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Patriotische Konsumenten: Die Griechen werden Selbstversorger
SPIEGEL ONLINEIn der Krise kommen bei griechischen Konsumenten zwei Dinge zusammen: wachsende Not und wiedererwachter Stolz auf heimische Produkte. Vom lokalen Bauern bis zur Supermarktkette boomen Lebensmittel aus der Heimat.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...841515,00.html
- #1 29.06.2012 06:37 von
....
Ich hatte mich schon gefragt, ob ich im SPIEGEL auch mal so einen Artikel zu lesen bekomme, der eben zeigt, dass nicht alle Zeiger auf Weltuntergang in Griechenland stehen.
Dann hoffe ich mal, dass solche Entwicklungen anhalten und vielleicht in Europa Schule machen. Diese Art der Selbstversorgung hat ja auch Vorteile für die Umwelt. Nun müssen nicht Tonnen von Lebensmitteln um den halben Erdball transportiert werden. Da scheint es ja wirklich Potential für die Landwirtschaft zu geben, wenn diese in den letzten Jahrzehnten so kontinuierlich geschrumpft ist und man schon Lebensmittel importieren musste, die eigentlich in Griechenland wachsen. ich verstehe ja auch nicht, warum wir in Deutschland Äpfel aus China importieren müssen, obwohl wir bestes Klima für den Anbau haben.
Danke SPIEGEL für diesen Lichtblick in der düsteren Welt des Eurojournalismus. - #2 29.06.2012 06:43 von
Der richtige Weg
Wenn es die Griechen auch noch schaffen beispielsweise. Ihre Automobilindustrie dazu zu bringen ausser Busse, Feuerwehrwagen und Miltaerfahrzeuge auch PKWs zu produzieren, dann duerften de Karten in einigen Jahren nicht schlecht stehen.
- #3 29.06.2012 06:45 von
- #4 29.06.2012 06:46 von
Und der Transport!
Gütertransporte müssen endlich zu ihrem wirklichen Preis abgerechnet werden (einschließlich Verbrauch von Treibstoffressourcen, Schädigungen durch Abgas, Lärm, Umweltschäden, korrekte Bezahlung korrekter Arbeitsbedingungen für die Fahrer). Bei einem ehrlichen Transportpreis würde nur das hin- und herverfrachtet, was wirklich sinnvoll ist. Die Wettbewerbsfähigkeit ausländischer Anbieter darf nicht künstlich begünstigt werden.
Aber die Griechen hätten ihre Kredite vielleicht auch bei höheren Transportpreisen aufgenommen… - #5 29.06.2012 06:47 von
Die Krise hat was ...
So eine Krise führt wohl zum Nachdenken.
Da kann man hoffen, dass die auf immer mehr Länder übergreift. Jawohl - auch auf D.
Denn mit 'Vernunft' ist der globale Wahnsinn nicht zu stoppen - offenbar nur so.
Es gibt natürlich Produkte, die das eigene Land nicht hergibt. Aber Lebensmittel um die halbe Welt karren ist Irrsinn. In der Beziehung gehts den Leuten hier echt noch zu gut.
Bevor hier wieder einer die Neidkeule schwingt: Erst mal nachdenken, ob er wirklich Exotenfisch aus Vietnam, im Winter Erdbeeren oder phönizische Wurstpellenmarmelade (Asterix ;-) braucht. - #6 29.06.2012 06:48 von
Öl ist nicht aus der Heimat
Handelsbilanzdefizit > Ölimporte
Budgetdefizit nur knapp größer als Ölimporte
Dringender Umstieg der Griechen auf Solarstrom und elektrische Mobilität.
Importiere Öl und Sie haben Energie für einen Tag
Importiere eine Photovoltaikfabrik und Sie haben Energie ein Leben lang.
Photovoltaikfabrik steht hier symbolisch für Photovoltaikfabrik, Fabrik für Elektroroller, thermische Haussanierung, eben alles was unabhänig von Ölimporten macht.
Statt mit importierten Öl zum Bauern fahren um einheimische Lebensmittel zu kaufen mit dem Elektroroller und Strom vom eigenen Hausdach.
Bin schon öfter mal mit Frau und 35 kg Gemüse am Elektroroller einkaufen gewesen. - #7 29.06.2012 06:51 von
das praktiziere ich schon seit Jahr und Tag Obst und Gemüse wenn möglich nur aus dem eigenen Land zu kaufen. Ich habe noch nie Verstanden warum mann Knoblauch und Zwiebeln aus Argentinien, Äpfel aus Neu Seeland und Kartoffeln aus Ägypten um die halbe Welt fliegen muss obwohl das auch bei uns wächst.
- #8 29.06.2012 06:52 von
- #9 29.06.2012 06:54 von
alles umsonst?
"Alles aus Kreta, alles umsonst, gestiftet von Bauern auf der Insel. Die Nachfrage ist enorm, hunderte von Griechen warten in der Mittagshitze."
Als alter Kaufmann habe ich die Erfahrung gemacht, dass "Alles umsonst" bei meinen Kunden immer gut ankam.
Einer meiner Kunden äußerte sich über die Preise. Als ich ihm sagte, wenn es nach mir ginge würde es alles umsonst geben, begrüßte er diese Äußerung.
Als ich ihm aber sagte, dass er dann aber woanders umsonst kaufen müsse, weil ich dann auch unterwegs sei, um alles umsonst zu kaufen, sah er mich ziemlich komisch an.
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