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Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason: "Wir brauchen das 1-Liter-Auto"

SPIEGEL ONLINEAls Schlagzeuger von Pink Floyd wurde Nick Mason berühmt. Heute sammelt der Brite Oldtimer und nimmt damit an Rennen teil. Mit SPIEGEL ONLINE spricht er über das Auto, von dem er sich niemals trennen würde - und verrät, was seiner Meinung nach schief gelaufen ist in der Automobilgeschichte.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...831361,00.html
  1. #10

    200km/h <5l/100km

    Zitat von franneck Beitrag anzeigen
    Wo haben Sie das Beispiel her? 4,8l bei 200km/h halte ich schon echt für optimistisch, vor allem bei einem Lupo
    Ich war einer der drei Erwachsenen in dem 3l Lupo.
  2. #11

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Sollte man es irgend wann einmal in absehbarer Zeit schaffen, PKW <1000kg zu Bauen und ein Tempolimit von vielleicht 140km/h einzuführen, werden die abzubauenden kinetischen Energien schon mal deutlich kleiner. Ein Aktuelles DTM Fahrzeug wiegt um die 1100kg
    Wenn man erst ein Tempolimit von 80km/h erreichen würde und dies bei der DTM ...

    Die Geschwindigkeit ist ein nicht unerhebliches Ziel bei einem Fahrzeug. Eine Begrenzung wäre ein Rückschritt.
    Ein geniales Ding wäre ein Aggregat, dass der Umgebungsluft die Wärmeenergie entzieht und nutzen kann.
  3. #12

    ...

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Wenn man erst ein Tempolimit von 80km/h erreichen würde und dies bei der DTM ...

    Die Geschwindigkeit ist ein nicht unerhebliches Ziel bei einem Fahrzeug. Eine Begrenzung wäre ein Rückschritt.
    Ein geniales Ding wäre ein Aggregat, dass der Umgebungsluft die Wärmeenergie entzieht und nutzen kann.
    Ein Perpetuum Mobile 2. Ordnung. Als Oberlehrer wissen sie natürlich, das das thermodynamisch nicht möglich ist...

    Die DTM hat bereits ein Tempolimit von 80km/h; in der Boxengasse.

    Was das Tempo auf deutschen Autobahnen angeht, so gibt es sowieso nur noch wenige, nicht beschränkte Autobahabschnitte auf den man nach herzenslust angasen dürfte. Da kann an dann auch gleich zu nächstgelegenen Rennstrecke Fahren und es mal richtig krachen lassen.

    Wenn man sich europaweit einmal die tatsächlichen, durchschnittlichen, erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Autobahnen anschaut, stellt man fest, dass diese, unabhängig von existierenden Tempolimits, alle im Bereich von 110km/h - 115km/h liegen.
    Dazu komt, dass die höchste PKW-Durchschnittsmotorisierung in Europa in Schweden zu finden ist; ein Land mit Tempolimit.
    Kein Tempolimit zu haben erhöht also weder die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn, noch fördert es nachhaltig den Absatz leistungsstarker Fahrzeuge.
    Kein Tempolimit zu haben bedeutet lediglich mehr gefühlte Freiheit für den Einzelnen, höheren Kraftstoffverbrauch, eine breitere Spreizung der auf Autobahnen gefahrenen Geschwindigkeiten, höheres Risiko, schwerere Unfälle, sowie mehr Streß für den/die Fahrer und mehr Aggression.

    Ich fahre regelmäßig 2000 -4000km pro Monat auf deutschen Autobahnen. Wenn ich versuche mit höchstmöglicher / zulässiger Geschwindigkeit zu fahren (statt mit gemütlichen 140-160 km/h) , spare ich ~15-20Minuten Fahrzeit pro 600km Strecke, reduziere die Reichweite mit einer Tankfüllung von 850 auf 630km, bin deutlich angespannter, aggressiver und nach erreichen des Zieles deutlich abgespannter.
    Wenn ich wirklich mal Vollgas geben will, gehe ich auf die Kartbahn. Da ist das Fahrerlebnis auch um Längen intensiver...
  4. #13

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Ein Perpetuum Mobile 2. Ordnung. Als Oberlehrer wissen sie natürlich, das das thermodynamisch nicht möglich ist...
    "Lehrer"? Wie, was?

    Ich meine weniger die Thermodynamik als Thermoelektrik. Ich stelle mir eine Halbleiterfolie vor, ähnlich einer Solarzelle. Die Wärmestrahlung der Moleküle bringt die freien Ladungsträger dazu, die Sprungschicht zu überspringen, ggf. unterstützt durch ein elektrostatisches Feld. Der Energieaufwand sollte dazu führen, dass das Material abkühlt, es handelt sich also nicht um ein Perpetuum mobile. Eine Solarzelle gewinnt ihre Energie ja auch nur scheinbar aus dem Nichts.

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Was das Tempo auf deutschen Autobahnen angeht, so gibt es sowieso nur noch wenige, nicht beschränkte Autobahabschnitte auf den man nach herzenslust angasen dürfte.

    Wenn man sich europaweit einmal die tatsächlichen, durchschnittlichen, erreichten Durchschnittsgeschwindigkeiten auf Autobahnen anschaut, stellt man fest, dass diese, unabhängig von existierenden Tempolimits, alle im Bereich von 110km/h - 115km/h liegen.
    Dazu komt, dass die höchste PKW-Durchschnittsmotorisierung in Europa in Schweden zu finden ist; ein Land mit Tempolimit.
    Kein Tempolimit zu haben erhöht also weder die Durchschnittsgeschwindigkeit auf der Autobahn, noch fördert es nachhaltig den Absatz leistungsstarker Fahrzeuge.
    Kein Tempolimit zu haben bedeutet lediglich mehr gefühlte Freiheit für den Einzelnen, höheren Kraftstoffverbrauch, eine breitere Spreizung der auf Autobahnen gefahrenen Geschwindigkeiten, höheres Risiko, schwerere Unfälle, sowie mehr Streß für den/die Fahrer und mehr Aggression.

    Wenn ich wirklich mal Vollgas geben will, gehe ich auf die Kartbahn. Da ist das Fahrerlebnis auch um Längen intensiver...
    Das Argument "man kann ja eh fast nirgendwo mehr fahren" ist irgendwie seltsam. Das ist wie "ich habe sowieso immer weniger Essen im Kühlschrank, da kann ich auch gleich aufhören damit".

    Gibt es auch zahlen, dass es bei Tempolimit weniger Unfälle gibt, oder schlafen die Leute reihenweise ein?

    Ob Kartfahren der Umwelt zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln, man sollte es verbieten. Mangels Servolenkung ist es auch sehr anstrengend schnell zu fahren. Ein Tempolimit ist da viel entspannter, zumal durch eine Angleichung der Geschwindigkeit keine agressiven Überholmanöver mehr stattfinden.
  5. #14

    Tschuldigung

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    "Lehrer"? Wie, was?

    Ich meine weniger die Thermodynamik als Thermoelektrik. Ich stelle mir eine Halbleiterfolie vor, ähnlich einer Solarzelle. Die Wärmestrahlung der Moleküle bringt die freien Ladungsträger dazu, die Sprungschicht zu überspringen, ggf. unterstützt durch ein elektrostatisches Feld. Der Energieaufwand sollte dazu führen, dass das Material abkühlt, es handelt sich also nicht um ein Perpetuum mobile. Eine Solarzelle gewinnt ihre Energie ja auch nur scheinbar aus dem Nichts.
    Tschuldigung Herr Leerer;-)

    Für die Thermoelektrik braucht man aber auch ein Temperaturgefälle. Und je gerigner dieses ausfällt, um so geringer der Ertrag und der Wirkungsgrad.
    Und dieses Tempreaturgefälle kostet; Energie.



    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Das Argument "man kann ja eh fast nirgendwo mehr fahren" ist irgendwie seltsam. Das ist wie "ich habe sowieso immer weniger Essen im Kühlschrank, da kann ich auch gleich aufhören damit".
    Das hinkt jetz aber ganz schön.
    Es sei denn, Sie bauen das Argument um:
    Der Adipöse sagt: "ich habe sowieso immer weniger Essen im Kühlschrank, da kann ich auch gleich anfangen abzunehmen".

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Gibt es auch zahlen, dass es bei Tempolimit weniger Unfälle gibt, oder schlafen die Leute reihenweise ein?
    Da müsste man mal nach Vergleichsstudien zwischen Ländern mit und ohne Tempolimit suchen...

    Zitat von Oberleerer Beitrag anzeigen
    Ob Kartfahren der Umwelt zuträglich ist, wage ich zu bezweifeln, man sollte es verbieten. Mangels Servolenkung ist es auch sehr anstrengend schnell zu fahren. Ein Tempolimit ist da viel entspannter, zumal durch eine Angleichung der Geschwindigkeit keine agressiven Überholmanöver mehr stattfinden.
    Mein Reden.
  6. #15

    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Tschuldigung Herr Leerer;-)
    Nagut, ich will mal noch ein Auge zudrücken.
    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Für die Thermoelektrik braucht man aber auch ein Temperaturgefälle.
    Ja, es handelt sich sozusagen um eine ... äh Vision. Es treibt mich seit langem um, warum die kinetische Energie der Moleküle nicht nutzbar gemacht werden kann.
    In einer Elektronenröhre springen die Elektronen durch die Glühemmision auch von der Kathode und verursachen eine Spannung. Ich kann mir vorstellen, dass man einen ähnlichen Effekt auf mikroskopischer Ebene erreichen kann, ohne diese hohen Temperaturen.
    Ich vermute, dass die einzelnen Moleküle innerhalb einer Materie nicht die gleiche Temperatur haben, sondern permanent Strahlung abgeben und aufnehmen und nur im großen Überblick einheitlich aussehen. Womöglich hat das etwas mit dem thermischen Rauschen zu tun, bin aber kein Physiker. Ich vermute, eine Solarzelle funktioniert ähnlich.
    Eine aufgewickelte Folie würde natürlich deutlich weniger Platz einnehmen als eine Solarzelle :)
    Ein Generator, der aus xxx m³ Luft mit 300K dann Luft mit 250K macht und die Energie in Form von elektrischen Strom abgibt, würde Klimawandel, Energie- und Ölkonzerne umgehend erledigen. Die Welt wird friedlich, die Luft sauber und Flugzeugträger brauchen keinen Atomantrieb mehr ;)
    Zitat von dr.u. Beitrag anzeigen
    Das hinkt jetz aber ganz schön.
    Es sei denn, Sie bauen das Argument um:
    Der Adipöse sagt: "ich habe sowieso immer weniger Essen im Kühlschrank, da kann ich auch gleich anfangen abzunehmen".
    Ich fand nicht, dass es hinkt. Wenn offene Autobahnen selten werden, dann sollte man eben wieder was in den Kühlschrank packen und nicht wieder 100 Jahre zurückspringen.

    Man sollte sich an den Pioniergeist erinnern, wofür Autobahnen dereins gebaut wurden. (entgegen meiner LeHrer in der Schule ging es nicht um Panzer und Deportation, das war für die Schiene) sondern um den lustvollen Automobilverkehr der wenigen Wohlhabenden.

    Ich habe noch eine Vision: billige Flugzeuge, die automatisch starten, fliegen und landen. Bei den Preisen eines Automobils um 60k€ und den Kosten einer Fahrbahn und dem Verbrauch/km z.B. einer Cessna (18l/h bei 180km/h = 10l hörte ich mal?) finde ich nicht, dass dies an den Haaren herbeigezugen ist. Statt Airbag+ESP+Gurt gibt es eben Fallschirme oder für die Reichen einen Schleudersitz.
  7. #16

    ach herrje

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Als Schlagzeuger von Pink Floyd wurde Nick Mason berühmt. Heute sammelt der Brite Oldtimer und nimmt damit an Rennen teil. Mit SPIEGEL ONLINE spricht er über das Auto, von dem er sich niemals trennen würde - und verrät, was seiner Meinung nach schief gelaufen ist in der Automobilgeschichte.

    Pink-Floyd-Schlagzeuger Nick Mason: Wir brauchen das 1-Liter-Auto - SPIEGEL ONLINE

    der Mann hat keine Ahnung von aktueller Akkutechnik...

    Ansonsten sage ich: Downsizing á la Twizy !
  8. #17

    1 Liter ist immer noch 20% von 5 Litern,

    mehr braucht bei angemessener Fahrweise kein aktueller PKW -
    und 1 L ist deshalb bei staendig zunehmender Individualautofahrerquote
    auch bald wieder zuviel.
    Es muss sich prinzipiell was aendern, nicht prozentuell.

    Genausogut koennte ich freilich fordern, es muesse sich etwas an den
    Prinzipien der Evolution aendern.
    Wird nicht geschehen, solange es "Lebewesen" gibt.


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