen ist, sich nicht einmal die Mühe gemacht hat unsere Grundsatz- und Wahlprogramme zu lesen. Dann wäre ihm aufgefallen das da schon mehr drin steht. Aber das ist wohl symptomatisch heutzutage, über etwas reden, Vergleiche anstellen ohne sich informiert zu haben.
Natürlich haben wir nicht schon zu allem eine Meinung, aber das werden wir dort wo es nötig ist schon noch in unseren demokratischen Prozessen ändern.
Nett ist auch zu lesen das unsere Positionen bezgl. der Freiheit sich kaum von der FDP unterscheiden. Kleiner Unterschied dürfte jedoch sein, das wir das noch Ernst meinen, bei der FDP jedoch kaum noch Substanz hinter ihren ehemaligen Kernthemen steckt. Schade eigentlich. - #17 12.04.2012 11:31 von
Ja, aber bevor man wieder erfolgreich Inhalte mit dem Volk kommuniziert, muß erstmal wieder ein grundlegendes Vertrauen in poolitische Entscheidungsprozesse geschaffen werden, nunmehr in einer digitalen und basisdemokratischen Weise, und genau das machen die Piraten.
So gesehen stärken die Piraten mit ihrem Tun die Demokratie immens. - #18 12.04.2012 11:38 von
Selbst das Thema Demokratie, welches die Piraten so gerne als ihres betrachten, lässt sich nicht losgelöst von anderen sehen. Beispielsweis bedeutet eine gerechte Teilhabe mehr als die Möglichkeit von einigen Leuten sich via Internet an Entscheidungen zu beteiligen. Das wäre eine Teilnahme, in der Demokratie ist aber das "gerechte" genau so wichtig, beispielsweise das Minderheitenvoten nicht einfach von der Mehrheit weggefegt werden. Da müssen die Piraten noch einiges nachlegen, wobei die interne Debatte mit eigenen Minderheiten da nicht wirklich hoffnungsfroh stimmt.
- #19 12.04.2012 11:38 von
Was bringt ein "wir wollen"
Bei vielen der Alt-Parteien findet man schöne Grundsätze. Leider spielen diese Grundsätze kaum eine Rolle wenn man die Wählerstimme bekommen hat. Es ist einfach nicht in der DNA der aktuellen Amtsträger, sondern nur etwas was sie vorgeben müssen, um in ihrer Partei schnell aufzusteigen.
Piraten mögen Chaotisch wirken, aber sie sind Authentisch. Und das ist, was die Wähler anzieht. Nicht irgendwelche Inhalte. Die sind aktuell noch zweitrangig. Auf so ein "wie steht der wind gerade?" kurz den die Merkel fährt hat doch keiner Lust. Lieber das Schiff mit einem klaren Ziel durch ein Unwetter fahren, als immer nur dem bisschen besseren Wetter nach.
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