Russische Verhältnisse an der Uni Duisburg-Essen: Weil der Asta eine Hochschulwahl für unrechtmäßig hält, funkte dessen Vizechef beherzt dazwischen. Er ließ Schlüssel sperren, legte Drucker lahm und entführte eine Urne, um die Wahl zu stoppen. Ein Ende der Posse ist nicht in Sicht.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...801379,00.html
Ich persönlich halte Studentenvertretungen äußerts sinnvoll, da sie das einzige Gegengewicht zu der Unileitung darstellen. Nicht alles was die Leitung der Uni vorschlägt ist auch sinnvoll und gut für die Studenten. Eine solche Vertretung bringt immerhin einiges ans Tageslicht und in das Blickfeld der Öffentlichkeit. Seien wir doch mal ehrlich. Ohne Studentenvertretungen wäre die deutsche Studentenschaff fromm wie ein Lämmchen. Eine große Protestbewegung wie in den 60er ist mit den Studenten von heute nicht mehr zu schaffen.
denn diese "großen Protestbewegungen", die Sie offensichtlich so bewundern, wären nun wirklich das Letzte, was wir heute noch brauchen.
Abenteuer-Spielplätze gibt es genug, es müssen nicht "systemrelevante" Stellen sein.
Damit ist keineswegs der ASTA in Frage gestellt. Nur sollte der sich mit vernünftigen Dingen beschäftigen und sich eben nicht in verqueren unausgegorenen Ideen austoben.
Gibt es irgendwo eine gesetztlich niedergelegte Verpflichtung zum Studentenprotest? Wenn die Studenten, wie Sie schreiben, "lammfromm" sind, bitteschön. Demobesuche sind ja kein Wert für sich. Dass sich für die Asten und ihre Arbeit kaum jemand interessiert, zeigt sich doch an den erbärmlichen Wahlbeteiligungen. Dennoch muss jeder Student eine Umlage zahlen, damit irgendwelche Linksspinner, die akademisch eher zu den Underperformern zählen, Plakate für die nächste Demo drucken können.
Da schreiben Sie wahre Worte! Ohne diese Institutionen würde die Hochschulleitung über die Studentenschaft bestimmen ohne daas diese (Studenten) eine Möglichkeit hätten mit zu sprechen und ihre Wünsche und Meinungen kundzutun. Mit dem "Kindergarten" (es kommen 17 Jährige an die Uni), wie es User Gebetsmühle schrieb, der seit diesem Jahr teilweise an den Unis kam, ist leider politisches Denken aus den Universitäten verbannt. Deutsche Universitäten verkommen zu Ausbildungsstätten und Ja-Sagern-Fabriken im Interesse der konservativen Politik und der Wirtschaft vorallem in Fächern BWL/VWL/Jura/Mabau ist dies sehr deutlich zu sehen.