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Pille danach: Frauenärzte blockieren Freigabe ohne Rezept

CorbisIn 28 europäischen Staaten gibt es die "Pille danach" ohne Rezept. Direkt beim Apotheker. Deutschland dagegen bleibt weiter die Ausnahme. Der Antrag auf Liberalisierung durch die Gesundheitsbehörde Bremen scheitert. Jetzt geht der Streit erst richtig los.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...824585,00.html
  1. #50

    welcher Verstoß

    Zitat von lensenpensen Beitrag anzeigen
    Und die Sache mit dem Zoll: Ich kann nicht verstehen was hier frech sein sollte? Schließlich wird damit gegen das Arznei- und Betäubungsmittelgesetz verstoßen.
    Gegen das BTMG wird ganz bestimmt nicht verstoßen, und gegen das Arzneimittelgesetz verstößt in erster Linie der Verkäufer.
    Mein Vater ist Apotheker und ich hatte über ihn schon immer weitgehend ungehinderten Zugang zu Arzneimitteln wenn nötig. Bei vielen Produkten ist die Verschreibungspflicht einfach ungerechtfertigt, was soll sie z.B. bei Salbe mit Cortison (haben wir immer im Haus gehabt).
    Es ist einfach eine Bevormundung, die nicht sein sollte, schon gar nicht wenn sich jemand die Mühe macht, extra im Ausland zu bestellen.
  2. #51

    Zitat von renee gelduin Beitrag anzeigen
    Alternativ gehen Sie einfach drei mal zum Arzt und anschließend zur Apotheke.
    Wobei da wohl eher schon wieder Faulheit eintritt, und "Frau" lässt´s drauf ankommen...


    Gegen Willen zum Missbrauch hilft auch kein Rezept.
    Und wer sich beraten lassen möchte, was ja zu begrüßen ist, der kann trotzdem zum Arzt gehen, bzw. die Apotheker kennen sich auchs ehr gut aus.
    Es geht darum, dass nicht jeder immer wieder zum Arztgang genötigt wird. Das kostet neben geld auch jede Menge Zeit.
    Gegen höhere Todeszahlen habe ich nichts. Wer sich vergiftet hat Pech gehabt (im Sinne von Unglück) oder war schlicht zu doof.
    Ich hoffe mal, dass sie keine 16-jährige Tochter haben, die zu blöd ist !
  3. #52

    Dann hätte ich aber gerne auch Lorazepam und Tramadol rezeptfrei. Es ist erheblicher Aufwand an das Zeug ohne Arzt ranzukommen. Man wird behandelt wie ein Verbrecher.
    Wenn postkoitalen Empfängnisverhütungsmittel in F zum Erste Hilfe Set gehören wird es langsam dämlich bis pervers. Hier bekommt man nichtmal ein potenteres Schmerzmittel ohne beim Arzt regelrecht zu betteln.
  4. #53

    Sinnlose Untersuchungen

    Zitat von melanie987 Beitrag anzeigen
    Ich kenne in meinem Bekanntenkreis auch keine Frau und kein Mädchen, denen der Azt die normale Pille wegen gesundheitlichen Bedenken nicht verschrieben hätte.
    Die WHO und die amerikanische Vereinigung der Frauenärzte haben auch bereits festgestellt, dass eine gynäköologische Untersuchung vor Verschreibung der Pille sinnlos ist, denn der Erkenntnisgewinn durch Untersuchung der Geschlechtsorgane ist gleich null. Die einzige Kontraindikation in diesem Bereicht wäre eine schon bestehende Schwangerschaft, und die kann am Besten durch Urintest festgestellt werden, lange bevor ein Arzt etwas ertasten kann.
    Die ganze "Vorsorgerei" (bis zu zweimal im Jahr, bei null Beschwerden!) bei deutschen Frauenärzten ist langsam nur noch durch einen nationalen Fetisch zu erklären.
  5. #54

    Zitat von Benjowi Beitrag anzeigen
    Tja, willkommen im Land des uferlosen Lobbyismus und der Mövenpickpartei. Sachlich gibt es zu so einem Schwachsinn leider kaum noch etwas zu sagen! Ein weiterer Grund für die weitverbreitete "Politikverdrossenheit" und den kometenhaften Aufstieg einer "Piratenpartei"!
    Jaja die Piraten. Lieber gar kein Programm, oder ? Finde ich schon lustig, dass die Pille danach etwas mit der Politikverdrossenheit zun tun hat.
  6. #55

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Glaube ich nicht. Wenn mir der Zahnarzt nach der Zahnextraktion eine Packung 800er Ibuprofen verschreibt und ich zu Hause 4 Stueck auf einmal nehme und dann mit Leberversagen im Krankenhaus lande kann doch der Zahnarzt nichts dafuer. Der Apotheker schon gar nicht.
    Wenn ein Arzt ein Rezept korrekt ausstellt, muss eine entsprechende Dosierung vermerkt sein! Der Apotheker / PTA sollte ebenfalls nochmals auf die richtige Einnahme hinweisen.
    Mir ist durchaus bewußt, dass beides nicht immer gegeben ist. Dafür gibt es dann noch den Beipackzettel. Wenn Sie sich aber nicht an enstprechende Maßgaben halten, und so z.B. die bei einem gesunden Erwachsenen die empfohlene Maximaldosis von 2.4g/24h überschreiten, ist das nicht das Problem der Praxis oder der Apotheke.
    Wenn auf dem Rezept aber 4 x 800mg Ibuprofen stehen, hat der Arzt und der Apotheker sehr wohl ein Problem.
  7. #56

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Glaube ich nicht. Wenn mir der Zahnarzt nach der Zahnextraktion eine Packung 800er Ibuprofen verschreibt und ich zu Hause 4 Stueck auf einmal nehme und dann mit Leberversagen im Krankenhaus lande kann doch der Zahnarzt nichts dafuer. Der Apotheker schon gar nicht.
    Vielleicht landen Sie eher mit Nierenversagen im Krankenhaus und einer akuten Magen-Darm-Blutung, aber es ist egal was Sie glauben. Hat Sie der Arzt falsch aufgeklärt, haftet er.
    Wenn sie gerne mit Leberversagen im Krankenhaus landen wollen, dann holen Sie sich eine Packung mit 10 Paracetamol und schlucken die. Das kann sogar schon reichen.
  8. #57

    Zitat von md78 Beitrag anzeigen
    Wenn ein Arzt ein Rezept korrekt ausstellt, muss eine entsprechende Dosierung vermerkt sein!
    Natuerlich! Aber keiner kanns ueberwachen.

    Wenn auf dem Rezept aber 4 x 800mg Ibuprofen stehen, hat der Arzt und der Apotheker sehr wohl ein Problem.
    Selbstredend. Der Beitrag auf den ich mich bezogen habe las sich aber so, als waere der Arzt fuer jegliche, auch die absichtliche und wissentliche Ueberdosierung verantwortlich.
  9. #58

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Natuerlich! Aber keiner kanns ueberwachen.
    Ein Rezept ist ein Dokument und wird zumindest als Kassenrezept nach dem Einlösen digital in einer zentralen Einrichtung archiviert. Dadurch könnte man zumindest beim roten Rezept die richtige und vollständige Dosierungsangabe nachvollziehen. Privatrezepte sind da schon schwieriger aber Ärzte haben eine Dokumentationspflicht und müssen ihre Behandlung festhalten. Ohne ordentliche Dokumentation hat man im Fall eines Schadens als Arzt ein großes Problem.
    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Natuerlich! Aber keiner kanns ueberwachen.
    Selbstredend. Der Beitrag auf den ich mich bezogen habe las sich aber so, als waere der Arzt fuer jegliche, auch die absichtliche und wissentliche Ueberdosierung verantwortlich.[/QUOTE]
    Wenn sich der Patient natürlich nicht an die Vorgaben hält, kann weder Apotheke noch Arzt etwas dafür.

    mfg aus MD
  10. #59

    Zitat von dale_gribble Beitrag anzeigen
    Funktioniert in vielen Laendern 1a.


    Ja das funktioniert sogar so toll, dass andere Länder im Vergleich zu Deutschland extreme Resistenzraten bestimmer Erreger haben. Grund? Freiverkäufliche Antibiotika.
    Das ist nur _ein_ Beispiel........
    Den Vorschlag die Rezeptpflichtig abzuschaffen kann niemand, mit gesundem Menschenverstand, ernst meinen.








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