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Patientenbeschwerden: Krankenkassen weisen Ärzten mehr Behandlungsfehler nach

dapdMehr als 4000 Behandlungsfehler haben Ärzte nach Erhebungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung 2011 begangen - ein deutlicher Anstieg gegenüber der vorherigen Statistik. Am häufigsten konfrontieren die Patienten Orthopäden und Chirurgen mit Vorwürfen.

http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...853980,00.html
  1. #1

    Na das passt ja

    wie die Faust aufs Auge der gestrigen Diskussion. Ein Schelm, wer böses dabei denkt, nicht wahr, SPON?
    Dennoch lohnt sich ein genauer blick auf die Zahlen.
    2287 Behandlungsfehler. Dabei sind die Fehler in der Patientenaufklärung miteinberechnet (wieviele das wohl sind?). Macht bei 61 Mio Behandlungen eine Quote von 0,0037%. Sprich: In 0,0037% der Behandlungen wurde ein Behandlungsfehler begangen. Gehen wir vom worst case aus, also 170.000 Behandlungsfehler pro Jahr, dann wäre die Quote bei 0,3%.
    So sehen die Zahlen schon anders aus, oder?
    Unabhängig davon ist jeder Behandlungsfehler einer zu viel.
  2. #2

    Verrechnet

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 4000 Behandlungsfehler haben Ärzte nach Erhebungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung 2011 begangen - ein deutlicher Anstieg gegenüber der vorherigen Statistik. Am häufigsten konfrontieren die Patienten Orthopäden und Chirurgen mit Vorwürfen.

    Behandlungsfehler: Krankenkassen stellen Beschwerde-Statistik 2011 vor - SPIEGEL ONLINE
    'tschuldigung, habe übersehen, dass es 61Mio Behandlungsfälle im ersten Quartal 2011 gab. Man müsste die Quoten also nochmal durch 4 teilen. Werden aber auch nicht mehr.
  3. #3

    Spitze des Eisbergs

    Dies ist nur die Spitze des Eisbergs. Da es sich kaum ein Patient leisten kann, gegen Ärzte zu klagen, zumal die Gutachter nach dem Krähenprinzip alles tun, um die Ärzte reinzuwaschen, gibt es nur wenige Klagen, die dann meist abgewiesen werden (Krähenprinzip) oder sich so in die Länge ziehen, dass der Patient das Urteil nicht mehr erlebt.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 4000 Behandlungsfehler haben Ärzte nach Erhebungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung 2011 begangen - ein deutlicher Anstieg gegenüber der vorherigen Statistik. Am häufigsten konfrontieren die Patienten Orthopäden und Chirurgen mit Vorwürfen.

    Behandlungsfehler: Krankenkassen stellen Beschwerde-Statistik 2011 vor - SPIEGEL ONLINE
    Wenn ich mich nicht täusche, sind Ärzte auch Menschen und bei nüchterner Bewertung meines Arbeitsleben muss ich feststellen, dass ich auch nicht immer fehlerfrei gearbeitet habe.
    Nun kann man natürlich sagen, die Fehler haben Patienten geschadet, aber erst einmal geht es ja um fehlerhaftes Arbeiten und ich unterstelle den Ärzten, wie jedem anderen Tätigen, dass das fehlerhafte Arbeiten nicht böswillig geschehen ist.
    Worüber man sich jedoch Gedanken machen soll, ist die notwendige Offenlegung von fehlerhaften Arbeiten und die dann notwendige Korrektur.
  5. #5

    Komisch....

    Das ist ja ganz verwirrend, es werden immer mehr Patienten innerhalb kürzester Zeit behandelt und da sind "mehr Fehler" passiert.....merkwürdig....
    Ganz zu schweigen von der immer noch herrschenden Überbelastung im Berufsalltag der Gesundheitsberufe( aber nein liebe Politiker versucht nicht die Gesundheitsberufe etwas zu entlasten, macht doch am besten noch mehr Gesetze die noch mehr Druck auf Schwestern und Ärzte ausübt, dadurch wird das Problem bestimmt behoben....
  6. #6

    Schlichtungsstelle ist Schlechtungsstelle

    ..wer mal ernsthaft was hat, kann sich den Gang zur Schlichtungsstelle der Ärztekammern "schlicht" sparen. Da wird der Bock zum Gärtner gemacht. Selbst erlebt wie haarsträubende "Gutachten" vorgelegt werden, die dann vor Gericht null Bestand haben. Vor einer OP Rechtsschutz abschliessen und bei Behandlungsfehlern nicht auf Diskussionen und "Schlichtungen" einlassen, sondern klagen.
    Jeder kleine Angestellte oder Handwerker muss sich für Fehler bei der Arbeit verantworten nur die Ärzte drücken sich, was das Zeug hält.
    Die Schlichtungsstellen arbeiten langsam, nur für ihr Klientel und vernebeln die Wahrheit. Sparen Sie sich diese Zeitverschwendung. Es wird Zeit,d ass der Staat bei disem Berufsstand mal die Messlatte anlegt, die auch für andere Berufe gelten. Auch die "helfen" nämlich Menschen und sei es bei der Autoreperatur oder dem Dachdecken. Genügend Geld verdienen Sie, die Ausbildung wird von den Steuern der arbeitenden Bevölkerung bezahlt, dann sollen sie auch genauso für den Mist gerade stehen, der sich nun mal hin und wieder ereignet. Ausserdem sollte man ruhig mal die Examensnoten offen legen und im Wartezimmer aushängen. Die fleissigen und guten Ärzte in Deutschland müssen sich nämlich für die Pfuscher mitverantworten, obwohl sie einen guten Job machen. Das ist aber auch die Schuld der Ärztekammern, die sich vor jeden noch so dümmlichen Fehler und jedes noch so unfähige Mitglied stellen und somit die guten Ärzte in Sippenhaft mit den Pfuschern nehmen.
  7. #7

    is ja lachhaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 4000 Behandlungsfehler haben Ärzte nach Erhebungen der Medizinischen Dienste der Krankenversicherung 2011 begangen - ein deutlicher Anstieg gegenüber der vorherigen Statistik. Am häufigsten konfrontieren die Patienten Orthopäden und Chirurgen mit Vorwürfen.

    Behandlungsfehler: Krankenkassen stellen Beschwerde-Statistik 2011 vor - SPIEGEL ONLINE
    wer eine solch niedrige fehler quote in einem normalen Beruf hat ist ein wahrer meister seines faches.

    Dann sollten die Aerzte eben einfach keine doppelschichten mehr machen im Krankenhaus, nach 8STD nach hause gehen, zwar sterben dann welche..aber hey..bloss keine fehler machen. Dann waehre der aufschrei riesig.

    Heuchelei mehr ist das nicht.
  8. #8

    Unschuldsvermutung bei Aerzten ? Wo gibt's denn so was ?

    Also, dass man als Patient erst die SCHULD des Arztes nachweisen muss, wird als Problem dargestellt - obwohl doch eigentlich und ueberall in unserem Lande die UNSCHULDSVERMUTUNG gelten sollte, oder ? Ist es Zufall, dass dieser Artikel zeitgleich mit der Forderung der Aerzte nach mehr Verguetung publiziert wird ? (Nach dem Motto: Erst machen Sie nur Bockmist, und dann wollen sie auch noch mehr Geld...). Selbst wenn ich den hochgezuechteten Zahlen Glauben schenken darf, sind bei 105 Millionen Pateintenkontaketn in ueber 4.000 Faellen Behandlunsfehler nachgewiesen worden - das sind etwa 0.003% aller Faelle - oder andersrum gesagt: Auf jeden Kunstfehler kommen ueber 26.000 nicht beanstandungswuerdige Behandlungen. Booohh, eih, da kann man sich ja wirklich nicht mehr zum Arzt trauen !!
    Auch wegen einer solch negativen Propaganda, von KBW-Ulla geschuert und seither filigran verfeinert, bin ich einer von vielen Fachaerzten, die sich das nicht mehr antun und die Republik verlassen haben. Weiter so !!
  9. #9

    Mdk

    Wir haben uns wegen eines gravierenden Behandlungsfehler an die Krankenkasse und an den medizinischen Dienst der Krankenkasse gewandt. Beide verwiesen uns an die Ärztekammer, die verwies uns wieder an die Schlichtungsstelle der Ärztekammer.
    Ganz schön kompliziert, wahrscheinlich mit Absicht.


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