CorbisDie Patienten bewerten deutsche Krankenhäuser besser, als der schlechte Ruf der Kliniken es vermuten lassen würde. Das hat jetzt die bisher größte Patientenbefragung Deutschlands ergeben. Allerdings gibt es zwischen einzelnen Krankenhäusern deutliche Unterschiede.
http://www.spiegel.de/gesundheit/dia...-a-873547.html
Man kann die Ergebnisse von solchen Umfragen schon alleine mit der Formulierung, sogar der Reihenfolge der Fragestellungen erheblich beeinflussen. Wenn ich Krankenhausbetreiber wäre, wäre ich auch an einer Studie interessiert, die deutschen Kliniken ein gutes Zeugnis ausstellt. Fakt ist:Alles was ich privat und beruflich an deutschen Kliniken von innen gesehen habe, war gemessen an dem Wohlstand dieses Landes und an den Kosten, die das deutsche Gesundheitssystem verursacht, durchwachsen bis katastrophal. Vor allem die Hygiene. die Infektionsraten an multiresistenten Keimen sprechen da für sich. Aber auch extreme Personalunterbesetzung beim Pflegepersonal, Fließband-OPs, völlig überlastete Assistenzärzte....
Dann bin ich wohl die große Ausnahme. Bei meinem letzten 5-tägigen Aufenthalt (Asklepios HH) durfte ich live sehen, wie mein Zimmernachbar Tabletten hingestellt bekam, die für jemand anders bestimmt waren. Sein großes Glück war, dass er es an den Pillenfarben selbst gemerkt hat. Ansonsten wohl einfach Pech, wenn man blutdrucksteigernde statt -senkende Mittel bekommt and tot umfällt.
Das Pesonal wirkte überwiegend gestresst und genervt. Aber das hat sicher alles nichts mit der Privatisierung zu tun...
...wer wurde da wie und mit welchen Fragen befragt? Der sterbende Patient, der Sieche oder der schlecht behandelte Patient wurde doch wohl nicht mit einem Fragebogen bedrängt...ich habe leider im letzten Jahr einen nahen Angehörigen durch mehere Krankenhäuser begleiten müssen...von Krankheit bis hin zur OP...die Erfahrungen waren gemischt..sogar auf Station...kommt ganz auf Pfleger oder Schwester an...wir haben alles erlebt von unheimlich nett, eifrig und hilfsbereit bis hin zu pampig, unverschämt und desinteressiert (bis hin zur unterlassenen Hilfeleistung und sogar ein bißchen Sadismus war dabei).
Solche Befragungen haben fast keine Aussagekraft.
Was für Erkrankungen hatten die befragten Patienten, Routineeingriffe?
Wie hoch ist die Mortalitätsrate der Krankenhäuser?
In was für Häusern wurden die Patienten versorgt, Unikliniken, Kreiskrankenhäusern, Privatkliniken, Christliche Unternehmen????
Morgen kommt sicher ein Bericht über den Pflegenotstand in Deutschen Krankenhäusern in die Zeitschriften.
..ob einen zufrieden stellt, dass ein Pfleger auf der Intensivstation der Universitätsklinik der größten norddeutschen Stadt mit seinen Drecksfingern einen Krankenhauskeim ins Tracheostoma einer frisch operierten Patientin beförderte, was längerfristig zu Lungenentzündung und Ableben führte, sei einmal dahingestellt.