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Phantomgeräusch: Forscher befreien Ratten vom Tinnitus
Das schrille Fiepen als Dauerzustand kann Betroffene in den Wahnsinn treiben: Tinnitus. Jetzt ist Forschern ein wichtiger Schritt im Kampf gegen die zermürbenden Ohrgeräusche gelungen. Ratten konnten sie offenbar davon befreien - auch*Menschen könnte die neue Behandlung helfen.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...739148,00.html
- #1 13.01.2011 10:11 von
Pieps
ich glaube nach über 25 Jahren würde ich meinen doch ein bisschen vermissen...
- #2 13.01.2011 10:27 von
Leidensgenosse
Da kann ich noch zehn Jahre draufsetzten. Ursache in meinem Fall war eine unentdeckte Mittelohrentzündung in früher Kindheit. Mein Tinitus ist mittlerweile jedoch dermaßen laut, dass ich schwerhöhrig bin. Psychisch habe ich kein problem damit, aber die Vorstellung, ihn los zu sein, ist dennoch eine wunderbare. Ach, wenn doch bloß...
- #3 13.01.2011 11:02 von
Woher wissen die ...
Woher wissen die, dass es bei den Ratten nicht mehr piept.
Ohne die zu fragen, kann man das - letztendlich und sicher - gar nicht wissen. - #4 13.01.2011 11:51 von
Es ist furchtbar
Seit einer Ohrenentzündung im Dez. habe ich diesen Summton im Ohr- mal leiser -mal lauter - mal ein Pfeifen oder Rauschen - dies alles nur im rechten Ohr - das ist echt eine Psycho-Folter- da ich sowieso seit 15 Jahren schon Höhgeräte brauche komme ich mir jetzt doppelt bestraft vor- Besuch beim HNO Arzt war negativ- der verschrieb mir nur Durchblutungstabletten die aber bislang wirkungslos sind-
Infusionen die ich selber bez.müsste kann ich mir nicht leisten - es ist echt zum verrückt werden - #5 13.01.2011 12:11 von
Tinnituts
Ich hatte 1996 einen Gehörsturz - als Musiker war ich nach der Diagnose so verzweifelt, dass dann noch ein Nervenzusammenbruch folgte. Ich wäre heilfroh, wenn ich den Ton wieder loswerden könnte - obwohl ich mittlerweile in friedlicher Koexisistenz mit dem "kosmischen Pfeifen" lebe.
Wie auch immer: Seit 96 habe ich also Tinnitus mit einem hohen Pfeifton auf dem linken Ohr - und etwas leiser und einen Tick höher auch rechts.
Was ich nun nicht verstehe ist folgendes: Es gibt immer wieder Tage (manchmal auch 2-3 hintereinander), an denen so gut wie nichts zu hören ist, gefolgt von Wochen in denen rund um die Uhr der Ton zu hören ist.
Wie kann das sein, wenn ein organischer Schaden die Ursache ist? Wieso dann seltene Tage, an denen nichts ist?
Ich habe alles probiert, um die Ursache für das kurzzeitige Verschwinden zu analysieren: Körpergewicht, Stressabbau, Blutdruck, Wetter... es lässt sich kein Zusammenhang erkennen.
Schön, wenn hier wieder Hoffnung in Sicht ist. - #6 13.01.2011 12:17 von
- #7 13.01.2011 12:40 von reuanmuc
.
Doch, das ist möglich. Man gibt den Ratten akustische Reize verschiedener Frequenzen oder Tonhöhen, auf die sie in bestimmter Weise reagieren. In der Tonhöhe des Pfeiftons vom Tinnitus ist dann ein "Loch", weil sich die beiden Töne überlagern und nicht unterschieden werden können, so dass der Reiz nicht bewusst wahrgenommen wird und die Ratte keine Reaktion zeigt.
Ich habe selber seit Jahrzehnten Tinnitus und weiß wie das ist. Bei Hörtests ist die Tinnitusfrequenz deutlich zu erkennen. - #8 13.01.2011 15:01 von
Tinnitus und Hörtraining
immer schön wenn die Fähigkeit des Körpers sich selbst zu helfen weiter erforscht wird, oft ist es erstaunlich was man ohne Medikamente und OPs erreichen kann. Es gibt schon einige etablierte Hörtrainingsmethoden die nach verwandten Prinzipien arbeiten und auch zur Tinnitusbehandlung erfolgreich angewendet werden, z.B. Benaudira. Ich selbst hatte auch 2 Jahre lang einen Tinnitus und bin, nachdem mir alle konventinellen Ärzte keine Heilungschance mehr gaben, ganz ohne Medikamente geheilt worden.
- #9 13.01.2011 16:09 von pascal 66
Aber selber...
...bestätigt durch Dankeszuschriften haben es die Ratten (zB in einer Wissenschaftzeitschrift!) wohl doch eher noch nicht...
Und persönlich mitgeteilt haben sie es bis jetzt bestimmt auch kaum einem, dass ihr Problem gerade das ist, was wir so Tinnitus nennen!
Aber Spaß beiseite: Haben Sie nicht auch vor kurzem noch interessantes geschrieben zu den vielen Versuchungen, wissenschaftliche Ergebnisse zu produzieren bzw. zu erfinden - um an neue Geldtöpfe zu gelangen?
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