dapdUnnötig behandelt und dann noch draufgezahlt - Patienten haben im deutschen Gesundheitswesen oft das Nachsehen. Experten haben jetzt einen Masterplan für mehr Transparenz vorgelegt. Die nötigen Daten sind vorhanden, doch Kassen und Mediziner scheuen die Veröffentlichung.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...-a-882665.html
Sie haben es offensichtlich nicht verstanden: Ein höherer Verwaltungsaufwand (also mehr Geld für Verwaltung) bedeutet nicht, wie Sie es darstellen, zwangsläufig geringere Wirtschaftlichkeit. Das Schreckgespenst Verwaltungskosten zerren Sie immer wieder hervor, ob es passt oder nicht.
Wer von uns beiden was verwechselt, darüber können wir noch lange diskutieren.
Aha, der Patient wurde geschont, indem er unnötig lange im Krankenhaus blieb. Das ist auch eine Haltung.
Sie ziehen aus der Kritik am DRG-System die Konsequenz, dass man zum alten System zurückkehren sollte. Ich halte es für sinnvoller, statt jedes Krankenhaus für jede Leistung bezahlen zu müssen, egal, ob diese Leistungen gut oder schlecht gemacht worden sind, endlich dazu überzugehen, die Qualität der Behandlung stärker in den Mittelpunkt zu stellen und gute Qualität besser, schlechte Qualität gar nicht mehr zu bezahlen. Dieser Weg ist noch nicht probiert worden.
Hier unterscheiden wir beide uns am stärksten: Sie klammern sich an alte Zeiten und fürchten sich vor Neuem. Ich halte es für sinnvoll, Neues schrittweise auszuprobieren. Deshalb erst einmal Einzelverträge für Hüft- und Knie-OPs, und dann schauen, ob das funktioniert.
Es wird funktionieren. Niemand braucht im Umkreis von 50 Kilometern um den Dortmunder Hauptbahnhof mehr als 100 Kliniken, die Hüftendoprothesen einsetzen. Die besten von denen langen.
Wie jetzt? Wollen Sie dem zitierten Autor, der der federführend an dem Schweizer DRG-System beteiligt war Falschaussagen unterstellen? Ich schrieb ja deswegen extra davon, dass den angegebenen Erlösen gleichen Erkrankung mit einigen Nebendiagnosen und gleicher Verweildauer oft mehr als doppelt so hoch seien.
Das ist mutig. Seine Veröffentlichungen können Sie auch nachlesen.
Solche Vergleiche funktionieren nur, wenn ich die Angaben auf eine gleiche Basis beziehe, wenn also etwa Preisniveau etc. berücksichtigt werden. Dass eine Fallpauschale in der Schweiz einen doppelt so hohen Betrag aufweist, heißt noch nichts, wenn die Kosten des Krankenhauses in der Schweiz ebenfalls doppelt so hoch sind. Deshalb sagt Ihre Auflistung allein nichts aus.
Zum gläsernen Gesundheitssystem gehören auch solche Beiträge:
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