DPADie erste Zitterpartie der NRW-Piraten steht bereits 50 Tage vor der Wahl an: Am Wochenende wollen sie ihre Landesliste aufstellen. Doch allein auf den Spitzenplatz drängen Dutzende Kandidaten - die Macht der Masse wird zum Störfaktor.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823280,00.html
Zunächst einmal ist es wichtig, das sich Menschen für Politik wieder interessieren. Und dafür braucht man ein Motivationspotential, also eine Öffentlichkeit und auch eine Vielzahl von Menschen, die sich dafür engagieren möchten und dies auch wollen.
Und wie man aus dem nachfolgenden Bericht entnehmen kann, geschieht dies sogar in unserem Nachbarland Österreich:
Neue Parteien: Angst vor der Revolte - Kommentare Politik - derStandard.at
Genau darum geht es! Wir leben heute in einer hochtechnisierten und hochmaschinisierten Welt, in der es möglich ist, ein Großteil der Grundversorgung mit einem Minimum an menschlicher Arbeit zu erledigen. Dem Menschen wird aber glaubhaft vermittelt, sie müssten so viel arbeiten, wie irgendwie möglich, um sich all die technischen Spielereien leisten zu können, die der "Markt" so anbietet, denn für jeden Euro, den der Arbeitnehmer verdient, verdienen andere ein Vielfaches. Der Arbeiter bekommt dann sein iphone, ipad, iauto als Schweigegeld.
In den so genannten "Herstellungskosten" für die Grundversorgung stecken auch extreme Gewinne für die Unternehmen und Investoren. Dafür soll man auch noch arbeiten. Das müsste nicht sein! Warum kein BGE? Und wer noch zusätzlich igeräte haben will, muss eben noch iarbeit leisten...
Die Lebenswelt vieler Piraten ist die des "kostenlosen" Internets. Finanziert wird das durch Werbung, soweit nicht auch schon jahrelang Kulturschaffende einfach durch illegale Downloads um den Lohn ihrer Arbeit gebracht wurden.
Laut Parteiprogramm soll dieses "rundherum kostenlos Programm" nun auf die Welt außerhalb "des Netzes" ausgedehnt werden:
Weitere Einschränkung der Urheberrechte für geistiges Eigentum (schädigt Autoren, Musiker, andere Künstler ...).
Einschränkungen beim Patentschutz (was unserem Land als eines der eifrigsten "Patentanmelder" besonders schaden würde).
Geld für alle, auch für die, die dafür keine Gegenleistung (Arbeit) erbringen wollen (unser Land als Sozialamt der Welt).
Das alles klingt für manchen gut.
Aber da werden eine Menge Werte aufgegeben, die bisher stets das Fundament der Gesellschaft waren:
- Bildung, bisher als erstrebenswerte Chance für besseres Einkommen also also Schnee von gestern? (Wie ein Forist schreibt: "... nichts dagegen, wenn ich als Softwareentwickler 10€/h bekomme, und die Putzfrau, die in meinem Büro staubsaugt und wischt, 20€/h")
- Das Prinzip Leistung und Gegenleistung soll verwässert werden, vielleicht aufgehoben werden. Es gibt nur noch Rechte, keine Pflichten. Gemacht wird nur noch was Spaß macht.
- Nehmen, ohne dafür etwas zahlen zu müssen. Sozusagen "Geiz ist geil" nochmals hoch-Drei potenziert.
Das alles soll für unser Land gut sein?
die Partei, die nicht so oder so ähnlich nach der Gründung alles durchlaufen hat, SPD, CDU, Grüne, FDP? Alle!
Es gibt eine Motivation aus einem Hauptanliegen heraus. Dann kommen Findungszeiten, Streitzeiten, Personalfragen, Ausweitung des Programms, etc.
Eine Ausnahme, die NPD. Bei der stand alles schon bei Gründung fest, alle 2 Punkte, bis heute!