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Pflegehelfer: Hauptsache Arbeit
Andreas VoigtViele Jahre verdiente Lajos Piros gutes Geld bei einem Fernsehdienst. Seit die Firma pleite ist, hält er sich im harten Job eines Pflegehelfers gerade so über Wasser - die Geschichte eines Berliners, der schon bessere Zeiten gesehen hat und mitten in der Niedriglohn-Realität angekommen ist.
http://www.spiegel.de/karriere/beruf...826237,00.html
- #30 13.04.2012 08:54 von
hauptsache arbeit !
der titel fasst eigentlich alles wissenswerte zusammen: "hauptsache arbeit" (haben)!
- Wer sagt das eigentlich?
- Wozu, für wen?
- Für einen hungerlohn in der höhe des willkürlich und nachweislich nicht hinreichenden staatlich festgelegten existenzminimums?
- Wer behauptet das eigentlich: "hauptsache arbeit" ???
- Braucht es das wirklich? Gibt es nicht auch soetwas wie eine mußekultur? Ich kann mir bedeutend besseres und interessanteres vorstellen, als mich körperlich und seelisch kaputt zu machen, nur damit ich "hauptsache arbeit" habe!
Gäbe es nicht alternativen?
- Wieso heisst es nicht "hauptsache kreativität" ?
oder "hauptsache guten sex" ?
oder "hauptsache gutes essen" ?
oder "hauptsache die kinder so gut wie möglich erziehen" ?
oder "hauptsache so viele schöne dinge der welt wie möglich mitbekommen" ?
Und dann immer die gute alte frage: Qui bono - wem nutzt es?
Wer hat eigentlich etwas davon, dass wie ein Dogma sogar bei den ärmsten der armen gebetsmühlenartig behauptet wird "hauptsache arbeit", auch wenn sie persönlich davon gar nichts haben, körperlich und seelisch sogar eher im gegenteil !
der verdacht des obig zitierten kommentators, dass sich da "die Oberen" schamlos selbst bedienen und mittels ihrer macht in den medien und der politik und der finanzwirtschaft dieses dogma auch noch kräftig fördern zu ihren eigenen Gunsten, liegt da wirklich nicht fern!
Leute (d.s. 80% der gesellschaft!), wacht endlich auf!
Es gibt wirklich besseres, interessanteres, schöneres, aufregenderes, sinnvolleres als die maloche! - #31 13.04.2012 08:56 von
Da spricht kurt
falls Sie es noch nicht mitbekommen haben:
Wir leben nicht mehr in einer Agrargesellschaft, in der nicht viel mehr erwirtschaftet werden kann, als dass die Mehrheit gerade mal über die Runde kommt. - Wenn es gut läuft.
Sondern in einer Industriegesellschaft, die eigentlich über beste Möglichkeiten verfügt. In der allerdings eine kleine Minderheit nicht weiß, wohin mit dem Reichtum. Und es auf der anderen Seite Leute gibt, die für harte und nützliche Arbeit so wenig bekommen, dass es gerade mal bis zum Monatsende reicht, zu mehr nicht. Vor allem nicht für Notfälle, z. B. das Alter.
Woran das liegt? Z. B. an der Haltung von Leuten wie Ihnen, bester kurtwied3. Für die jede Arbeit besser als keine ist, auch wenn sie noch so anstrengend wie schlecht entlohnt wird. Für die Moral wichtiger als Wohlstand ist, es sei denn es ginge um den Wohlstand der wirklich gut Gestellten. Oder vielleicht auch den eigenen. - #32 13.04.2012 08:59 von
....
Das stimmt doch gar nicht. Haben Sie denn die ganzen ernsthaft vorangetriebenen Bestrebungen für Frauenquoten in Aufsichtsräten und überhaupt, oder für die Work-Life-balancierte Teilzeitchefinnen nicht wahrgenommen? Da kommen ganz gewaltige gesellschaftliche Veränderungen auf uns zu.
- #33 13.04.2012 08:59 von
- #34 13.04.2012 09:05 von
- #35 13.04.2012 09:06 von
Mir ist schon klar, dass Sie glauben "wir verfügen über die besten Möglichkeiten", aber eigentlich die Möglichkeiten der anderen meinen.
Allerdings ist es gut, dass in der Gesellschaft eben niemand mit Gewalt bestimmen darf "wohin einer mit seinem Reichtum" will.
Diese Zeit hatten wir ja schon - da wurde auf der Grundlage der Volksgemeinschaft beim "kleinen Mann" das Gefühl erweckt, er hätte sehr wohl ein Recht auf das Hab und Gut anderer Menschen.
Einfach nur, weil er zum "Volk" gehört. Das war natürlich ein verlockendes Versprechen - wer will solche wohlklingenden Verheißungen nicht hören ... man muss nichts machen, kein Risiko zu scheitern, denn zum "volk" gehört man immer.
Lassen Sie sich nicht wieder von den gleichen Bauernfängern einlullen, nur weil es so schön bequem klingt. Es fällt Ihnen irgendwann auf die Füße. - #36 13.04.2012 09:06 von
- #37 13.04.2012 09:09 von
- #38 13.04.2012 09:12 von
Hauptsache Arbeit?
Na, dann kann ja der Lohn weiter gesenkt werden. Schön das es noch Menschen gibt, die arbeiten wollen, ohne dabei mehr Geld als unbedingt nötig zu verdienen. Ohne diese Menschen wäre Deutschland schon am Ende und müsste einen Mindestlohn einführen, aber so kann die Lohnsklaverei weiter verschärft werden. Dankesehr!
- #39 13.04.2012 09:14 von
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