Piraten-Erfolg im Saarland: Die neue Kraft

DPAEin Erfolg mit Signalwirkung: Die Piraten bejubeln ihren 7,5-Prozent-Wahlcoup im Saarland und beweisen, dass man weiter mit ihnen rechnen sollte. Die etablierten Parteien müssen bei den nächsten Wahlen die neue Konkurrenz fürchten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823635,00.html
  1. #280

    Zitat von politik aktuell Beitrag anzeigen
    ...was die Piraten alles wollen. Aber sind doch mal ehrlich, können Sie sich vorstellen , das diese Leute mal den Bundeskanzler der BRD stellen würden? Ein Alptraum von solchen "Besserwissern" regiert zu werden.
    Schlimmer kanns ja wohl nicht mehr werden, oder?
  2. #281

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Sie sollten von Ihrer Faulheit nicht auf andere schliessen.
    Ich bin nicht faul und denke das nicht grundsätzlich von meinen Mitbürgern.
    Ich denke aber, das sich die meisten Menschen grundsätzlich aus persönlicher Sicht ökonomisch verhalten, d.h. sie bewegen Ihren 'Hintern', wenn es sich für sie wirtschaftlich lohnt.
    Das Ziel des BGE sollte ja sein, dem Bürger ohne 'Arbeitszwang' ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. Unter diesem selbstbestimmten Leben ist mit Sicherheit ein Leben gemeint, das über 'Brot, Wasser und Dach über den Kopf' hinausgeht. Dies zeigen alle Diskussionen, u.a. über HARTZ4.

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Das BGE hätte z.B. auch den positiven Nebeneffekt, dass gerade traditionell zu niedrig vergütete Jobs (Putzen, Pflege etc.) durch Nachfage plötzlich wieder vernünftig bezahlt werden müssen.
    Die Haushaltshilfe wird weiterhin gerne zu Ihnen kommen, nur nicht mehr für die miesen Konditionen von heute.
    Das gehaltsgefüge würde sich Drehen.
    Job, die jeder gerne machen will wie etwa Medien- oder Werbefuzzie würden für die AG billiger werden. Unangenehme oder schwere Jobs richtig gewichtet bewertet und höher vergütet. Ein BWL Zahlenschieber bekäme dann weniger als ein Ingenieur.
    Ihre geschilderten Nebeneffekte halte ich für ausgemachten Blödsinn.
    Abgesehen davon, wie man die Fragen z.B. des Kreises der Bezugsberechtigten eine BGE, der Verträglichkeit in der EU usw. beantwortet, müsste m.E. doch einleuchten, das sich in einer globalisierten Welt, in denen Millionen Menschen in einer 7-Tage-Woche ohne Urlaubsanspruch, Krankenkasse und ähnlichen sozialen Leistungen einer Beschäftigung nachgehen, das Land der ehemaligen Dichter und Denker nicht durch ein BGE das bequeme Leben im Wohlstand erhalten läßt.
  3. #282

    Zitat von politik aktuell Beitrag anzeigen
    ...was die Piraten alles wollen. Aber sind doch mal ehrlich, können Sie sich vorstellen , das diese Leute mal den Bundeskanzler der BRD stellen würden? Ein Alptraum von solchen "Besserwissern" regiert zu werden.
    Sie bevorzugen da eher machtverliebte Nichtswisser?
  4. #283

    Zitat von QuixX Beitrag anzeigen
    Bemessen an Guttenberg, Wulff und Konsorten würden dann also 99% des Landes die Piraten wählen.
    Nicht gemessen an Guttenberg, Wulff und Konsorten, sondern gemessen an den eigenen Anspruch.
    Der Erfolgreiche nimmt sein Leben in die eigenen Hände, während der Verlierer glaubt, die Verantwortung für sein Leben Anderen (hier: Parteien, bzw. dem Staat) mit dem Anspruch auf Vollkaskomentalität aufhalsen zu können. Ihr Hinweis auf Guttenberg, Wulff und Konsorten dienen nur als Rechtfertigung für das eigene Versagen.
  5. #284

    Zitat von uppsala Beitrag anzeigen
    im übrigen übersehen sie die feedback-schleife: würden
    ingenieursjobs besser bezahlt, würden sie wiederum attraktiver,
    was langfristig zu einer absenkung des gehaltsniveaus führen
    müsste usw.
    Da ist natürlich der Mechanismus der derzeitigen Regierung dem BWLer willkommener: Propagieren eines Fachkräftemangels bei gleichzeitig fallenden Fachkräftegehältern.

    Im Übrigen halten sich Techniker ja schon immer für unterbezahlt.

    Das beste Beispiel für diesen Irrglauben ist der unmoralische Gewinn, den Banken erwirtschaften. Und dann kommt so eine Techniker-Sau und kopiert einfach eine CD.
  6. #285

    Zitat von dhanz Beitrag anzeigen
    Nicht gemessen an Guttenberg, Wulff und Konsorten, sondern gemessen an den eigenen Anspruch.
    Wieso glauben Sie, dass ein normal arbeitender Bürger einen geringeren Anspruch hat, als ein Betrüger und ein Nassauer?

    Weil er mit monotoner Arbeit weniger Geld verdient?
  7. #286

    *

    Zitat von dhanz Beitrag anzeigen
    Ich bin nicht faul
    Doch, sind sie, sogar sehr. Verlangen volle Härte und Verzicht für andere, aber selber sich leistungslos übervöllen. Sie weisen grob gesellschaftsschädigende Verhaltenweisen auf.
  8. #287

    Zitat von niska Beitrag anzeigen
    Sie sollten von Ihrer Faulheit nicht auf andere schliessen.
    Das BGE wäre eine Grundsicherung. Wenn man dann trotzdem noch ein Auto haben möchte oder Flugreisen oder irgendeinen kleinen 'Luxus' wird man weiterhin arbeiten gehen.
    Sie gehen in Ihrer Argumentation davon aus, dass der Mensch prinzipiell arbeitsscheu ist und sich nichts vom Leben erwartet als Brot, Wasser und ein Dach über dem Kopf.
    Daran sollten Sie erkennen, wie absurd Ihre Argumentation ist.

    Das BGE hätte z.B. auch den positiven Nebeneffekt, dass gerade traditionell zu niedrig vergütete Jobs (Putzen, Pflege etc.) durch Nachfage plötzlich wieder vernünftig bezahlt werden müssen.
    Die Haushaltshilfe wird weiterhin gerne zu Ihnen kommen, nur nicht mehr für die miesen Konditionen von heute.
    Das gehaltsgefüge würde sich Drehen.
    Job, die jeder gerne machen will wie etwa Medien- oder Werbefuzzie würden für die AG billiger werden. Unangenehme oder schwere Jobs richtig gewichtet bewertet und höher vergütet. Ein BWL Zahlenschieber bekäme dann weniger als ein Ingenieur.
    Oha. Sehr gut. Ich begrüße und teile Ihre Argumentation ausnahmslos.
    Wenn man dann noch weiterdenkt, vielleicht sogar philosophiert wird man am Ende zu dem Schluß kommen dass wir uns mitten in einer Wertediskussion befinden die nicht mehr viel mit der (noch) vorherrschenden Umverteilungsdiskussion zu tun hat.
    Es stellt sich dann nämlich die Frage welche Tätigkeiten oder Berufe eigentlich gesellschaftlich höher zu bewerten sind. Und was eigentlich zuunser allen Gemeinwohl und damit auch zu Glück und Zufriedenheit desEinzelnen beiträgt. Ist es z.B. derjenige der Menschen betreut und hilftoder derjenige, der vor einem Bildschirm Zahlen hin und her schiebt undwomöglich in einer anderen Ecke der Welt größten Schaden anrichtet.
    Und wenn Sie das Netz durchforschen, abseits der "etablierten" Medienwerden Sie feststellen dass unter anderem diese Diskussion im vollem Gange ist. Viral sozusagen. Und das ist gut so
  9. #288

    Zitat von phönix 100 Beitrag anzeigen
    sie sagen es ,nur leider sind Piraten nicht in der Lage ,die einfachsten Zusammenhänge zu erkennen (Traumtänzer sondergleichen eben)
    aber dafür gibt es ja SIRI -oder etwa nicht?
    Ach so... ja, deshalb ist ja auch das Bildungsniveau bei den Piraten im Durchschnitt viel höher als das bei anderen Parteien.

    Nur ein Beispiel: ITler sind Problemlöser. Sie sind darauf konditioniert, auch komplexesten Zusammenhänge in kurzer Zeit zu verstehen.

    Die nicht-ITler in der Piratenpartei sind zumindest IT-affin und damit auch potentiell in der Lage dazu.

    Ich sage Ihnen was: Die Leute sind Piraten und/oder wählen Piraten, WEIL sie die Zusammenhänge sehr gut erkannt haben:

    Den Zusammenhang zwischen Wirtschaftslobbyismus und Gesetzesvorlagen/-entscheidungen beispielsweise.
  10. #289

    Zitat von heinzzwiebel Beitrag anzeigen
    "Es ist ein Erfolg mit Signalwirkung." so ein schwachsinn. Es is ein logisches Resultat nach Medienberichterstattung der Berlin-Wahl, DIE war ein Erfolg mit Signalwirkung. Aber die Presse versucht jetzt wohl bei jedem Landtagseinzug der Piraten einen historischen Tag draus zu machen...
    Moment, immerhin sind wir Piraten nun erstmals in einem _Flächenland_ im Parlament! Bisher war ja nicht sicher, ob der Einzug in Berlin eine "Eintagsfliege" war bzw. den besonderen städtischen Strukturen entsprang. Jetzt wissen wir es besser.