Das, was Sie vor dem Zitat schrieben, teile ich weitgehend. Aber zu diesem letzten Absatz möchte ich anmerken:
"Ihr bekommt die Politiker, die Ihr verdient". Dieser immer und immer wiederkehrende Satz nervt mich schon, seit ich ihn zum ersten Mal hörte.
Nur kurz dazu: gäbe es die Listenkandidaten der Parteien nicht, wäre unter Umständen etwas an dem Satz dran. Aber so ist er einfach falsch. Ich mache mein Kreuzchen nicht nur beim Direktkandidaten, sondern eben auch bei der Partei meiner Wahl. Und die schickt dann in den Bundestag, wen sie will.
Der andere Punkt ist das "sich nicht weiter um das politische Alltagsgeschäft kümmern".
Genau dafür bezahlen wir doch unsere Politiker. Der normale Arbeitnehmer geht zunächst seiner Arbeit nach. Er hat eine Familie (vielleicht keine selbst gegründete, aber doch Eltern usw.), die zurecht Zeit und Aufmerksamkeit verlangt. Darüber hinaus gilt es, einen Haushalt am Laufen zu halten, die vielen kleinen und großen Probleme des Lebens zu lösen und hoffentlich auch ein wenig Entspannung, Freundeskreispflege usw. Packen Sie das mal in eine Sieben-Tage-Woche und sagen mir dann, wann sich der Arbeitnehmer ums politische Alltagsgeschäft kümmern soll und kann.

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