Zitat von
walter_e._kurtz
Eine Auswahl vorhanden, soso...
Nun, die Auswahl beschränkt sich auf eine Partei unter einer Vorsitzenden, die nach Umfragewerten entscheidet. Und zwar immer aus dem Hintergrund, damit sie sich nicht ihre persönlichrn Umfragewerte kaputt macht.
Die andere Wahl besteht in einer Partei, die ähnlich eines Insekts nur noch ihre Hülle, also ihren Namen, vor sich her trägt, der aber seit dem letzten Bundeskanzler rein gar nichts mehr mit ihrer Politik zu tun hat.
Was mich zu der viel zitierten "Programmlosigkeit" der Piraten führt:
Nun, was wählt der Bürger mit den "Etablierten"?
Wahlversprechen, die ganz nach (von der jeweils regierenden Koalition zumindest so dargestellt) tagespolitischen Erfordernissen ganz nach Gusto über den Haufen geworfen wird. Ich sage nur: Rote Linie...
Entscheidungen, getragen von Sponsoren, Lobbyhörigkeit und Machterhalt.
Entscheidungen nach bestem Wissen und Gewissen zum Wohle des Volkes; Fehlanzeige!
Die Diskussion um Programme ist eine Scheindiskussion!
Dazu fortwährende Lügen:
In der Diskussion um die Herdprämie wird dies in meinen Augen wieder sehr plastisch. Die CSU nimmt die Koalitionspartner mit den Worten in die Pflicht, daß diese sich schließlich an geschloßene Verträge (hier: Koalitionsvertrag) halten.
Wo war die Vertragstreue, als es um "no bail-out" ging?
Als es darum ging, daß die EZB keine Staatsanleihen kaufen darf?
Als der Staat ein ums andere Mal die Maastricht-Kriterien über den Haufen warf? Und jetzt der Fiskalpakt, also Maastricht 2.0...
Diese Bigotterie wäre ja zum Lachen, wenn es uns nicht alle beträfe!
Ist Protest denn so anstößig? Oder gar verboten?
(Dieser) Protest zeigt doch, daß etwas ganz gewaltig schief läuft in dieser Republik. Und entweder gehen die "Etablierten" darauf ein (das versteht man unter "auch die Opposition macht Politik"), oder die Protestpartei drängt in die Parlamente.
Und eine 10%-Partei aus der außerparlamentarischen Opposition ist jede Nachricht wert, zumal wenn mindestens genauso viel Sendezeit und Platz auf dem Zeitungspapier für eine darbende 2%-Partei bereitgestellt wird.
Und nach einer Legislaturperiode in den Parlamenten wird sich zeigen, ob die Partei mit dem anstößigen Namen nicht doch etwas bieten kann, was die anderen Wolke-7-Politiker eben nicht können.
Mahlzeit!