Zitat von
roomford
man merkt, dass der autor von bremen keine ahnung hat.
der artikel vermittelt ein völlig falsches bild.
- das "viertel" ist schon lange der hotspot für gentrifizierung schlechthin. die mieten sind dort ungleich höher als in anderen innenstadtlagen. man lebt vom charme des vergangenen, das war es aber auch schon. "alternativ" ist das viertel jedenfalls schon lange nicht. es gibt längst andere stadtteile, in denen sich progressive und innovative zentren gebildet haben.
- die ewigen keilereien mit der polizei am sielwall zu romantisieren ist einfach peinlich. meistens handelt es sich hier um erlebnisorientierte jugendliche, für die es einfach super cool ist, die "bullen" zu stressen. frei von jeglichem politischen anspruch, natürlich. aber es fühlt sich halt toll an, irgendwie gegen den staat und die polizei zu sein. am besten das ganze dann mit dem iphone filmen.
- bremen als versiffte arme stadt darzustellen mag für einen reißerischen artikel ganz toll sein, in wahrheit aber hat bremen eine der höchsten quoten an millionären gemessen an der gesamtbevölkerung. kontraste gibt es überall. bremen als stadt wäre auch bei weitem nicht so verschuldet, wenn die einkommenssteuer nicht am wohnort, sondern wie früher am arbeitsort erhoben werden würde. die speckgürtelproblematik wurde ja schon erwähnt.