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Peking vs. Vatikan: Chinas verschollene Bischöfe

APEin katholischer Bischof in China versucht, sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen - vor Tausenden Zeugen. Ein riskanter Affront. Wenige Stunden später verschwindet er, angeblich, um zu "meditieren". Der Fall Thaddeus Ma Daqin ist der jüngste Beleg für Pekings Kampf gegen die Kirche.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...843842,00.html
  1. #1

    Hm

    Was lerne ich daraus:
    1.) Wie gut es mir geht in Deutschland zu leben
    2.) Wie schön es ist, dass es auf der Welt auch religiöse Überzeugungstäter gibt, die für Ihren Glauben (und um ein Zeichen zu setzen) sich sehenden Auges selber schaden - ohne hierfür Sprengstoffgürtel zu brauchen und ohne Unbeteiligte zu opfern
    3.) Wie wenig die Chinesische Regierung noch negative Presse verhindern kann
  2. #2

    Feuerspielen

    Obwohl von den über zwei Milliarden Christen auf dieser Welt, vielleicht nicht die Hälfte Katholiken sind, es stehlt sich dennoch die Frage: will die KP alle diese Leute gegen sich selbst bringen?
  3. #3

    optional

    In Indien macht die katholische Kirche bislang mit Erfolg Jagd auf einen indischen Rationalisten, der es wagte den Bluff bzw. den Betrug einiger Priester, die Schmutzwasser, das ursprünglich aus einer Wäscherei stammte und eine Jesusstatue einnäßte, als heiliges Wasser und Wunder anpriesen, zu lüften/ aufzudecken und die Wahrheit ans Licht zu bringen. Die Wahrheit ist in den Augen der katholischen Kirche dort und wohl nicht nur dort Blasphemie und böse Hetze.

    In Südvietnam gab es den Versuch das Land vor dem Vietnamkrieg mit Gewalt dem Katholizismus untertan zu machen, mit all den hübschen Methoden, die man aus der Zeit der Missionstätigkeit der Kirche in Europa kennt.

    In China treffen zwei totalitäre Gruppen aufeinander, die katholische Kirche (geistige Stütze und Absicherung des Feudalismus, antidemokratische, absolutistische Theokratie, ... ) und die Staatspartei, die mehr oder weniger nichts anderes ist als die Neuauflage der himmlischen Ordnung des Kaiserreichs (wo jeder seinen Platz hat, den er einnehmen muß und die himmlische Ordnung eingehalten werden muß, koste es, was es wolle, ein wunderbares Beispiel dafür, daß dumme Ideen sich überall parallel und unabhängig von einander entwickeln, immerhin stehen die katholische Kirche und auch das Christentum für die gleiche Weltsicht und den gleich Hang anderen eine himmlische, höhere Ordnung aufzwingen zu wollen) mit mehr Mut zur Reform, einer breiteren Basis und weniger Mystik, die beide willenlose Horden wollen, die tun, was man ihnen sagt, sich einer von oben diktierten Ordnung unterwerfen und die sich nicht trauen eine eigene Meinung zu haben oder auch nur leicht aus der Reihe zu tanzen.

    Der Vatikan will die Überwachung seines Klerus durch andere nicht hinnehmen, er selbst hingegen würde am liebsten selbst seinen Gläubigen ein Sklavenhalsband mit Elektroschocker umlegen, damit die machen, was man in Rom will.

    Keine der beiden Seiten ist der Menscheit ein Freund, beide haben keine Achtung vor dem Menschen und seinen Rechten und keine Seite von beiden hat irgendeine Form von Gunst, Unterstützung, ... verdient.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein katholischer Bischof in China versucht, sich der staatlichen Kontrolle zu entziehen - vor Tausenden Zeugen. Ein riskanter Affront. Wenige Stunden später verschwindet er, angeblich, um zu "meditieren". Der Fall Thaddeus Ma Daqin ist der jüngste Beleg für Pekings Kampf gegen die Kirche.

    China: Peking verschleppt Bischof nach Abkehr von Staatskirche - SPIEGEL ONLINE
    Tja, zwei Ideologien nebeneinander funktionieren eben nicht, nirgendwo.
  5. #5

    New Deal !

    Zitat von e-ding Beitrag anzeigen
    Tja, zwei Ideologien nebeneinander funktionieren eben nicht, nirgendwo.
    Die katholischen Christen konnten sich schon immer mit Autokraten arrangieren, das war schon im alten Rom so. Dort wurden Sie auch erst unterdrückt, bis man erkannte wie nützlich sie bei der Absicherung und Legitimierung der Macht sein können. Sollte die Not der "Machtpartei" und die kritische Masse der Katholiken mal groß sein, können beide Seiten sich sicher mal einigen und dann im Zusammenspiel die chinesischen Massen kontrollieren, jeder auf seine Art und Weise. Hat in Europa doch auch eine ganze Weile, mindestens 15 Jahrhunderte lang, hervoragend funktioniert.
  6. #6

    Ein mutiger Bischof, der seinen Gott und seinen Glauben über das kommunistische System stellt. Bewundernswert, ganz ohne Waffen!

    Vielleicht sollten chinesische Kommunisten einmal die Bibel lesen, dann wüssten sie, dass von ihr nicht Schlechtes ausgeht und sie keinen Anspruch auf weltliche, d.h. vergängliche Macht erhebt.
  7. #7

    China vs. islamische Theokratien

    Da ist China doch eindeutig das kleinere Übel ;) Freut euch doch, dass die angehende Supermacht aus 1.3 Mill. Atheisten statt religiösen Fanatikern besteht und Wissenschaftler statt Fundamentalisten in der Regierung sitzen. Dahingehend ist China sogar einem Bush-Amerika und den religiösen Auswüchsen in jenem Land überlegen.
  8. #8

    Ein guter Christ ...

    ... hat seinen Staat zu unterstützen, wenn dieser hinreichend gut ist und das ist in China der Fall. Klar gibt es in China auch Mißstände aber China gibt sich Mühe, die zu beheben. Der Staat kann nur in Zusammenarbeit mit dem Staat verbessert werden.

    China hat es nicht leicht, Unruhen wären eine große Gefahr, können Millionen das Leben kosten. Sicher gibt es (auch vom Ausland gesteuerte) Staatsfeinde, die China zerschlagen und den Imperialisten zur Ausbeutung ausliefern wollen (weniger aus Überzeugung, mehr aufgrund von Geld, Erpressung und Machtgier). (alles imho)
  9. #9

    Klassischer Investiturstreit

    Na das ist ja mal wieder ein klassischer Investiturstreit...
    Bin gespannt ob das ZK dann auch nach Canossa pilgert...


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