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Pet Shop Boy Neil Tennant: "Das wichtigste Exportgut Englands: Pop!"

CorbisNeil Tennant von den Pet Shop Boys sträubt sich gegen das Selbstmitleid alternder Popstars - lieber nimmt er noch ein elftes Album auf, "Elysium". Im Interview erzählt er, warum die Zeit der Teenie-Hymnen für ihn vorbei ist und wie es sich anfühlt, Vorband von Take That zu sein.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...852684,00.html
  1. #1

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    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Neil Tennant von den Pet Shop Boys sträubt sich gegen das Selbstmitleid alternder Popstars - lieber nimmt er noch ein elftes Album auf, "Elysium". Im Interview erzählt er, warum die Zeit der Teenie-Hymnen für ihn vorbei ist und wie es sich anfühlt, Vorband von Take That zu sein.
    Wenn Pop das wichtigste Exportgut Englands ist, dann überrascht es nicht, dass die englische Wirtschaft schon so lange am Boden liegt. Wo ist denn die Wertschöpfung für die Gesellschaft bei Musik? Da verdienen die Künstler und die Lables - und sonst niemand in eine, signifikanten Umfang. Arbeitsplätze? Fehlanzeige.
  2. #2

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Wenn Pop das wichtigste Exportgut Englands ist, dann überrascht es nicht, dass die englische Wirtschaft schon so lange am Boden liegt.
    Vor allem weil die Pet Shop Boys die Protgonisten des englischen Pop sind. Mit ihrem vollkommen beliebigen Fahrstuhl-Elektropop.
  3. #3

    Vor allem, weil in Deutschland Musikschreibern nicht auffällt, wenn ihnen jemand einen Bären aufbindet: Tennant hat 1976 vielleicht die pistols gesehen, aber bestimmt nicht mit sid vicious, der spielte erst ein Jahr später mit.
  4. #4

    Zitat von plasmopompas Beitrag anzeigen
    Vor allem weil die Pet Shop Boys die Protgonisten des englischen Pop sind. Mit ihrem vollkommen beliebigen Fahrstuhl-Elektropop.
    Die Petshop Boys haben 100 Mio. Tonträger verkauft.
    Sie haben den Sound einer ganzen Epoche mitgeprägt.
    Der Vorwurf der Seichtheit wurde auch den Beatles und Abba gemacht.
    Allerdings selten von Leuten die etwas von Musik verstehen.
  5. #5

    Zitat von plasmopompas Beitrag anzeigen
    Vor allem weil die Pet Shop Boys die Protgonisten des englischen Pop sind. Mit ihrem vollkommen beliebigen Fahrstuhl-Elektropop.
    Und weil sie völlig beliebig sind, kennt sie auch jeder, oder?
    Die Pet Shop Boys sind brillante Pop-Produzenten. Kann halt nicht jeder so genial sein.
  6. #6

    Zitat von qvoice Beitrag anzeigen
    Die Petshop Boys haben 100 Mio. Tonträger verkauft.
    Sie haben den Sound einer ganzen Epoche mitgeprägt.
    Der Vorwurf der Seichtheit wurde auch den Beatles und Abba gemacht.
    Allerdings selten von Leuten die etwas von Musik verstehen.
    Sind halt immer die gleichen. Leute, die glauben, mit ihrer ambitionierten Musik die Menschen aufzurütteln, jeder Song muss eine weltbewegende Aussage haben, außerdem an jedem Instrument eine Koryphäe. Sorry, aber das ist einfach nur pathetisch. Guter Pop soll das, was guter Pop eben soll.
  7. #7

    Zitat von MashMashMusic Beitrag anzeigen
    Sind halt immer die gleichen. Leute, die glauben, mit ihrer ambitionierten Musik die Menschen aufzurütteln, jeder Song muss eine weltbewegende Aussage haben, außerdem an jedem Instrument eine Koryphäe. Sorry, aber das ist einfach nur pathetisch. Guter Pop soll das, was guter Pop eben soll.
    Genauso ist es. Solche Leute verwechseln Penetranz (in der Lautstärke, in der politischen Aussage, in der Attitüde, im Pathos) mit Qualität.
  8. #8

    Zitat von Stelzi Beitrag anzeigen
    Wenn Pop das wichtigste Exportgut Englands ist, dann überrascht es nicht, dass die englische Wirtschaft schon so lange am Boden liegt. Wo ist denn die Wertschöpfung für die Gesellschaft bei Musik? Da verdienen die Künstler und die Lables - und sonst niemand in eine, signifikanten Umfang. Arbeitsplätze? Fehlanzeige.
    Mit diesem Post outen sie sich als völlig unwissend ob der Bedeutung des Musikmarktes und wie viele Leute direkt und indirekt in dieser Branche arbeiten und Geld verdienen.
    Bis mal eine CD im Regal steht, haben ganz viele Menschen direkt oder indirekt etwas mit diesem Produkt zu tun und damit auch irgendwie Geld verdient.
    Sei es der Vermieter des Proberaums, in dem die Musiker geübt haben, seien es die Instrumentallehrer, die den Musikern das Spielen von Instrumenten beigebracht haben. Sei es der Grafiker, der das CD Booklet und die CD Hülle gestaltet hat, sei es der Fotograf, der die Bandfotos gemacht hat, sei es der Arbeiter im CD Presswerk, der die CD hergestellt hat, sei es die Druckerei, die das Booklet, das Digipack bedruckt, sei es der Vertriebler, der die CD in die Läden bringt, sei es der Verkäufer im Laden usw und so fort.
    Würde man von heute auf morgen jegliche Musikveröffentlichung einstellen, würden ganz schön viele Leute arbeitslos.
    Aber dem gemeinen Downloader und Geringschätzer musikalischer Darbietungen ist so was auch nicht zu vermitteln.
    Genauso wie manche Leuten glauben, Strom käme einfach aus der Steckdose, haben sie einen sehr simplifizierten Blick auf die Musikwelt.
    Die Bildungsmisere findet auch in diesem Bereich ihren Ausdruck.
  9. #9

    Nicht so voreilig!

    Zitat von billwithers Beitrag anzeigen
    Vor allem, weil in Deutschland Musikschreibern nicht auffällt, wenn ihnen jemand einen Bären aufbindet: Tennant hat 1976 vielleicht die pistols gesehen, aber bestimmt nicht mit sid vicious, der spielte erst ein Jahr später mit.
    Oh, Sie sollten Tennants Gedächtnis nicht unterschätzen. Die Aussagen reichen sogar aus, um zu bestimmen, welches Konzert er genau gesehen hat: 29. Juni 1976 im 100 Club in London!
    Da hat nämlich Sid Vicious (der zwar noch nicht in der Band war, aber anwesend) gemeinsam mit Jah Wobble Nick Kent vermöbelt.

    Nachzulesen in Jon Savages "England's Dreaming - Anarchie, Sex Pistols, Punk Rock", Edition Tiamat 2003, S. 162ff.








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