Der Schmiergeldskandal ist Teil seines Lebenswerk.der Schmiergeldskandal überschattet sein Lebenswerk.
Es begann mit einem Nacktbad im Swimmingpool - und endete mit Umzugskisten in einer Garage: Heinrich von Pierer legt eine Autobiographie über seine Karriere bei Siemens vor. Der frühere Top-Manager kämpft um*seinen Ruf, der Schmiergeldskandal überschattet sein Lebenswerk.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...739646,00.html
Der Schmiergeldskandal ist Teil seines Lebenswerk.der Schmiergeldskandal überschattet sein Lebenswerk.
HvP ist ein guter Mann.Er hat den Konzern in schwieriger Zeit geleitet.Bei seinen Mitarbeitern war er sehr beliebt.Den Konzern hat es bilanztechnisch gut gesteuert.Auch die Aktionäre konnten sich nicht beklagen.
Er hatte in sofern Pech,als dass die Bestechung ab 2001 hätte anders gehandhabt werden müssen,weil die Gesetzteslage sich geändert hat und zudem er einen Nachfolger hat,der es noch besser und geschickter kann.
Man sollte ihm mehr Ehre zuteil werden lassen.
Sehe ich anders. Bei fast jedem Unternehmer wird man diese Argumentationsbasis finden, auch wenn dieser jede menge Dreck am stecken hatte. Daher ist diese Forderung nicht begründet. Was passiert denn mit jemanden, der 60 Jahre lang ein gutes, straffreies und moralisch anständiges Leben geführt hat und dann mit 60 jemanden wegen Geldsorgen umbringt? Der ist und bleibt ein Mörder. Was davor war spielt dann oft keine Rolle. Er war zu dem Zeitpunkt des Morders nicht der Mensch der davor 60 Jahre gut gelebt hat. Wirtschaftsfunktionäre werden wegen jedem Mist hochgelobt, ob dieser der Allgemeinheit nützt oder nicht. Daher dürfen diese Herren bei Straftaten auch schön tief fallen.
Sie vergleichen einen Vorstand der etwas über Schmiergeldzahlungen hätte wissen sollen mit einem Mörder?
Falls Siemens nun plötzlich aufgehört haben sollte, Schmiergelder zu zahlen, dann freuen sich die Konkurenten über quasi geschenkte Aufträge. Oder glaubt wirklich jemand, dass in Ländern wie Brasilien, Mexico, Argentinien oder in ganz Afrika irgendetwas ohne Schmiergeld läuft.
Es gibt ja noch den Edzard Reuter, den oldtimer von Daimler. Der hat auch ein Buch geschrieben, worin er darlegt, dass er halt doch Recht gehabt hat. Diese Juristen, selbst wenn sie wie Reuter mal ein Semester Mathematik studiert haben, wollen halt immer Recht haben. Wer kauft eigentlich diese Bücher?
Von Pierers "Lebenswerk" hätte schnell bei einer Heuschrecke (oder General Electric) landen können, wenn der Cromme nicht zu guter Letzt mit Brachialgewalt durchgegriffen hätte.
Dass jemand wie von Pierer eine Autobiographie schreiben muss, kann ich angesichts dessen verquastem Ego ja noch verstehen. Aber wenn jemand dieses "Werk" kaufen würde ..., nee, das könnte ich nicht verstehen.
In USA geht General Electric zum Präsidenten und läßt sich bei einem Geschäft die Genehmigung für Bestechung geben, da dies im "Interesse des Landes" ist. Nur die Deutschen sind mal wieder zerknirscht und offenbar die einzig Blöden. In nahezu keinem Land dieser Erde werden große Geschäfte ohne "nützliche Aufwendungen" gemacht. Was Cromme und Löscher bieten, mag im Sinne des Konzerns sein, ist aber nicht anderes als Heuchelei!
In der Schmiergeldaffaire ahnungslos!
Bei den Geschäften mit zwei mörderischen Regierungen wie die in China u. Iran auch?
Wenig glaubhaft. Er wird mit diesem Makel weiterleben müssen. Gut nur, daß er nicht weiter im Kanzleramt für Beratungen Termine wahrnimmt. Diese Aufgabe übernimmt nun Ackermann.
Und Ethik ist ein Fremdwort.