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Piraten und die Altparteien: Deaktivieren Sie Ihre Schutzschilde!

DPADie Piraten haben keine Inhalte, schimpfen die Altparteien - und versuchen, die Neulinge mit Nazi-Vorwürfen zu bekämpfen. Dabei könnten die Etablierten und die gesamte Demokratie von der neuen Bewegung profitieren. Warum? Das erklärt ein Ausflug ins "Star Trek"-Universum.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...829649,00.html
  1. #40

    Selber schuld!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Piraten haben keine Inhalte, schimpfen die Altparteien..
    ...alle die gleichen Inhalte haben.

    Linke: extrem links
    Grüne: etwas weniger extrem links
    SPD: links
    CDU: auf Linkskurs

    FDP: Huch, die halten einsam (und wenig geschickt) dagegen, weshalb sie in der Presse ständig runtergemacht werden.
  2. #41

    Steuersenkungen?

    Zitat von Oemmelkopp Beitrag anzeigen
    Inhalte, dass bekomme ich von meinen Kollegen auch immer vorgehalten: Die Piraten haben keine Inhalte!
    Aber:
    Wo sind denn die Inhalte der anderen Parteien?
    Wo sind denn die sogenannten Finanzierungvorschläge der anderen Parteien?
    Das Musterbeispiel für viele frühere Wahlkämpfe ist.....
    Jo, genau. Wann wurden zum letzten Mal Steuersenkungen nicht nur versprochen, sondern sogar eingehalten?
    (Na gut, die Hoteliers einmal ausgenommen)

    Ich darf und gehe seit '86 regelmäßig brav wählen, aber Wahlversprechen haben in etwa die Qualität eines Lotto-Gewinns:
    1:140 Millionen!

    Aus diesem Grund bekommen die Piraten am 6. Mai auch von mir ein Kreuzchen - nicht _unbedingt_ weil sie vollständig meine Meinung vertreten, sondern weil ich ähnlich wie Sie einen Vorschuss an Vertrauen investiere. Was daraus entsteht ist fraglich, bei den anderen "etablierten" Parteien habe ich aber schon eine grobe Ahnung..

    Klar zum ändern!

    Gruß
  3. #42

    Zitat von naranael Beitrag anzeigen
    Gehts noch? Warum vergleiche ich bitte die Piraten mit den Borg? So hirnrissig das ganze Konstrukt eh schon ist, möchte ich noch einmal darauf hinweisen... bei den Borg gibt es keine Meinungsfreiheit, alle sind nur ein Teil der Maschinerie. Kein Individualismus, keine Freude, sicherlich KEIN gemeinsames Stammtischdiskutieren.
    Das Borgkollektiv ist eigentlich Basis-Demokratie im Endstadium, das Kollektiv entscheidet basisdemokratisch alles was du machst und du hast nur eine Stimme. (Das mit der Borgkönigin war keine so gute Idee, andererseits scheinen sich immer einige Institutionen herauszubilden die gleicher sind als alle anderen)
  4. #43

    Intelligenz der Masse

    Zitat von marex23 Beitrag anzeigen
    Ich bin da ganz Ihrer Meinung!
    Die Piratenpartei "installiert" schlichtweg einen neuen, praktikablen Weg für Populisten jeglicher Art und vereinfacht die Lobbyarbeit.

    Popolisten haben beim Volk keine Chance. Ihre wahren Absichten werden von der Intelligenz des "Schwarms" erkannt. Einige führende Parteifunktionäre kann man durch "Lobbyarbeit" beeinflussen, ein Volk nie. Es ist nicht möglich ein ganzes Volk zu verführen.
  5. #44

    ...

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Das deutsche Parteiensystem mit seinen etablierten Parteien wirkt wie ein Altersheim. Die einzige lebende Partei sind die Piraten in dem System der vergreisten Strukturen.
    ...na ja...nie war das politische Personal jünger, nie war die Politik infantiler als heute. Die Piraten sind da kein Fortschritt...
  6. #45

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Das deutsche Parteiensystem mit seinen etablierten Parteien wirkt wie ein Altersheim. Die einzige lebende Partei sind die Piraten in dem System der vergreisten Strukturen. Ich bin mal gespannt. Ein aufregendes Experiment, die wohl letzte Chance für die Parteiendemokratie. Sollte die Erneuerung der Demokratie durch die Piraten scheitern, dann darf man getrost das Licht ausmachen, das Land wird endgültig in postdemokratische oder auch pseudodemokratische Starre verfallen
    Wir sind doch schon lange in der Postdemokratie, falls wir überhaupt eine Demokratie hatten... (heißt ja übersetzt "Herrschaft des Pöbels" und nicht "Herrschaft des Volkes". Das müsste dann Pollokratie oder so ähnlich lauten).
    Das System des Adels-Feudalismus wurde doch nur in eine
    andere Form transformiert: den "Monetären Feudalismus".
    Stand und Status werden munter weitervererbt (Unterschicht reproduziert Unterschicht, Bildungsbürger reproduzieren Bildungsbürger, etc. und die oberen 10.000 oder von mir aus 50.000 haben seit Generationen dieselben Nachnamen!).

    Wenn mir hier jemand mit ganz anderen Aufstiegschancen kommt, dann soll er sich doch bitte erst mal mit der Materie befassen.

    Auch im alten Ständewesen gab es sehr wohl Aufstiegsmöglichkeiten, nur waren diese halt extrem selten. Genauso wie heute.
    Leibeigene Bauern konnten ja einfach in die nächste Stadt flüchten (Stadtluft macht frei), und schon stieg man auf, war freier Städter. Die nächste Generation konnte vielleich schon ein Handwerk erlernen und zu Geld kommen, also von Unterschicht zur Mittelschicht aufsteigen. Das einzige, was früher wie heute sehr schiwer war und ist, ist der Aufstieg in die Oberschicht, den oberen 10.000, wie man so schön sagt.
  7. #46

    ...die Nazi Vorwürfe sind nicht das Piraten-Problem ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ... versuchen, die Neulinge mit Nazi-Vorwürfen zu bekämpfen. Dabei ... [/url]
    In einem Fernsehbeitrag vom 26. April wurden die Piraten in ihrem Kernthema (Geistiges Eigentum/ Werke der Kreativschaffenden) entzaubert:
    Freier Gratiszugang (oder Flatrates für Vielkopierer) für alle zu kreativen Erzeugnissen, Musik, Texte, Fotos & Filme, dies entpuppte sich als Wunschdenken einer Gruppe, die die "Geiz ist Geil Gesellschaft" (= alles billig) um ein Vielfaches übertriftt (=alles gratis).
    Die vemeintliche Kernkompetenz in diesem Feld der Piraten wurde von Kulturschaffenden massiv in Frage gestellt und m.E. in dem Beitrag geradezu entlarvt, die verheerenden Folgen für "Kreative Berufe" wurden offensichtlich.
    Die Interviewten Piraten Vertreter stottern herum: Es müsse ja nicht dabei bleiben dass man die Rechte der Urheber beschneidet, später könne man ja etwas (?) an deren Stelle setzen was "modern" sei und was die Existenz der Kreativen Berufe sichert.
    Genaueres blieben die Piraten in der Sendung schuldig.
  8. #47

    Zitat von hdudeck Beitrag anzeigen
    wo genau das Gleiche geschah. Damals wurde auch Parteien gewaehlt, die alles anders machen wollten. Und die Waehler wollten den Politikern der gestandenen Parteine eins auswischen wollten. Mensch Leute, wann endlich begreift Ihr, das so ein Bloedsinn nichts bringt. Seht nach Hamburg, da wurde das zweimal durchexerziert. Beide Male wurde die Partei an der Regierung beteidigt, und was folgte? Richtig, die Stadt hat unter er dann folgenden Politik gelitten, nichts wurde besser. Politik funktioniert so nicht, da gibt es im Hintergrund Leute die eben maechtiger sind als Ihr. Seit froh, das es Euch zur Zeit relative gut geht im Gegensatz zum Rest in Europa. Wenn Ihr das wirklich gefaerden wollt, bitte. Aber beschwert Euch dann nicht.
    Ach, lieber den gleichen Mist weiterhin praktizieren, als etwas neues zu machen?
    Das soll also die Lebensaufgabe unserer Politiker sein?
    Danke, nein!
    Politik funktioniert vor allem nicht, wenn man die Politiker "machen" lässt. Dafür haben wir in der Vergangenheit genügend Beispiele sehen dürfen...

    Nur ein Beispiel:
    In Deutschland wird die "Kultur" immer hochgehalten; schließlich sind wir ja das Volk der Dichter & Denker.
    Dementsprechend pumpt man ordentlich Kohle in Kulturveranstaltungen, die sich eh' nur Menschen ansehen wollen/ansehen möchten, die ausreichend gebildet sind und über ein vernünftiges Einkommen verfügen.
    Ich sähe es viel lieber, wenn die meisten Subventionen für Film, Fernsehen und Kulturveranstaltungen zugunsten der Bildungseinrichtungen gestrichen würden.

    Wir brauchen eben auch Nachwuchs, der so etwas sowohl genießen als auch überdenken kann.
    Mit deutsch:5 und Philosophie im zweiten Jahr abgewählt (bzw. nicht angeboten) wird das kaum möglich sein.
  9. #48

    ...

    Zitat von agua Beitrag anzeigen
    Wir und Ihr !Wir sind die Piraten und ihr ,sind die,die euch etwas kritischer gegenueber stehen.Ich fand euren Erfolg zunaechst spannend,inzwischen schmaelert sich meine Symphatie,nicht wegen der Artikel,sondern wegen der dogmatischen Art,wie ihr mit der Presse umgeht und wie ihr im Forum mit Meinungen,die nicht der Euren entsprechen umgeht.Als waere die Piratenpartei,deren Anhaenger und Mitglieder die Kroenung ,die grosse Weissheit.Normaler Weise fuellt man einen Sack,ehe man ihn zubindet.
    Jepp, das geht mir ähnlich. Die zum Teil bodenlose Arroganz, die in manchen Foren zum Ausdruck kommt, entzaubert ganz schön. Nur weil man einen Facebook Account hat, ist man kein besserer Demokrat und nur weil man keinen hat - da man vielleicht der Datensammelwut kritisch gegenüber steht - ist man noch kein Demokratiefeind. Hinzu kommt diese extrem ausgeprägte kostenlose Nimm-Kultur, die aus den wenigen Programmpunkten spricht. BGE, "Reformation" des Urheberrechts mit dem Ziel für Privatleute alles kostenlos zu machen, kostenloser Nahverkehr usw. usw. Hinzu kommt das unglaublich naive Menschenbild, was den Begründungen zu Grunde liegt...inkl. dramatischer Logikfehler. Wenn digitale Werke nichts wert sind, warum will sie denn jeder?? Denn das ist ja sogar der Gründungsauslöser der Piraten wieder (Schließung von Piratebay...) Im Grunde schält sich eine PDS mit Internetanschluss heraus. Und ob die breite Masse wirklich von spirituell angehauchten, veganen Ex-PDS Parteigängern regiert werden möchte, wie in Berlin, das wage ich doch sehr stark zu bezweifeln.
  10. #49

    Pferd von hinten aufzäumen

    Zitat von Oemmelkopp Beitrag anzeigen
    Inhalte, dass bekomme ich von meinen Kollegen auch immer vorgehalten: Die Piraten haben keine Inhalte!
    Aber:
    Wo sind denn die Inhalte der anderen Parteien?
    Wo sind denn die sogenannten Finanzierungvorschläge ....
    Man könnte die Sache auch von der anderen Warte aus sehen:
    Die deutsche Politik strotzt vor konturlosen, aalglatten Politikern, die sich charakterlos gebärden müssen, damit sie von so vielen wie möglich wählbar bleiben. Die Programme der etablierten Parteien nähern sich immer mehr an, Unterschiede muss man immer gezielter suchen. Alles muss im Waagen bleiben.

    Doch nun kommen die Piraten und machen alles anders (oder auch nicht). Ich muss schon gestehen, die Piraten sind ehrlicher als die anderen Parteien. Sie sagen von vornherein:
    "Wir haben kein Programm und unsere Fähnlein wehen immer mit dem Wind!" Das ist nicht anders als bei den anderen Parteien, sondern einfach nur ehrlich.

    Die Piraten sind also nicht etwas völlig neues und noch nie dagewesenes, sondern einfach nur die konsequente Fortsetzung der politischen Kultur, wie sie sich in den letzten Jahrzehnten und insbesondere unter unserer Kanzlerin manifestiert hat.








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