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Pflege in Deutschland: 140.000 Heimbewohner werden festgehalten

DPADeutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...829486,00.html
  1. #20

    bei aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass viele Pflegebedürftige zur eigenen Sicherheit, aber auch der des Pfelgepersonals, angeschnallt werden.

    Ich sehe das leider selber bei meiner Oma. Selbst wenn mehr Personal da wäre, sie wehrt sich in verschiedensten Situationen heftigst und wird in der Folge fixiert. Da hilft auch kein weiterer Pfleger oder soll der sich 24h daneben hinstellen?

    Wie sind denn die Alternativen? Sedieren oder den Pflegebdürftigen freie Hand lassen?

    Ich will hier keineswegs nach Eithanasie schreien, allerdings haben die Zustände in Pflegeheimen mit menschenwürdig 0,0 gemein.
  2. #21

    Grau ist alle Theorie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.

    Altenpflege: Jeder fünfte Heimbewohner wird eingesperrt - SPIEGEL ONLINE
    Die Aufforderung, den Rechtsweg einzuschlagen, um Abhilfe zu schaffen, sagt sich so schön vor sich hin. Das kann aber nur der Betreffende selbst, der sich aber eben in der Lage befindet, weil er wegen Demenz zur Wahrnehmung seiner Rechte nicht in der Lage und unter Vormundschaft gestellt ist, und daher der Vormund resp. amtliche Betreuer, oftmals vollkommen überlastete Rechtspfleger, die ihre Klientel maximal einmal im Jahr zu Gesicht bekommen. Der Rechtspfleger hat weder Zeit noch Lust, sich um derartige Belange seiner Schützlinge zu kümmern - täte er es, gäbe es die zu Recht beklagte Situation nicht. Denn wenn einer die Gesetze kennt, ist er es...
  3. #22

    Sie wehrt sich?

    Zitat von nebenjobber Beitrag anzeigen
    bei aller Kritik darf man aber nicht vergessen, dass viele Pflegebedürftige zur eigenen Sicherheit, aber auch der des Pfelgepersonals, angeschnallt werden.

    Ich sehe das leider selber bei meiner Oma. Selbst wenn mehr Personal da wäre, sie wehrt sich in verschiedensten Situationen heftigst und wird in der Folge fixiert. Da hilft auch kein weiterer Pfleger oder soll der sich 24h daneben hinstellen?
    Wie sind denn die Alternativen? Sedieren oder den Pflegebdürftigen freie Hand lassen?
    Ich will hier keineswegs nach Eithanasie schreien, allerdings haben die Zustände in Pflegeheimen mit menschenwürdig 0,0 gemein.
    Nein so was? Leider hat Oma aber keine Chance den Rechtsweg zu beschreiten. Dagegen helfen bestimmt irgendwelche Pillen. Und wenn ich hier sonst noch von "fliehen" lese - dagegen gibt es Armbänder und Sensoren am Eingang.
  4. #23

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.

    Altenpflege: Jeder fünfte Heimbewohner wird eingesperrt - SPIEGEL ONLINE
    Ich berichte: Meine Schwiegermutter haben wir 3Jahre zu Hause gepflegt: Alzheimer! Als es nicht mehr ging ins Altenheim Remigius Wuppertal. Hervorragendes Personal! Jetzt kommt es: Schwiegermutter stand aus ihrem Lieblingssessel immer auf, drehte sich um und vergass wo sie war. Setzte sie sich im unbeobachten Moment - bautzdich- . Ich habe dann vor ihrer Hüfte eine Kordel gespannt, damit sie nicht mehr aufstehen konnte. Das Heim hat - nach anfänglichem Sträuben - dann mein System übernommen. Ich habe sie also nicht festgezurrt. Schon damals war das verboten - aber in der Not...
  5. #24

    .

    Pfleger sind nach den Patienten die ärmsten Schweine. Eine gute Bekannte von mir ist Altenpflegerin. Sie nimmt nach dem Aufstehen schon ein Schmerztablettencocktail um die harte Arbeit durchzustehen.
    Sie hat einmal abends die Feuerwehr gerufen um ein übergewichtige Patientin waschen und wenden zu können. Dann kam die Rechnung und ein Anschiss. Für mich ist klar, es wird noch viel schlimmer. Lösung ist keine in Sicht.
  6. #25

    Nicht zuständig

    Zitat von juergw. Beitrag anzeigen
    Die Krankenkassenhaben doch Milliarden an Überschüssen gesammelt.Warum wird diese geld nicht für die bessere Pflege verwandt?
    Keine Lobby ?
    Die GKV hat damit nichts zu tun, sondern die Pflegeversicherung und unsere kranke Gesellschaft, die aufschreit, wenn der öffentliche Dienst ein paar Cent mehr haben will.
  7. #26

    .

    Zitat von mtjg Beitrag anzeigen
    Mißstände in der Pflege, schlechte Qualität durch Rechtsverstöße. Und gleichzeitig ist Altenpflege schlecht bezahlt, die Heime sind meist unterbesetzt und den Leuten die dort arbeiten bleibt doch kaum was anderes übrig als die Leute festzubinden oder mit Medikamenten ruhig zu stellen, damit sie wenigstens das Nötigste schaffen. Aber Kritik vom hohen Ross fällt schon immer leichter als politische Zusammenhänge klar zu machen. Was da geschildert wird ist die Folge von Privatisierung und gnadenloser Sparpolitik - und das nicht nur auf dem Rücken der Alten!
    Der einfachste Weg mal zu schauen was geht, ist seine Kinder mal einen Monat zur Hilfe in ein Altenheim zu stecken. Unsere Tochter hat das freiwillig gemacht...
  8. #27

    Schutz

    Das sogenannte Fixieren einzelner Heimbewohner geschieht zu derem Schutz! Oder was wollen sie tun wenn sie einen Heimbewohner haben der derart wackelig auf den Beinen ist das er beim aufstehen aus dem Bett sofort stürzen würde? Er aber gleichzeitig so Dement ist das er das nicht weiß? Der Sturz einer hochaltrigen Person kan schwere Verletzungen oder sogar der Tod bedeuten!
    Bei Weglauftendenzen genügt hingegen oftmals (nicht immer!) das simple abschließen der Stationstüre.
    Zum thema ruhigstellen: Bei einer Demenz verändert sich das Wesen der Personen, aus netten alten können plötzlich höchst aggressive und gewalttätige Menschen werden. Praktisch jede Pflegerin hat schon einmal eine ordentlich gescheuert bekommen, und jetzt stellen sie sich mal vor sie haben nachts um 2 (gestöhrter Tag-Nacht Rytmus) 10 Stück von dieser Sorte im Gang herumlaufen.
    Personal: Der sogenannte Personalschlüssel (die festgelegte Anzahl an Pflegekräften pro Bewohner) ist festgelegt und darf nicht ÜBERSCHRITTEN werden. Da kann es bei mehreren Kranken Kollegen schnell mal eng werden.
    Kosten: Teuer, aber bedenken sie das sie praktisch ein Hotellzimmer mit Vollpension, Wäscherei, Unterhaltungsprogramm und ärztliche Betreuung haben. Zusätzlich noch Pflegefachkräfte im 5-Schicht Einsatz (3-Schichtbetrieb plus Wochenende, Urlaubszeit und Feiertage)

    Nur mal so als Gedankenanstoß
  9. #28

    Der Kreis schließt sich !

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Deutschlands Krankenkassen schlagen Alarm. Zehntausende alte Menschen werden in Pflegeheimen mit Gittern oder Gurten festgehalten, viele ohne richterliche Anordnung. Fast der Hälfte aller Heimbewohner droht das Wundliegen.

    Altenpflege: Jeder fünfte Heimbewohner wird eingesperrt - SPIEGEL ONLINE
    Gute Pflege ist teuer, aber ist sie der Gesellschaft es auch Wert?
    Systemrelevant sind aber die Banken, so sieht es die ReGIERung und da diese vornehmlich von Alten gewählt wird wollen es diese anscheinend nicht anders.

    Nur ja nichts verändern, das ist die Devise in diesem Land.
    Angst das sich etwas ändert, wir haben schon immmer CDUSPDFDP gewählt usw.
    Wohin das führt sieht man hier, die Alten sind diesem Regime nichts Wert, kosten nur und sind eine Last.
    Die Wirtschaft und der Export müssen brummen, der Mensch und Bürger ist unwichtig.

    Es ist Zeit etwas zu ändern..gerade die ältere Bevölkerung sollte genau hinschauen wen sie da wählt!
  10. #29

    Dies ist eine Folge der zunehmenden Zwangsentmündigungen (offiziell "Zwangsbetreuung" genannt), die oft gegen den Widerstand der Angehörigen von korrupten Richtern beschlossen wird und Berufsbetreuern und ihren Helfern erhebliche Gewinne verschafft.








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