Peugeot Der Diesel zieht vorn, der Elektromotor schiebt von hinten: Mit dem 508 RXH bringt Peugeot schon das zweite Modell mit cleverer Diesel-Hybrid-Allrad-Technik. Der Antrieb ist schnell, sparsam - nur leider zu teuer.
http://www.spiegel.de/auto/fahrberic...818117,00.html
Sie haben natürlich Recht. Und bei dieser Konstruktion (Diesel + E-Motor) dürfte der integrierte Drehmomentverlauf beschleunigungsdienlich "flach" sein. Aber 450 Nm und dann nur 8,x Sec von 0 auf 100 km/h ? Da wird das schöne Drehmoment vom Gewicht des zweiten Antriebs und der Batterie zu großen teilen absorbiert. Na ja - den Leuten ist ein Erfolg zu gönnen, bevor GM die amerikanischen Billiglösungen implementiert. das Konzept mit dem Antrieb auf die Hinterräder ist jedenfalls gut und ausbaufähig! ich bin gespannt, wie sich das fahrzeug in der Praxis bewährt.
Kauri
ein Hybrid macht wenig Sinn, wenn man überwiegend Autobahn fährt. Wenn es aber deutlich mehr Stadtverkehr mit Stop & Go ist, macht die Kombination viel Sinn:
- Der Elektromotor ist bei wenig Last effizienter
- kann beim Bremsen Energie wiedergewinnen
Das zusätzliche Gewicht des E-Motors dürfte übrigens recht gering sein, das der Akkus in diesem Fall auch, da nur eine kleine Kapazität (für 4km) bereitgestellt wird.
Gab jetzt schon ein "paar" Kritiken an ihrem Postin, aber ich will auch nochmal bestätigen, dass sie Quatsch schreiben :)
Newtonmeter ist Drehmoment, PS ist Leistung, also Drehmoment mal Drehzahl. Ohne eine dazugehörige Drehzahl kann also aus der reinen Newtonmeterangabe niemals eine Kraft berechnet werden. Ein Motor mit halb so großem Drehmoment, dafür aber doppelter Drehzahl,ist dahre genauso stark und kann die gleiche Kraft in Vortriebsrichtung erzeugen.
Dieser "Drehmoment ist für die Beschleunigung wichtiger als Leistung"-Quatsch ist eine ehemalige falsche Aussage eines Halbwissenden, die durch hundertmaliges Wiedergeben in diversen Internetforen nicht richtiger wird.
Au weia. Da ist wohl einiges richtigzustellen. Newtonmeter ist ein Maß für das Drehmoment. Wenn man daraus die Kraft berechnen will, die zum Vortrieb zur Verfügung steht, muss man erstens das tatsächlich an den Antriebsrädern verfügbare Drehmoment und zweitens den Radius der Antriebsräder kennen. Das Drehmoment, das am Ausgang des Motors verfügbar ist, hat zunächst gar keine Aussagekraft. Man muss immer noch die jeweilige Antriebsuntersetzung mit einbeziehen. Wenn also beispielsweise ein Benziner ein maximales Drehmoment von 300 Nm bei 3000/min liefert, ein Diesel 450 Nm bei 2000/min, so kann es durchaus sein, dass bei gleicher Geschwindigkeit beide Fahrzeuge die gleiche Antriebskraft zur Verfügung haben. Zum Beschleunigen benötigt man Leistung, die bekanntlich proportional dem Produkt aus Drehmoment und Drehzahl ist. 300 Nm bei 2000/min entsprechen der halben Leistung von 300 Nm bei 4000/min. Druckvolle Beschleunigung wird dadurch erziehlt, dass über einen großen Drehzahlbereich ein möglichst hohes Drehmoment verfügbar ist, mithin eine füllige Leistungskurve vorliegt. Ein Fahrzeug unterliegt verschiedenen Fahrwiderständen: Dem Rollwiderstand, der ab ca. 60 km/h vom Luftwiderstand überwogen wird (von wegen Erbsen zählen...) und dem Widerstand der Massenträgheit, der zum Beschleunigen überwunden werden muss. Wenn die verfügbare Leistung höher ist als die zum Überwinden von Roll- und Luftwiderstand erforderliche, kann beschleunigt werden. Das geht umso besser, je geringer die Masse des Fahrzeugs ist.
Was den Test des Peugeot 508 RXH angeht: Es ist nicht klar, wie die 450 Nm berechnet wurden, wir wissen nicht, wo im elektrischen Antriebsstrang das Drehmoment gemessen wurde.
Ich bestätige hiermit offziell, dass ich (teilweise) tatsächlich Quatsch geschrieben habe. Danke für die Aufklärung. Hier wird es nochmal ganz gut erklärt: http://www.syz.net/docs/auto_drehmoment.pdf
Trotzdem wird durch eine reine Angabe "Das Auto hat X PS" immer noch nicht klar, wann diese Leistung überhaupt anliegt.
Aber sichr geht das. Auch wenns nicht nötig ist, denn Newtonmeter sind bereits ein Einheit der Kraft.
Sofern sie den gleichen Drehmomentverlauf unterstellen, im Prinzip ja.
Geschuldet ist das dann allerdings dem kürzeren Getriebe, das den halben Drehmoment wieder verdoppelt.
Maximales Drehmoment ist nicht übermäßig aussagekräftig, maximale Leistung auch nicht unbedingt.
Der normierte Drehmomentverlauf & die Übersetzung lassen Rückschlüsse auf das Drehmoment am Rad zu, im Verhältnis zum Gewicht können Sie dann eine gute Aussage über die Beschleunigung treffen. Bei höheren Geschwindigkeiten kommt der cw Wert dazu.
Von daher hat der von ihnen kritisierte Mitforist völlig recht.
Sie irren sich. Newtonmeter sind nicht die Einheit der Kraft, sondern des Drehmoments (bzw. der Arbeit, bzw. der Energie). Die Einheit der Kraft sind Newton. Kraft x Weg = Arbeit. Arbeit / Zeit = Leistung. Da es bei der Beschleunigung auch auf die Zeit ankommt, ist letztendlich die Leistung entscheidend, weil erst sie auch den Faktor Zeit berücksichtigt (d.h. die Drehzahl, s. Beiträge oben)
Nein, hatte er nicht. Er hat es ja auch schon erkannt.
1,9 Tonnen Leergewicht? Da ist es klar, dass man eine starke Maschine braucht, um die doch eher „bescheidenen“ Fahrleistungen zu erreichen. Der Wagen ist schwerer als ein BMW X3-SUV!
Als ich vor ein paar Wochen einen 508 zur Probe gefahren bin musste ich feststellen, dass dieser im Vergleich mit meinem alten 406 Break innen eine Klasse enger wirkt, auch durch eine viel zu breite Mittelkonsole. Innen ein Golf mit langer Schnauze, um das mal etwas salopp zu beschreiben. Das Fahrwerk erschien mir deutlich weniger komfortabel zu sein und die Materialien im Innenraum haben mir auch nicht zugesagt. Es war klar: ein deutlicher Rückschritt.
Der Motor hatte angeblich 165 PS (Benzin), ging aber subjektiv nicht besser als mein alter Diesel und war zudem nervig zu schalten. Wenn Peugeot wissen will, warum sich der 508 schlecht verkauft habe ich hiermit vielleicht ein paar Denkanstöße gegeben. Ich werde also erst mal warten, wie sich der Toyota Prius Plus anfühlt, ein Van mit immerhin 1800 Liter Stauraum, auch als „Plug-In“ erhältlich. Das Märchen vom „sauberen Diesel“ lasse ich mir jedenfalls nicht nochmal auf die Nase binden.