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Piloten der "Tante Ju": Tuckern über den Wolken

DPAZurück zu Propeller und Handschwengel: Für Piloten kann das ein Sprung auf der Karriereleiter sein. Auf eine Lizenz für die 76 Jahre alte "Tante Ju" bewerben sich 170 Flugkapitäne. Wer den Test schafft, darf sich in ein enges Cockpit quetschen und mit einem Lenkrad aus Holz steuern.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...827230,00.html
  1. #10

    Zitat von we.er Beitrag anzeigen
    ...wenn man die Drehzahl auf 16.000 bringen würde, bräuchte es wohl nur Sekunden bis sich alles zerlegt. Hätte man aber auch am Sound schon ahnen können, dass dieser Wert da nicht passt, ne Ducati klingt einfach anders als ne JU52
    ...und wenn Du eine (normale) Ducati auf 16.000U/min bringst, fliegt die ebenso auseinander...
    Das schafft selbst eine Desmosedici nur in der heißesten Rennversion.

    Das sind Drehzahlen, die mit Straßenzulassung höchstens 600er Vierzylinder erreichen (z.B. Yamaha R6)...
  2. #11

    "Tuckern über den Wolken" - Von wegen!

    Ich komme hier im Voralpenland mehrmals im Jahr in den Genuss eine "Tante Ju" über mir fliegen zu hören:
    Von wegen "tuckern"!
    Es ist ein sehr tiefes, sonores Brummen und Dröhnen der nicht allzu hoch fliegenden Maschinen.
    Im Gegensatz zu vielen anderen nervigen Fluggeräten hat der Sound fast eine beruhigende Wirkung!
  3. #12

    Richtig

    Zitat von stefan p Beitrag anzeigen
    ...die BMW 132 Motoren, ein Lizenzbau von Pratt & Whitney, (9 Zylinder-Sternmotor, Hubraum 27,7 Liter !) hatten eine Startleistung von 525 PS bei 1900 U/min. Es gibt auch Propellerflugzeuge bei denen ein UNTERsetzungsgetrieb verwendet wird um die Drehzal zu reduzieren. Das Limit wird durch den Propellerdurchmesser vorgegeben, da die Blattspitzen nicht in den Überschallbereich drehen dürfen.
    Deshalb ist der Geschwindigkeitrekord der Messerschmitt Me 109 auch nie gebrochen worden. Aber wer weiß das schon. Vektorrechnung: umlaufgeschwindigkeit + Vorwärtsgeschwindigkeit= Geschwindigkeit an den Luftschraubenaußenbereichen!
    Kauri
  4. #13

    Zitat von Micha_R3 Beitrag anzeigen
    Ich komme hier im Voralpenland mehrmals im Jahr in den Genuss eine "Tante Ju" über mir fliegen zu hören:
    Von wegen "tuckern"!
    Es ist ein sehr tiefes, sonores Brummen und Dröhnen der nicht allzu hoch fliegenden Maschinen.
    Im Gegensatz zu vielen anderen nervigen Fluggeräten hat der Sound fast eine beruhigende Wirkung!

    Es ist auch ein sehr beruhigendes Fliegen :))
    Ich bin schon mehrmals hier von MUC aus mitgeflogen, es gibt kürzere und längere Rundflüge. Man hat einen wunderbaren Ausblick, und zwar fast bei jedem Wetter weil man ja unter der Wolkendecke bleibt. Und das Gefühl ist einmalig! Beim ersten mal hatte ich etwas Angst da "druchgeschaukelt" zu werden, aber die JU liegt erstaunlich ruhig in der Luft.
  5. #14

    Zitat von TribbleOO Beitrag anzeigen
    Hmm, vielleicht Drehzahl der Propeller? Die laufen ja nicht mit der gleichen Drehzahl wie der Motor, oder? Muss ja einen Grund haben, warum die Teile lockere 550 PS oder so mitbringen...
    Wie sollen die das machen? Ohne Getriebe/Uebersetzung?
    1600, das ist bei nem Drehzahlmesser, der mit
    0-25
    RPMx100
    beschriftet ist, durchaus annehmbar.
    Zur verdeutlichung:
    http://www.westermann.li/c7c5c443b0b...mw_ju52_cp.jpg
  6. #15

    Technikignoranz!

    Zitat von Rubeanus Beitrag anzeigen
    Nach meinem Sprachgefühl ist der Begriff <i>Stundenkilometer</i> nicht nur richtig, sondern darüber hinaus auch noch recht anschaulich: "Stunden" ist ein Attribut zu "Kilometer", also Kilometer, welche in einer Stunde zurückgelegt werden.

    km/h ist eine physikalische Größenangabe, welche zwar den Sachverhalt, nämlich die Geschwindigkeit, genau bezeichnet, aber in einem ordentlichen Prosatext etwas fehl am Platze wirkt.
    Wenn man die Physik umgehen will, kommt man offensichtlich auf die abenteuerlichsten Erklärungsversuche. Auch in einem Prosatext kann man "Kilometer in der Stunde" sagen, ohne exakte physikalische Maßeinheiten zu verwenden. "Stundenkilometer" zeugt schlicht und ergreifend von Ignoranz, die hier auch noch zementiert werden soll. Aber von Physik und Technik nimmt man in dieser Gesellschaft ja mittlerweile üblicherweise gern die Einahmen und Vorteile, will aber direkt damit nix zu tun haben, weil "böse".
  7. #16

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Deshalb ist der Geschwindigkeitrekord der Messerschmitt Me 109 auch nie gebrochen worden. Aber wer weiß das schon. Vektorrechnung: umlaufgeschwindigkeit + Vorwärtsgeschwindigkeit= Geschwindigkeit an den Luftschraubenaußenbereichen!
    Kauri
    Einer der hartnäckigsten Mythen oder Missverständnisse: die Bezeichnung Me 109 hat es nie gegeben.
    Bf 109 lautet es korrekt.
  8. #17

    Zitat von Kudi Beitrag anzeigen
    Wann lernen auch Journalisten den Unterschied zwischen km/h und Stundenkilometer. Tipp: bei 200 "Stundenkilometer" wird man in der 50er-Zone nicht geblitzt, wohl aber bei 200 km/h. Weshalb? Wenn man in 200 Stunden eine Kilometer schafft.........
    Da liegen Sie falsch mit Ihrem Vorwurf.

    Stundenkilometer ist sprachlich und sachlich richtig, sind es doch die Kilometer, die während einer Stunde zurückgelegt werden, also km/h. Was Sie als "Stundenkilometer" deuten wären sprachlich "Kilometerstunden", also h/km.

    Vielleicht mal ein Beispiel dazu: Wenn man bei der Apfelernte die Ernteleistung eines Pflückers messen wollte, könnte man Apfelkörbe pro Stunde zählen. Zu einem Wort zusammengezogen würde das dann "Stundenapfelkörbe" ergeben. Wohingegen die Zeit zur Befüllung eines Apfelkorbes in "Apfelkorbstunden" gemessen wird.
  9. #18

    Zitat von mauimeyer Beitrag anzeigen
    Deshalb ist der Geschwindigkeitrekord der Messerschmitt Me 109 auch nie gebrochen worden.

    Den Geschwindigkeitsweltrekord für ein Propellerflugzeug mit Kolbenmotoer hält übrigens eine speziell gebaute F8F-Bearcat mit 850 km/h, geflogen Ende der 80er.
  10. #19

    Schön

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Zurück zu Propeller und Handschwengel: Für Piloten kann das ein Sprung auf der Karriereleiter sein. Auf eine Lizenz für die 76 Jahre alte "Tante Ju" bewerben sich 170 Flugkapitäne. Wer den Test schafft, darf sich in ein enges Cockpit quetschen und mit einem Lenkrad aus Holz steuern.

    Piloten*der*"Tante Ju": Tuckern über den Wolken - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - KarriereSPIEGEL
    von der guten Tante Ju zu hören. Ich bin immer begeistert von ihr. Nun, das liegt sicher daran, dass wir in der gleichen Stadt geboren sind. Mein Vater hat noch bei Junckers gearbeitet und wir wohnten in eine der Siedlungen. Die übrigens eine der wenigen waren, die den Krieg überstanden haben.
    Nach der Wiedervereinigung wollte wer die Siedlung abreißen. Aber zum Glück wurde alles umgebaut und ist heute das "Handwerkerviertel".
    Nun lebe ich schon sehr lange ganz woanders, war aber froh, als ich nach der Wende in die Heimat reisen konnte - und dort im Museum die Tante Ju vorfand. Aber sie ist ja auch hier im Westen in vielen Museen.


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