DPAWenn die Dax-Chefs vor ihren Aktionären auftreten, dann reden sie meist über alle Köpfe hinweg. Eine Studie zeigt: Die Ansprachen wimmeln von Phrasen und Fachbegriffen. Linde-Boss Reitzle könnte auch gleich aus einer Doktorarbeit vorlesen - oder sich Telekom-Chef Obermann zum Vorbild nehmen.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...837754,00.html
Trotz allen Geschwätzes wird der Herr Reitzle sicherlich einiges auf dem Kasten haben, da kann man von ausgehen. Es gab meines Wissens nach bis heute niemanden, und da wird sich durch die Umstellung auf BA/Master wohl auch nichts mehr dran ändern, der jünger war, als er seinen Dipl.-Ing bekommen hat.
Passend übrigens, dass der deutlichste Sprecher, Rene Obermann, keinen Hochschulabschluss hat. Scheint doch wohl eine Korrelation zwischen der Dauer der Universitätskarriere und dem "bullshitting" zu geben!
Wenn diese Herrschaften Klartext reden würden, könnte man ja zu leicht merken, dass nichts dahintersteckt.
gab es da nicht mal eine Studie, die besagte, dass die meisten Manager die von ihnen verwendeten Fachbegriffe selbst nicht richtig erklären können? Klingt mit viel Fach-Chinesisch sicher interessanter - aber was sie da eigentlich meinen, sollen sie oft selbst nicht wissen...
siehe da: http://de.wikiquote.org/wiki/Alan_Greenspan
"Seit ich Notenbanker geworden bin, habe ich gelernt, in großer Zusammenhanglosigkeit zu murmeln. Wenn ich Ihnen über Gebühr klar erscheine, müssen Sie falsch verstanden haben, was ich gesagt habe." - 1987 vor dem US-Kongreß, The San Francisco Chronicle, 9. Juni 1995, zitiert nach wordspy.com
(Original engl.: "Since I've become a central banker, I've learned to mumble with great incoherence. If I seem unduly clear to you, you must have misunderstood what I said.")
Wer es weiß, weiß auch, dass die Reden nicht von den Redner, sondern von dritten unbekannten geschrieben werden, wundert sich auch nicht...
Es wird über die Köpfe hinweg geredet um den Zuhörenden seine Überlegenheit zu zeigen. Diese Menschen haben es verlernt mit dem Menschen in klaren und verständlichen Worten zu reden. Ein sehr gut ausgebildeter Hochschulabsolvent braucht diese nichts sagenden Fachworte nicht benutzen - er spricht Frei und ohne Hemmnisse. Die Verständigungslosen verstecken sich hinter diesen Fachphrasen. Ein Zeichen, dass der Mitarbeiter ihm Egal ist.
manchmal ist aber leider auch das publikum zu doof. nicht alles läßt sich nunmal in einfache sätze fassen, auch wenn es diverse politiker damit gerne in talkshows versuchen. andererseits können leute die trittin , gabriel und co- komplizierte sachverhalte gar nicht vestehen, darum brauchen sie auch keine komplizierten sätze sondern machen weiter mit ihren schlichten parolen.
... aus einer Doktorarbeit vorlesen ..." ? Ich fürchte, da herrschen falsche Vorstellungen von Wissenschaft. Mit so einer phrasengedroschenen "Doktorarbeit" würde er wohl wenig Anklang finden. Ein kluger Wissenschaftler hat mal gesagt: "In einem Fach ist umsomehr Wissenschaft, je weniger Fachausdrücke benötigt werden".