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Party-Logbuch Passau: Rolex über Bord

Was passiert in deutschen Uni-Städten, wenn es Nacht ist? Maximilian Popp geht für den UniSPIEGEL hart feiern, diesmal in seiner Heimatstadt. In Passau schaut er jungen Juristen beim eskalieren zu, besucht den Kuwi-Strich und lässt sich von einem BWLer die Erfolgswelle erklären.

http://www.spiegel.de/unispiegel/hef...764386,00.html
  1. #10

    Na ja

    Mit der Beschreibung von versnobten BWL- und Jura-Studenten in Passau hat der Autor zwar völlig Recht, aber warum die anderen Studenten nur mit dem Nebensatz
    "Am Flussufer vor der Uni grillen Studenten. Sie rauchen Wasserpfeife, trinken Bier. Politologen sitzen im Gras, Kulturwirtschaftler und andere Langzeitstudenten. "Bafög-Wiese" oder "Kuwi-Strich" nennen die Juristen diesen Ort - sie halten sich fern."
    abgetan werden, erschließt sich mir nicht.

    Im Übrigen habe ich in Passau studiert und mich bevorzugt auf der "Bafög-Wiese" (die zu meiner Zeit noch nicht so hieß) aufgehalten. Obwohl ich weder Kulturwissenschaften oder Politologie studiert habe, sondern Informatik, war ich keine Langzeitstudentin, wie es der Autor impliziert hat.

    Ich halte Passau für eine charmante Studentenstadt und finde es schade, dass der Autor so negativ über seine Heimatstadt schreibt.
  2. #11

    Ich bin gebürtiger Passauer und kenne "beide Welten". Passend formuliert, ich habe sehr gelacht! :)

    Allerdings war das vor 10 - 15 Jahren noch viel xetremer. Da waren Studentenparties die jeder Beschreibung spotten. Und es gab auch noch deutlich mehr Clubs für die Studenten, zu nennen wäre da das Babalinas. Als Ausgleich kann man dann ja die Locations der Locals aufsuchen. Auch ganz nett. Vielleicht fahre ich mal wieder hin.
  3. #12

    -

    Warum nur fällt mir Reinald Grebe ein...

    Wenn BWLer tanzen,
    wie soll man das nennen?
    Man muss nicht nur feiern
    wollen, man muss es auch können.

    Vermutlich werden die wirklich später Unternehmensberater. Ich bitte aber den Umkehrschluss zu vermeiden, alle Unternehmensberater seien so. Vermutlich tendieren verwöhnte Gören dazu, Jura, BWL oder Medizin zu studieren. Erstere Fächer sind oft eine recht geistlose Fortschreibung von "Irgendwas studieren" (weswegen es natürlich dennoch engagierte und bewusst entschiedene Studenten in diesen Fächern gibt) und Mediziner-Dynastien brauchen keine Erläuterung. Aber "Berufs-Söhne" und "Berufs-Töchter" findet man durchaus auch bei Ingenieuren und wo nicht sonst noch.

    Auf der anderen Seite kenne ich auch Millionärskinder, die fundiert studiert haben, keine Show ablieferten, nicht bei Papa begannen und inzwischen eine eigene Firma als Startup gründeten.

    Was es für eine Gesellschaft bedeutet, wenn immer mehr Leute dank Kürzungen im Bildungswesen kaum noch Bildung erhalten und auf der anderen Seite eine gefühlt steigende Zahl wohlhabender Eltern ihren Kindern keine Bodenhaftung mehr vermitteln kann, will ich mir heute Abend nicht mehr ausmalen.
  4. #13

    Der Artikel ist haarsträubend banal,

    niveaulos und langweilig. Kein Wunder, warum ich schon als Student Uni-Magazine verschmäht habe. Ob das jetzt "Uni-Spiegel" war "Zeit-Campus" war.
  5. #14

    Ich gebs zu

    Ich mag solche Clubs ansich, ich liebe auch das P1, Cocoon, Passage.

    Aber was sich DORT abspielt ist eher Kinderdisco. Angefangen bei der Musik über 20 jährige Proleten mit der "Weißt Du eigentlich wer ich bin"-Einstellung obwohl niemand weiß wer sie sind und es auch keinen interessiert. Wenn sich in anderen Clubs Erwachsene aufspielen weil sie mit Lamborghini kommen und tatsächlich erfolgreich sind, dann find ich das okay. Wer was erreicht hat darf auch prahlen. Aber die Fähigkeit Geld vom Pappa auszugeben und es halt irgendwie auf die Uni geschafft zu haben allein ist eher weniger beindruckend als eher peinlich.

    Aber gut, die meisten sind ja nicht so - vor allem nicht nüchtern -, und die Auswahl in Passau ist halt nicht riesig.
  6. #15

    Sozialneid ist völlig unangebracht.

    Diese Schnösel fahren vielleicht mit 20 Pappa´s Porsche auf Koks, wissen aber im Endeffekt überhaupt nicht was die da machen.
    Geschweige denn wissen sie es zu schätzen.
    Diese Leute sind mit 40 AM ENDE! Kein Grund neidisch zu sein...
  7. #16

    .

    Ich finde das irgendwie süss, dass alle Leute die BWLer mit reichen Papis verachten und verspoten.

    Die Jungs haben wirklich ein besseres Leben als wir. Bessere Karten bei den Damen, keine Zukunftsängste, kriegen trotz weniger Leistung bessere Jobs - und können sich das erste eigene Auto schon vor Ende des Studiums leisten.

    Sozialneid ist ok, Spott ist dagegen dumm.
  8. #17

    Fast treffend

    Diese Extreme sind in Passau so gut sichtbar, weil es so klein ist. Die meisten BWLer und Jura Partys dort waren eher ziemlich langweilig.
    Allerdings ist dieses affektierte Gehabe wohl eher studiengangtypsich und durch das provinzielle an Passau noch verstärkt. Den selben Habitus haben dort auch BWLer und Juristen, deren Familien zur soliden Mittelschicht gehören. Es scheint in derlei Kreisen wohl cool zu sei so zu tun als ob man ganz oben mit dabei wäre. Da darf der Perlenohrstecker auch mal falsch ein, den Unterschied erkennen die Kids eh nicht und das Polo aus dem Urlaub oder von ebay.
    Wenn die Partys wenigstens gut wären könnte man sich das hin und wieder mal geben. So ist es nur eine Ansammlung von Wanabes.
  9. #18

    Unsinn

    Zitat von Salatsauce Beitrag anzeigen
    Ich finde das irgendwie süss, dass alle Leute die BWLer mit reichen Papis verachten und verspoten.

    Die Jungs haben wirklich ein besseres Leben als wir. Bessere Karten bei den Damen, keine Zukunftsängste, kriegen trotz weniger Leistung bessere Jobs - und können sich das erste eigene Auto schon vor Ende des Studiums leisten.

    Sozialneid ist ok, Spott ist dagegen dumm.
    Ich kenne auch so einen Fall von Tochter mit reichen Eltern, allerdings aus der Mediziner-Riege. Erstes eigenes Auto vor Ende des Studiums? Eher vor dem Bestehen des Abiturs. Und dann gleich ein deutscher Oberklassewagen - toll, oder? Achso, selbiges hat die junge Dame nur mit Ach und Krach bestanden, studiert jetzt aber trotzdem Medizin. Tja, wer es nicht im Kopf und auch nicht in den Beinen hat, der hat es eben im Geldbeutel. Aber! Diese Person hat gar keine Ahnung von Politik, Geschichte, gegenwärtigem Geschehen, kann überhaupt keine Diskussion führen. Die einzigen Beschäftigungen sind Geldausgeben, Party machen und in den Urlaub fliegen. Das ist doch nicht beneidenswert?! Darüber spottete in der Abizeitung die ganze Stufe.

    Sehen Sie, Menschen, die ich beneide -oder eher bewundere-, das sind diejenigen, die wirklich Ahnung haben, vom Leben und von der Welt. Die sich Dinge selber erarbeitet haben. Das geht freilich nur mit viel Muße und geistiger Ertüchtigung, und hängt nicht von der finanziellen Situation der Eltern ab. Aber diese Menschen besitzen mindestens zwei Dinge, welche diese verwöhnten Gören niemals haben werden: Echtheit und Rückgrat.
  10. #19

    Niveauloser Artikel.

    Ich halte dieses "Logbuch" schlicht und einfach für schlecht.

    Zugegeben, ich kenne Passau und die dortigen Studienbedingungen/"Partybedingungen" nicht, allerdings wird in diesem Artikel in einer verallgemeinernden Weise über bestimmte Studierende hergezogen, dass ich wirklich nur schockiert bin.

    Natürlich ist ein solches Verhalten, wie es in diesem Artikel beschrieben wird, nicht angebracht und in gewissen Maße dekadent. Aber warum wird das den bitte so einseitig beschrieben?
    Ich persönlich habe gerade in einer kleineren Stadt im Norden Deutschlands mein Jurastudium beendet und habe von solchen Leuten rein gar nichts mitbekommen. Ich trage keine Longchamp - Taschen, muss mein Auto (ja, ich habe eins!) selbst finanzieren und gehe dafür regelmäßig arbeiten.

    Trotzdem muss ich - gerade wegen solcher "Artikel" - tatsächlich bei Fachfremden eine Menge Aufklärungsarbeit leisten, um zu zeigen, dass nur ein minimaler Teil von Jurastudenten einen solchen Lebensstil pflegt.

    Sofern diese Leute tatsächlich so naiv und weltfremd sind, wie hier beschrieben, dann klappt das mit dem Examen ohnehin nicht oder nur schlecht und dann werden die Söhne und Töchter sicherlich KEINE Richter, Staatsanwälte etc. werden.

    An den Reaktionen auf diesen Artikel sieht man hingegen deutlich, dass durch solche Beschreibungen vieles durcheinandergeworfen wird und nur zu undifferenzierten Beschimpfungen gegenüber den "bösen" Juristen führt.

    Das ist Fehl am Platz und mehr als unfair gegenüber den vielen Jurastudenten, fertigen Juristen und auch BWLern die tatsächlich Freude an ihrem Studium haben/hatten und dabei auch wunderbar mit Studierenden aus anderen Fachbereichen befreundet sein können und natürlich auch feiern können.


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