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Piloten der "Tante Ju": Tuckern über den Wolken

DPAZurück zu Propeller und Handschwengel: Für Piloten kann das ein Sprung auf der Karriereleiter sein. Auf eine Lizenz für die 76 Jahre alte "Tante Ju" bewerben sich 170 Flugkapitäne. Wer den Test schafft, darf sich in ein enges Cockpit quetschen und mit einem Lenkrad aus Holz steuern.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...827230,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop
    Flugingenieur Miguel Bollinger erhöht die Drehzahl auf 16.000. Es dauert einige Minuten, bis die Maschine auf Betriebstemperatur ist.
    ...wenn man die Drehzahl auf 16.000 bringen würde, bräuchte es wohl nur Sekunden bis sich alles zerlegt. Hätte man aber auch am Sound schon ahnen können, dass dieser Wert da nicht passt, ne Ducati klingt einfach anders als ne JU52
  2. #2

    Zitat von we.er Beitrag anzeigen
    ...wenn man die Drehzahl auf 16.000 bringen würde, bräuchte es wohl nur Sekunden bis sich alles zerlegt. Hätte man aber auch am Sound schon ahnen können, dass dieser Wert da nicht passt, ne Ducati klingt einfach anders als ne JU52
    Hmm, vielleicht Drehzahl der Propeller? Die laufen ja nicht mit der gleichen Drehzahl wie der Motor, oder? Muss ja einen Grund haben, warum die Teile lockere 550 PS oder so mitbringen...
  3. #3

    Wann?

    Sie wird bis zu 250 Stundenkilometer schnell und kann...
    Wann lernen auch Journalisten den Unterschied zwischen km/h und Stundenkilometer. Tipp: bei 200 "Stundenkilometer" wird man in der 50er-Zone nicht geblitzt, wohl aber bei 200 km/h. Weshalb? Wenn man in 200 Stunden eine Kilometer schafft.........
  4. #4

    Nein, da hat man sich ganz einfach um..

    Zitat von TribbleOO Beitrag anzeigen
    Hmm, vielleicht Drehzahl der Propeller? Die laufen ja nicht mit der gleichen Drehzahl wie der Motor, oder? Muss ja einen Grund haben, warum die Teile lockere 550 PS oder so mitbringen...
    eine Zehnerpotenz vertan. Richtig ist: 1.600 Umdrehungen/Minute. Technisches Verständnis darf man bei einem SPON Redakteur nicht erwarten!
  5. #5

    Nachtrag zu meinem Statement,..

    Zitat von TribbleOO Beitrag anzeigen
    Hmm, vielleicht Drehzahl der Propeller? Die laufen ja nicht mit der gleichen Drehzahl wie der Motor, oder? Muss ja einen Grund haben, warum die Teile lockere 550 PS oder so mitbringen...
    ... welches die SPON Readkteure geflissentlich unterdrückt haben:
    Bei 16.000 Umdrehungen pro Minute würden sich die Propellerspitzen mit 8-fache Schallgeschwindigkeit bewegen, wenn wir annehmen, dass die 3,33 Meter der Durchmesser des Propellerkreises ist.

    Abgesehen von dem ungeheuerlichen Lärm, welche die Propeller erzeugten, würden sowohl Fliehkräfte als auch Vibrationen die Propeller in Sekundenbruchteilen zerlegen.

    Bei 1.600 Umdrehungen/Minute liegen wir unter der Schageschwindigkeit bei ca. 280 m/Sekunde an den Propellerspitzen.
  6. #6

    Zitat von TribbleOO Beitrag anzeigen
    Hmm, vielleicht Drehzahl der Propeller? Die laufen ja nicht mit der gleichen Drehzahl wie der Motor, oder? Muss ja einen Grund haben, warum die Teile lockere 550 PS oder so mitbringen...
    ...die BMW 132 Motoren, ein Lizenzbau von Pratt & Whitney, (9 Zylinder-Sternmotor, Hubraum 27,7 Liter !) hatten eine Startleistung von 525 PS bei 1900 U/min. Es gibt auch Propellerflugzeuge bei denen ein UNTERsetzungsgetrieb verwendet wird um die Drehzal zu reduzieren. Das Limit wird durch den Propellerdurchmesser vorgegeben, da die Blattspitzen nicht in den Überschallbereich drehen dürfen.
  7. #7

    Sprachgefühl

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    Wann lernen auch Journalisten den Unterschied zwischen km/h und Stundenkilometer. Tipp: bei 200 "Stundenkilometer" wird man in der 50er-Zone nicht geblitzt, wohl aber bei 200 km/h. Weshalb? Wenn man in 200 Stunden eine Kilometer schafft.........
    Nach meinem Sprachgefühl ist der Begriff <i>Stundenkilometer</i> nicht nur richtig, sondern darüber hinaus auch noch recht anschaulich: "Stunden" ist ein Attribut zu "Kilometer", also Kilometer, welche in einer Stunde zurückgelegt werden.

    km/h ist eine physikalische Größenangabe, welche zwar den Sachverhalt, nämlich die Geschwindigkeit, genau bezeichnet, aber in einem ordentlichen Prosatext etwas fehl am Platze wirkt.
  8. #8

    Anmerkungen

    Als die Lufthansa-JU erworben wurde, hat die LH noch EHRLICH argumentiert.
    Die (zeitweise) "Iron Anne" genannte Maschine ist urspünglich ein spanischer Nachbau aus der Nachkriegszeit. Spanien hatte ja nach Kriegsende sehr viele Teile für komplette Flugzeuge aus Deutschland erworben und neben der JU 52 auch die ME 109 nachgebaut. Dass die hier angesprochene Maschine NICHT aus Dessau kam, wurde zu Anfang auch nicht verschwiegen.

    Immerhin war die ursprünglich in den USA für (in Relation zum Zustand) ein Schweinegeld erworbene Maschine noch weitestgehend JUNKERS. Das kann man von der derzeitigen D-AQUI mit gutem Gewissen schon lange nicht mehr sagen. Damit meine ich nicht die nach heutigem Verständnis nun mal notwendigen Sicherheitseinrichtungen im Cockpit; über so etwas kann man nicht diskutieren.

    Es ist auch nicht zu beanstanden, dass die Maschine total zerlegt worden war und dann mit Hilfe auch ganz junger Techniker mit prima Ideen restauriert wurde. Denn kein Mensch wusste, wie man JU-Wellblech herstellt und die Legierungen für die JU 52 gibts heute nicht mehr. Da haben sich einige Lehrlinge in der LH-Werkstatt mit wirklich zunächst irr erscheinenden Einfällen einen Namen gemacht - Glückwunsch an die damaligen Stifte!

    Soweit, so gut. Dann wirds aber schon kriminell. Die D-AQUI trägt eine Werknummer, die auf Dessau in der Vorkriegszeit hinweist. Frage: Wo kommt die plötzlich her, nachdem es beim Kauf ausdrücklich hieß, es handle sich um eine spanische Maschine?!

    Eine "echte" JU 52 hatte im Regelfall die BWM-Motoren, eine P&W-Lizenz; mit diesen ORIGINAL-Motoren fliegen die JUs der schweizer JU-AIR und diese Motoren werden auch immer noch von ausgesuchten Leuten bei BMW gewartet. Die PS-Angaben schwanken übrigens genauso wie die Angaben zur Höchstgeschwindigkeit ganz erheblich - dies nur am Rande vermerkt.

    Die D-AQUI hat definitiv KEINE BMW-Motoren, sondern P&W-Motoren. Auch hatte eine "Standard-JU" niemals verstellbare Dreiblatt-Propeller und die normalen Zweiblatt-Propeller waren auch nicht verstellbar.
    Schließlich und endlich ist eine ORINAL-JU (Schweiz !) ganz erheblich lauter als diese Pseudo-JU der LH.

    Tipp: Auch die Schweizer fliegen gelegentlich in Deutschland. Da empfiehlt es sich allerdings, einen guten Gehörschutz mitzunehmen. OHROPAX nutzt da nix! Die Preise sind vergleichbar (und leider recht teuer).

    Schönen Tag und guten Flug und Hals- und Beinbruch!

    P.S.: Und der LH vielleicht ein bisserl mehr Ehrlichkeit!
  9. #9

    Zitat von Holledauer Beitrag anzeigen
    [...] Abgesehen von dem ungeheuerlichen Lärm, welche die Propeller erzeugten, würden sowohl Fliehkräfte als auch Vibrationen die Propeller in Sekundenbruchteilen zerlegen [...]
    Nu, beim Bell UH-1-Chopper hat man ja auch nicht so viel Rücksicht genommen, darum ist die "Huey" so entsetzlich laut!

    Die D-AQUI (eigentlich D-CDLH) hat übrigens keine BMW-Motoren sondern Pratt & Whitney R-1690 "Hornets"; mich stören auch ein Wenig die Dreiblattpropeller, das ist bei der schweizer "Ju-Air" originaler:

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...u_52_3m_01.jpg

    Deren Jus haben auch die echten BMW-132-Motoren ...


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