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Philosophie-Studenten: So retten wir die Welt

Sven PaustianLiebe Philosophen, bis auf wenige poppige Vertreter eures Fachs grübelt ihr so still vor euch hin. Das ändern wir jetzt mal: Fünf junge Denker antworten auf fünf ewige Fragen. Sie erklären das Böse im Menschen und den Glauben an die Liebe.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...830704,00.html
  1. #1

    zumal sich alle

    GOTT kann man nicht argumentativ beweisen - falsche Herangehensweise. aber wenn man immer mehr nach Innen geht, kann man über die Seele zur Erfahrung des Absoluten kommen. Soviele aus allen Religionen haben dies erfahren - es wäre töricht, das zu leugnen. Seit über 10 000 Jahren glaubt die Menschheit daran - haben sie alle voll falsch gelegen ??
  2. #2

    Wie man an der regen Anteilnahme sieht, ist das Thema wohl nicht recht interessant. Die Antworten der teilnehmenden Personen lassen den Schluss zu, mit ein bisschen Nachdenken kommt man da wohl auch selber drauf. Viel interessanter wäre es für mich z. B. gewesen wenn die Probanten mal etwas dazu gesagt hätten, welche ihre Aussagen in welcher Form von ihrem Studium beeinflusst waren. Ähnliche Antworten hätte ich wohl von allen halbwegs gebildeten und intelligenten Menschen bekommen. Wo da jetzt die Philosophie reinspielt kann ich nicht erkennen. Da bin ich mit Herrn Precht doch recht zufrieden, der ist wenigstens unterhaltsam und im Gegensatz zu den meisten Politikern, kann ich den Äusserungen von Herrn Precht noch etwas abgewinnen, weil sie sich nicht gar so nach Worthülsen anhören.

    Übrigens finde ich in den Entgegnungen der "Weltretter" nichts was sich irgendwie bedeutsamer als Herr Precht anhört, bzw nicht nach Phrasendrescherei klingt. Antworten die etwas weiter bringen waren das jetzt nicht wirklich, eher Allgemeinplätze.
  3. #3

    Zitat von harte2 Beitrag anzeigen
    GOTT kann man nicht argumentativ beweisen - falsche Herangehensweise. aber wenn man immer mehr nach Innen geht, kann man über die Seele zur Erfahrung des Absoluten kommen. Soviele aus allen Religionen haben dies erfahren - es wäre töricht, das zu leugnen. Seit über 10 000 Jahren glaubt die Menschheit daran - haben sie alle voll falsch gelegen ??
    Da könnte man jetzt wohl trefflich drüber diskutieren oder auch streiten, nur würde das was bringen? So sehr ich nach innen höre, ich bekomme da weder was von Seele noch von Gott mit. Wollen sie wirklich die Masse oder die Zeit da anführen? Das soll das einzige Argument sein? Ich bin der Meinung, wenn man an Gott glaubt ist das in Ordnung, wenn nicht dann auch. Es ist, meiner Meinung nach, individuell woran man glaubt oder nicht.
  4. #4

    Ja, Sie haben sich geirrt.

    Zitat von harte2 Beitrag anzeigen
    GOTT kann man nicht argumentativ beweisen - falsche Herangehensweise. aber wenn man immer mehr nach Innen geht, kann man über die Seele zur Erfahrung des Absoluten kommen. Soviele aus allen Religionen haben dies erfahren - es wäre töricht, das zu leugnen. Seit über 10 000 Jahren glaubt die Menschheit daran - haben sie alle voll falsch gelegen ??
    Offensichtlich haben sich die Menschen in ihrem Gottesglauben in den letzten Jahrtausenden geirrt. Entweder alle oder alle Gläubigen außer einer Gruppe. Ich frage mich eh, weshalb man heute nicht mehr an Zeus & co. glaubt. Alles was gegen Zeus, Poseidon, Mars & Twix spricht, spricht auch gegen die aktuellen Gottheiten.

    Natürlich ist die argumentative Herangehensweise die falsche aus Sicht der Gläubigen. Es kommt hierbei schließlich das falsche Ergebnis raus. Was nicht (nicht) sein soll, darf nicht sein.
  5. #5

    Gott, der alte Schurke

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Lea:
    Es ist schrecklich anmaßend,
    Aussagen über Dinge zu machen,
    die jenseits unserer Vorstellung liegen.
    Persönlich kann ich es jedoch nur schwer nachvollziehen,
    wie man angesichts der Übel der Welt
    an einen allmächtigen, allgütigen Schöpfer
    glauben kann.

    Die Frage ist doch nicht, ob es einen
    "allmächtigen, allgütigen Schöpfer" gäbe,
    sondern ob wir nicht dringend
    einen solchen bräuchten!

    Wie sonst wäre dem "Übel dieser Welt"
    beizukommen?!

    Es ist ein Leichtes,
    die Existenz eines Gottes zu negieren,
    schwerer dagegen ist es,
    die Verantwortung für das Übel diese Welt
    selbst zu übernehmen.
  6. #6

    Gott

    Die Antworten der Studenten zu der Frage nach der Existenz Gottes wundern mich. Phillip's Antwort war noch die differenzierteste. Es ist ja DIE Grundfrage der Philosophie von St. Anselm über Descartes und Spinoza, Kant und der Stringtheorie in der Kosmologie. Die jüngten Entdeckungen in der Physik und Astronomie legen den Schluss einer Existenz, eines "metaphysischen" (im wörtlichen Sinne des Wortes) "Etwases" , nennen wir es eine "Entität", die das Universum "entworfen" hat durchaus nahe.
  7. #7

    na ja

    Es ist gar nicht so einfach, eine philosophische Frage zu stellen. Bis auf die Gottesfrage würde ich den anderen Fragen den Rang einer "echten" philosophische Frage absprechen. Die Gottesfrage selbst hat Kant seinerzeit bestens beantwortet - was die befragen Philos hoffentlich wissen...
  8. #8

    Titel

    Zitat von harte2 Beitrag anzeigen
    GOTT kann man nicht argumentativ beweisen
    Das sehe ich ebenso.

    Zitat von harte2 Beitrag anzeigen
    aber wenn man immer mehr nach Innen geht, kann man über die Seele zur Erfahrung des Absoluten kommen.
    Das setzt natürlich die Existenz einer Seele voraus. Das kann ich nicht als gegeben sehen.
  9. #9

    Sehr interessant.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Liebe Philosophen, bis auf wenige poppige Vertreter eures Fachs grübelt ihr so still vor euch hin. Das ändern wir jetzt mal: Fünf junge Denker antworten auf fünf ewige Fragen. Sie erklären das Böse im Menschen und den Glauben an die Liebe.

    Philosophie-Studium: Fünf junge Denker antworten auf fünf ewige Fragen - SPIEGEL ONLINE
    Ein alter Wanderschäfer sagte mal vor ca. 20 Jahren: Die Welt ist ein großer Schwindel und wer nicht mit schwindelt ist arm dran!

    Obwohl ich diese Meinung nicht teile, fühle ich diese auch als philosophisch. Weil Philosophie beginnt nicht mit einem Studium darüber, dass man die vorzeitlichen Philosophen auch zitieren kann, sondern Philosophie beginnt da wo Menschen eigene ERKENNTNISSE über das Leben schaffen und diese dann auch in Worte packen.

    Und man kann "Erkenntnisse" des Lebens die man da selbst bekommt, nicht lernen, weil sie passieren einfach und entstehen nicht durch das Zitieren können von Menschen die da mal etwas besonderes sagten.

    Die große Frage: Gibt es einen Gott?

    ist doch ganz einfach zu beantworten. Einen "Gott" (und nicht umsonst schreibe ich das in Gänsefüßchen) wird es immer dann geben, wenn Menschen einen "Gleichen" bedürfen, um sich wieder als Menschen zu fühlen, weil unser Gefühl muss befriedet werden, indem wir uns als Menschen gleich fühlen obwohl wir wissend ungleich sind in unseren Fähigkeiten und anscheinend schafft der Verstand einen "Gott" um uns zu schützen und wieder Mensch werden zu können und es funktioniert wohl und der Verstand scheint das noch nicht ausgleichen zu können.

    Das sollte man schon wissen und dann darf man sich auch ohne Probleme rein geistig einem hingeben, der da allein (damit meine ich keine so genannt aufgeschriebenen Vorstellungen eines Gottes)
    und sich seine Not aus der SEELE sprechen und Menschen brauchen das, weil wir ei9nen Verstand haben, der da uns mehr wissen läßt als uns wirklich gut tut, weil wir fühlen besonders unverstanden und somit sind wir ständig ausgesetzt eines Gefühles was ständig hadert mit unserer ganz persönlichen Gier und dem wissenden Verantwortungsgefühl gegenüber derer die wir lieben.

    Ein eigener "Gott" schafft da Wunder, wenn man ihn selbst als SPIEGEL nutzt, ohne über oder unter sich zu fühlen, sondern gleich, trotz verstanden gewußter Ungleichheit.

    Das Gefühl ist der Chef und der Verstand wird nur genutzt.

    Studieren kann man sowas nicht.

    MFG


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