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Piraten-Talk bei Illner: Stark, weil die anderen schwach sind

DPAKeine Entzauberung in Sicht: Weder Nazi-Mitglieder noch Inhaltsleere scheinen der Piratenpartei etwas anhaben zu können. "Warum sind die Piraten so populär?" fragte Maybrit Illner - und ließ die Vertreter der etablierten Parteien ihr eigenes Grab noch etwas tiefer schaufeln.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,828652,00.html
  1. #50

    Entzaubern?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Entzauberung in Sicht: Weder Nazi-Mitglieder noch Inhaltsleere scheinen der Piratenpartei etwas anhaben zu können. "Warum sind die Piraten so populär?" fragte Maybrit Illner - und ließ die Vertreter der etablierten Parteien ihr eigenes Grab noch etwas tiefer schaufeln.

    Piraten-Talk bei Illner: Stark, weil die anderen schwach sind - SPIEGEL ONLINE
    Man muß doch nicht die Piraten "entzaubern", das machen die früher oder später schon selbst.
    Was die aber tun ist, die sog. etablierten Parteien entzaubern! Allein durch ihre schiere Existenz. Und das hat man bei dieser Debatte wieder mal mehr als deutlich gesehen.
    Statt Einsicht in eigenes Versagen und Unfähigkeit wenigstens mal ansatzweise zuzugeben, wird von diesen Etablierten lieber auf die Unerfahrenheit der Piraten abgefahren. Allen voran dieser unsägliche Döring als Vertreter einer schon gar nicht mehr exisitierenden FDP. Und warum diese FDP nichts mehr in Parlamenten zu suchen hat zeigt doch dieser Döring am besten selbst durch sein dumm-arrogantes Gelabere!
  2. #51

    nur 2 %, die die Pirataristokraten 2009 bei der Bundestagswahl bekommen haben, haben sie die gelb-schwarze Jämmerlichkeit erst ermöglicht. Also: Nicht weinen - denken. Das geht auch nicht-digital.
  3. #52

    Nur am Rande bemerkt: Auch bei den GRÜNEN gibt es Bewegung, die Piraten haben die Basisdemokratie nicht erfunden!

    GRÜNE-Basisdemokratie auf Bundesebene stärken!

    Wir träumen von einer basisdemokratischen Partei BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN, die auch auf Bundesebene die Meinung aller Parteimitglieder noch stärker beachtet. Nicht alle Freundinnen und Freunde können oder wollen beispielsweise an der Bundesdelegiertenkonferenz teilnehmen, aber auch die Stimmen der alleinerziehenden Eltern, der pflegenden Familienangehörigen und der Menschen, die aus anderen Gründen nicht das ganze Wochenende der Bundespolitik widmen möchten oder können, sollten wir hören. Wir können ihnen Brücken bauen, damit sie sich auch auf Bundesebene einbringen, ein unkomplizierter Weg dazu ist die Umfrage im Internet, die dann eine Empfehlung an die Entscheidungsgremien darstellt.

    1.BÜNDNIS 90 / DIE GRÜNEN werden daher zukünftig Umfragen mit unverbindlichem, aber empfehlendem Charakter im Mitgliedernetzwerk "Wurzelwerk" oder auf einer anderen geeigneten Internetseite durchführen, um möglichst viele Mitglieder in die Meinungsfindung einzubeziehen.
    2.Die Ergebnisse der unverbindlichen, empfehlenden Umfragen, sozusagen das "kleine Basisvotum", werden den jeweils zuständigen Entscheidungsgremien -also beispielsweise der Bundesdelegiertenkonferenz, dem Bundesvorstand, dem Bundesfrauenrat, den Bundesarbeitsgemeinschaften, dem Landesparteirat und dem Parteirat usw.- schriftlich und im Rahmen eines Redebeitrages zur Kenntnis gegeben.
    3.Die abschließende Entscheidung bleibt wie bisher den oben genannten Gremien überlassen.
    4.Die Durchführung dieser regelmäßigen Umfragen kann auch innerhalb der bereits existierenden und funktionierenden Wurzelwerk-Gruppe "Umfragen im Wurzelwerk" stattfinden, die im Juni 2011 gegründet wurde.
    5.Die Umsetzung dieser zusätzlichen Beteiligungsmöglichkeit sollte zeitnah erfolgen, damit wir das „kleine Basisvotum“ schon bald einholen können.
    6.Sinnvoll ist eine Erläuterung der neuen Umfrage-Funktion im Schrägstrich und per E-Mail-Verteiler des Bundesverbandes. Zudem kann bei der Versendung der Wurzelwerk-Zugangsdaten auf diese neue Beteiligungsmöglichkeit hingewiesen werden.

    Begründung
    Das Internet bietet uns Möglichkeiten, die zur Zeit der Gründung unserer Partei bekanntlich noch nicht bestanden. Daher wurde im Juni 2011 die Wurzelwerk-Gruppe "Umfragen im Wurzelwerk" gegründet, in dieser Gruppe machen mittlerweile bereits über 1.940 Parteimitglieder und damit deutlich mehr als 3% unserer Partei mit:
    https://wurzelwerk.gruene.de/group/2639588/startseite

    In dieser Gruppe wird schon heute über Umfragen zu verschiedenen wichtigen Themen abgestimmt, hier einige der dort diskutierten und zur Abstimmung gestellten Fragen:
    •Wann sollte das letzte Atomkraftwerk in Deutschland abgeschaltet werden?
    •Eine parteiinterne Kommission hat unsere Steuerpolitik durchgerechnet, unter dem Strich bleibt ein Milliardendefizit zwischen Einnahmen und Ausgaben. Daher wird auch eine Erhöhung des Spitzensteuersatzes diskutiert, derzeit beträgt der Spitzensteuersatz 42%. Für welchen Spitzensteuersatz bist Du?
    •Sollte das Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder mitfahren?
    •Was hältst Du von einem generellen Tempolimit auf allen deutschen Autobahnen?

    Beachtliche 91% der Befragten wünschen sich eine basisdemokratische Beteiligungsmöglichkeit auf Bundesebene, dies ergab eine Umfrage im Wurzelwerk, an der sich bisher 933 Mitglieder beteiligt haben!

    Also: Fangen wir an - Denn deine Meinung ist gefragt! Auch auf Bundesebene!
  4. #53

    Die Popularität der Piraten kann nur steigen. Die sogenannten etablierten Politiker sind auch nicht besser. Der Unterschied ist, daß Sie schon im Kommunalbereich an Medientrainings teilnehmen. Und trotzdem sieht man im TV immer die gleichen Gestalten - der Rest darf wahrscheinlich nicht, weil es trotz Trainings sonst zu peinlich wird.

    Die inhaltliche Leere und Unkenntnis der Profis wird von Journalisten nur nicht richtig herausgekitzelt - man braucht sich ja vielleicht noch mal.
    Die Wahlkämpfe in den USA demaskieren doch regelmäßig die Unwissenheit, Naivität und Arroganz einzelner Bewerber. Dort treffen gut vorbereitete Journalisten auf phrasendreschende heile Welt Versprecher. "I can see Russia from my house"-Palin wird wieder nicht Vizepräsidentin, weil sie sich politisch selber demontiert hat.

    Hier verpassen unsere Journalisten die Aufgabe regelmäßig alle Mitglieder des Bundestages mal auf Herz und Nieren zu befragen.
    Das sind über 600 mögliche gut bezahlte Kandidaten für Interviews.

    In NRW haben die SPD Landtagsabgeordneten Ihre Einkommen mal eben um 500 Euro im Monat angehoben - Auf Plakaten machen Sie Werbung mit Rentnern die vielleicht 500 - 800 Euro im Monat bekommen.

    Vielleicht sind die Piraten gerade wegen der fehlenden Linientreue die einzigen, bei denen jeder einzelne Abgeordnete nur seinem Gewissen verpflichtet ist und nicht der Partei. Bei einem zerstrittenen Haufen habe ich mehr Hoffnung, das der einzelne sich wirklich um das Problem gekümmert hat als bei den Mitläufern bei GRÜNEN/FDP/CDU/SPD.

    Ich überlege ernsthaft in NRW die Priaten zu wählen - paßt ein Kandidat nicht, kann er in 4 Jahren auch wieder weg sein.

    Auch die Grünen haben sich aus Bürgerfrustbewegungen zu einer Partei formiert. Und in 30 Jahren kommt dann halt eine neue Partei.
    Frischer Wind und neue Besen kehren gut.
  5. #54

    Hoffentlch nehmen die Piraten den Gruenen soviele Stimmen wie moeglich ab. Ansonsten ist es doch fast egal wer mit Angela Merkel eine Koalition bildet. Ansonsten stellen sich die Piraten wie folgt dar: wie soll ich wissen was ich denke, wenn ich noch garnicht gehoert habe was ich gesagt habe. Vieles einfach quick and dirty.
  6. #55

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Entzauberung in Sicht: (..)l]
    Stimmt, denn wo keine Verzauberung ist, kann auch nichts entzaubert werden
  7. #56

    Der beste Artikel den ich über die Piratenpartei bisher gelesen habe. Wirklich gekonnnt :-)
  8. #57

    Die Piraten geben Bürgern die Hoffnung zurück erhört zu werden. Hoffnung dass simple Fragen ernsthaft und ehrlich beantwortet werden.
    Z.B. Im Bezug auf die Schleswig-Holsteinische Landtagswahl. Warum erhält Carstensen auf Staatskosten eine Geburtstagsparty mit 400 geladenen Gästen? Wieviel Sylturlaub könnte man davon bezahlen?
  9. #58

    Na dann

    Zitat von clauscst Beitrag anzeigen
    Allein schon dieses Wort, und dass die "Piraten" sich in einem Biotop verorten, dass keine Entsprechung im Nicht-Virtuellen hat - das allein zeigt mir, dass die "Piraten" in ein paar Jahren Geschichte sein werden.
    Na dann schaun wir mal...
    Das mit den paar Jahren hat man über die Grünen glaube ich auch gesagt.
    Und hier in Berlin treffen sich die Piraten an ganz realen Orten, und sprechen mit einander.. so total real, ohne Chatprogramm oder SMS
  10. #59

    In Exodus- und Übergangszeiten einer Entwicklungsordnung (= Systemkrise) schaukelt sich die Macht-nr.1-Struktur auf, um dann abgelöst zu werden.

    Die PIRATEN sind nichts anderes als ein weiterer der vielen Aufschaukelungsschübe. Die List der Geschichte ist hier am Werk.

    Meine Prognose: Die Systemkrise wird mit dem Exodus aus dem Ancien Régime der 2%Wachstumszwang-Absolutismus enden. Die PIRATEN haben eine Funktion in dieser vorrevolutionären Phase: die Erkenntnisse über die evolutionsprozess-logische und erkannte, nächste Entwicklungsordnung-des-KREATIVEN/nachhaltigen Evolutionspfades des Industriesystems in die Diskussion zu bringen.

    Die Inhaltsarmut der PIRATEN ist für die Wahrnehmung und programmatische Übernahme des Epochenwechsel-Inhalt bestens geeignet.








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