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Persischer Golf: US-Marine rüstet sich für Seekrieg mit Iran
U.S. NavyDie US-Marine bereitet sich in aller Eile auf einen Waffengang mit Iran vor: Das Pentagon verdoppelt die Zahl von Minensuchbooten im Persischen Golf, große Schiffe werden für den Kampf gegen Schnellboote ausgerüstet. Die Aufrüstung zeigt, dass die USA gehörigen Respekt vor Irans Marine haben.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...822083,00.html
- #170 19.03.2012 16:00 von
...
Ach was, der Sozialismus Vorwurf war nur dazu da um die Heimatfront auf Kurs zu bringen. Wie die USA Freiheit für andere definiert hatte konnte man in Chile beobachten als die Demokratie zerstört wurde um einer rechtsgerichteten faschistoiden Diktatur Platz zu machen. Aber das wirklich Interessante war, dass fast alle Länder, welche schlussendlich eine Intervention der USA ertragen durften, zu Anfang keineswegs dem Westen den Rücken kehren wollten. Aber die USA konnten es nicht ertragen, dass einige US-Millionäre durch die Enteignungen Geld verloren hatten und so trieb man diese Länder aktiv in die Arme der Sowjets.
Und heute da dieser Sozialismus-Vorwurf kein Schwein mehr interessiert hat man den Massenvernichtungswaffen-Vorwurf ausgeheckt. Ein Imperium kann man nur glaubhaft erhalten wenn man die eigene Bevölkerung für den Krieg begeistern kann. - #171 19.03.2012 16:20 von
Natürlich haben die Angst
Natürlich haben die auch Angst. Das sind ja auch Menschen.
Das schlimme ist, sowohl die Regierenden in Iran als auch die jüdische Regierung sind sehr hart. Sie schrecken vor nichts zurück und sie behandeln Ihre "Gegner" oft mit sehr grosser Härte. Alles das trägt nicht dazu bei, die Situation zu entschärfen.
Falls der Iran wirklich den Fehler machen würde, Israel anzugreifen mit nicht konventionellen Waffen, darf man davon ausgehen, dass die Israelis hart genug sind, einen Zweitschlag durchzuführen.
Spätestens ab diesem Zeitpunkt vergeht den Europäern insgesamt das Gemeckere gegen die Amis und so schnell, wie dann die Franzosen und die Engländer auf Seiten der Israelis gegen Iran kämpfen, kann man gar nicht gucken.
Ausserdem ist die Gefahr, unabhängig von einem Zweitschlag, der von den Israelis zu erwarten wäre im Falle eines iranischen Angriffes, auch noch die Weltkriegsgefahr vorhanden, weil russische Marine sich in syrischen Häfen befindet und über den Suezkanal in einigermassen Zeit ins Rote Meer könnte und dann den persischen Golf erreichen.
Wollen wir hoffen, dass der Sachverstand amerikanischer und israelischer Politiker sowie die globale Sicht Putins über diplomatische Kanäle über die Säbelrassler der Militärs die Oberhand gewinnen kann und Weiterungen zu vermeiden sind.
Das wäre wünschenswert. Wir sitzen näher am Katastrophenort, wenn es ernst wird. - #172 19.03.2012 16:22 von
aaa
Wie kommen Sie darauf?
The Iran Primer / Iran's Military DoctrineZitat von United States Institute for Peace
Nur damit bei Ihnen wegen des "Peace" im Namen der Quelle jetzt nicht die Alarmsirenen losheulen: Das USIP ist vom US Kongress gegründet worden und Ronald Reagan hat den entsprechenden "United States Institute of Peace Act" in 1984 unterschrieben. - #173 19.03.2012 16:25 von
US of A
So können Sie das natürlich auch sehen. Was mir hier aufstößt, ist das blinde Nachäffen des Wortes Unfreiheit. Weil es bereits zu einem Propagandawort geworden ist als Folge eines Simplifizierenmüssens komplxer globaler Zusammenhänge. WENN die Europäer nicht die gewesen wären, als wie sie es waren, würden in Amerika die Einwohner heute noch Bisons jagen - so kann man es auch sehen.
Betrachten wir das Wechselspiel zwischen Europa und den USA als ein großes Tauschgeschäft.
Die USA benehmen sich seit langem schon in Sachen Krieg wie Echsen. My way or no way, right or wrong, my way... entspricht nicht unbedingt einer überzeugenden Geisteshaltung.
Kommt es zum Krieg im Persischen Golf, kann das den wirtschaftlichen Genickbruch für die USA bedeuten. Man kann beim Iran noch nicht einmal von einem Versagen der Diplomatie sprechen, wenn eine solche erst gar nicht stattfindet, noch je stattgefunden hat.
Schlagen wir das Buch "Chronik der Menschheit" auf und schauen in die Ausgabe 2014 hinein. Was steht da? - #174 19.03.2012 16:25 von
Verhältnisse.
Egal wo. Wo die Todesstrafe durchgesetzt wird, ist es immer möglich das Unschuldige am Ende dazu verurteilt werden. Justizirrtümer sind immer im Bereich des Möglichen. Sicher ist auch die USA nicht davor gefeit.
Diktaturen wie z.B. die kommunistischen des vorigen Jahrhunderts, fallen da in eine ganz andere Kategorie. Da war Mord Staatspolitik. Aus politischen Gründen, aus Gründen der 'Säuberung' und des allgemeinen Terrors. Gerade was die Sowjetunion und China betrifft kommen aber noch ungleich mehr Opfer hinzu, die ihre Leben aufgrund von Hunger und Mißwirtschaft verloren haben.
Man geht z.B. davon aus das bei Stalins Zwangskollektivierung der Landwirtschaft allein in der Ukraine bis zu 17 Millionen Menschen glatt verhungert sind. Zählt man dazu die vielen toten der über die Jahrzehnte permanent durchgeführten Masenhinrichtungen und des Gulag-Systems, kommt man schnell auf so schwindelerregende Zahlen das man sie gar nicht mehr fassen kann.
Noch schlimmer in Maos Rotchina. Dieser wohl größte Schlächter aller Zeiten hat wohl weit über 100 Millionen Chinesen auf dem Gewissen. Durch direkte Gewalt und noch viel mehr durch indirekte Mißwirtschaft während der Kulturrevolution. Hunger.
Vor dem ungeheurem Hintergrund die USA zu bashen, ist für mich sehr schwer verständlich. Die USA sind sicher kein perfektes Utopia, aber sie sind das beste, was wir nunmal auf der Welt haben. - #175 19.03.2012 17:10 von
All das ist bekannt, und?
Macht es die zum Teil mehr als fragwürdigen Todesurteile vor Allen in den Südstaaten besser? Das hat ja Kindergartenniveau: "Der war viel schlimmer!" Unrecht wird nicht durch noch größeres Unrecht relativiert, es bleibt schlicht Unrecht.
Es sollte wohl jedem mittlerer Weile bekannt sein das zB die texanische Justiz sich oft nicht unbegründete Rassismus Vorwürfe gefallen lassen muss oder?
Oder das gerade bei Afroamerikanern neue entlastende Beweise oft nicht zugelassen werden.
Das Beste?
Bei den USA denke ich mir eher: "Das Gegenteil von Gut ist gut gemeint."
Das wofür die USA im Selbstverständnis steht mag gut und edel sein aber wenn die USA das Beste sind was wir auf der Welt haben dann steht es schlimmer um unsere Spezies als ich dachte.
Was ist mit den unzähligen toten Zivilisten in Vietnam und Korea?
All die Toten und über Jahrzehnte Unterdrückten durch US-Interventionen in Lateinamerika?
Der Angriffskrieg gegen den Irak?
Guatanamo?
Abu Ghraib?
Wenn die Väter der Vereinigten Staaten wüssten was aus dem Land der Freien und der Heimat der Mutigen geworden ist würden sie wohl in ihren Gräbern in Schallgeschwindigkeit rotieren. - #176 19.03.2012 17:12 von
...
Würde man den vom Westen akzeptieren Systemen auch die Opfer struktureller Gewalt an lasten kämmen viele nicht gut weg. Die Opfer, die von den blutrünstigen gegnerischen Diktaturen durch direkte Gewalt zu beklagen sind reichen doch für eine Verdammung völlig aus. Man muss doch nicht noch mit ungleichen Ellen Messen.
- #177 19.03.2012 18:15 von
Qualitätsjournalismus
Es geht auch anders, wenn auch anscheinend nicht mehr in Massenmedien:
Dämon Iran | Blätter für deutsche und internationale Politik - #178 19.03.2012 18:27 von
- #179 19.03.2012 19:07 von
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