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Pharmaskandal um Sanofi-Aventis: Schiffbruch in Panama
DPADeutsche Pharmakonzerne haben jahrelang Arzneimittel für mehr als 200 Millionen Euro an eine Briefkastenfirma in Panama geliefert, die dann wohl auf dem Graumarkt landeten. Gegründet wurde die Firma von dem Geschäftsmann Siegfried Pulgrabia. Seine Rolle in der Affäre gibt Rätsel auf.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/pha...-a-861528.html
- #1 17.10.2012 14:28 von
Einzelfälle
Es fehlen einem die Worte bei dieser Häufung von Einzelfällen. Die Muster sind dabei so einfach wie widerlich:
- Man schläft sich durch seine Seilschaften hoch und kassiert dick ab. Man hat ja jede Menge Risiko und Verantwortung.
- Wenn die Bombe platzt hat man von nichts gewusst und nichts entschieden.
- Man schafft sich die dicke Kohle beiseite und verzieht sich in die Schmollecke.
Dann lebt man gemütlich in einer Steueroase und meckern über die Rahmenbedinungen hier in Deutschland. Man hat ja schließlich für seinen Reichtum hart gearbeitet und will die ergaunerte, aehh, erarbeitete Kohle natürlich nicht wieder mit der faulen Allgemeinheit teilen. - #2 17.10.2012 14:52 von
Heissa
da passt wiedermal alles: Pharmaindustrie plus Bananenstaaten, zwielichtige Gestalten, als Vertrauenspersonen der Botschaften, mit Spenden an unsre Minister und speziell die FDP.
- #3 17.10.2012 14:59 von
- #4 17.10.2012 15:04 von
Hier wird doch ein ganz anderes Problem sichtbar, dessen Nicht-zur-Kenntnissnahme bzw. Förderung durch die Politik der eigentliche Skandal ist: die völlig überhöhten Lieferpreise der Pharmakonzerne in das deutsche Apothekennetz. Im europäischen Ausland (nicht Dritteweltländer) sind Arzneimittlel regulär und in ordentlichen Apotheken für 20 - 50 % der deutschen Preise erhältlich. Originale - keine Nachahmerprodukte. Und daran verdienen die Pharmafirmen und die Apotheker immer noch Geld, was sie je auch sollen.
Die extrem überhöhten Preise in Deutschland sind nur möglich, da es das anonyme Abrechnungssystem über die Kassen gibt. Da können Lobbyisten und Kartelle machen, was sie wollen. Daß die Kassen da nicht wirklich eingreifen (die offiziellen Rabatte sind ein Witz!) kann nur politisch gesteuert sein. Die Kassenbeiträge zahlen ja die Berufstätigen, an einer Senkung hat niemand wirklich Interesse.
Und solche illegalen Machenschaften (s.Artikel) sind nur bei derartigen Preisgefällen überhaupt möglich, die gäbe es bei einem freien Markt mit entsprechenden -preisen gar nicht. - #5 17.10.2012 15:19 von
Steueroasen
Wann merkt die Welt das Steueroasen das Krebsgeschwwür der Menschheit schlechthin sind
Wieviele Menschen verloren den Arbeitsplatz durch solche Geschäfte, wieviel Geld fließt seitdem als Heuschreckengeld durch unversteuerte Lande
Verbot aller Steuerosen, Einstellen sämtlicher Beziehungen - #6 17.10.2012 15:27 von
Natürlich konnte niemand bei den betroffenen Pharmafirment ahnen, daß der Umsatz mit ein paar Rentnern auf Kreuzfahrtschiffen nicht zu erklären ist.
Genauso wenig kann sich die Tabakindustrie vermutlich vorstellen, woher die Zigaretten kommen, die über Osteuropa in die EU geschmuggelt werden. - #7 17.10.2012 15:40 von
Verstehe ich alles nicht ...
Bin total verwirrt, Brüderle (FDP), erklärte noch kürzlich in einem Interview, dass wir in Deutschland in einer Marktwirtschaft mit freiem Markt leben würden. Wahrscheinlich habe ich das Wort "frei" auf den falschen Sachverhalt bezogen.
Muss noch etwas "üben" dann verstehe ich das alles auch noch. - #8 17.10.2012 15:55 von
Medikamentenkartell und maffiöse Strukturen
An den beschriebenen Zuständen sind die Lobbyisten der CDU/CSU und FDP verantwortlich. Dass im Artikel der Name Westerwelle und FDP mehrmals auftauchten, verwundert inzwischen niemanden mehr.
Wann werden wir eine Änderung herbeiführen? - #9 17.10.2012 16:09 von
Genau verkehrt herum
Das Problem ist, das im gesamten Gesundheitsbereich keinerlei Wettbewerb herscht. Ansonsten wäre dies (genau wie zB der Reimport von Autos) eine hoch willkommene Möglichkeit, die Preise für die deutschen Verbraucher (zumeist Zwangsmitglieder gesetzlicher Kassen) zu senken. Denn dass die deutschen Inlandspreise für Pharmka weit über dem Weltmarktpreis liegen ist ja wohl unumstritten.
Aber da ist wohl die Lobby zu stark.
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