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Party-Logbuch*Bremen: LSD mit Butterkeksen

Deutschland hat kaum wilde Orte, aber einer ist ganz sicher Bremen: eine herrlich abgerissene, arme*Studentenstadt, findet Markus Flohr. Er nimmt einen Kumpel mit auf einen nächtlichen Spaziergang durch Böllerqualm, eine Selbstmord-Bar - und in die Fänge einer falschen Polizistin.

http://www.spiegel.de/unispiegel/wun...792537,00.html
  1. #20

    Bremen = Berlin????

    Bremen als das bessere Berlin? Herrliche Idee. Das ist in ungefähr so glaubwürdig, als würde man Zwickau nur neuen hoffnungsvollen Metropole des Ostens erklären... Entschuldigung aber Bremen ist nun einmal leider langweilig und spießig, da ändert ein etwas alternativeres Viertel auch nicht wirklich was dran...
  2. #21

    Da capo!

    Arm & ranzig, das neue Chic & Hip der Uni-Bohème. Wär's da nicht prima endlich den Ländefinanzausgleich zu kippen. Um wieviel ärmer und ranziger...ähh...ich meine chicer und hipper könnte Bremen dann noch sein...

    Das ist das finale Stadium: die Erbärmlichkeit als Savoir vivre zu verklären.
  3. #22

    Wenn...

    Zitat von manuelbaghorn Beitrag anzeigen
    Bremen als das bessere Berlin? Herrliche Idee. Das ist in ungefähr so glaubwürdig, als würde man Zwickau nur neuen hoffnungsvollen Metropole des Ostens erklären... Entschuldigung aber Bremen ist nun einmal leider langweilig und spießig, da ändert ein etwas alternativeres Viertel auch nicht wirklich was dran...
    ...Sie Shakespeare spießig finden, dann bleiben Sie (und zwar nur Sie; nichtgroßkotzige Berliner nehme ich ausdrücklich aus) doch an der Spree. Wenn Sie einen Strom sehen wollen, können Sie dann ja nach Bremen kommen. Aber falls Sie nicht wissen, wer Shakespeare ist und wo er am besten gespielt wird: Google hilft!

    Das...

    Zitat von elmex67 Beitrag anzeigen
    Arm & ranzig, das neue Chic & Hip der Uni-Bohème. Wär's da nicht prima endlich den Ländefinanzausgleich zu kippen. Um wieviel ärmer und ranziger...ähh...ich meine chicer und hipper könnte Bremen dann noch sein...

    Das ist das finale Stadium: die Erbärmlichkeit als Savoir vivre zu verklären.
    wäre ja eine äußerst sinnvolle Entscheidung: Niedersachsen, das einzige Bundesland, das seit Bestehen der Bundesrepublik immer Nehmer des Länderfinanzausgleichs gewesen ist, diesem vor wirtschaftlichem Erfolg strotzenden Bundesland also soll Bremen zugeschlagen werden?
    Glauben Sie mir, Bremen hat schon mal eingezahlt, und das könnte es regelmäßig, würde das dort erzielte Einkommen auch dort und nicht bspw. in Achim oder Weyhe versteuert.

    Grüße, tutmosis
  4. #23

    Ach ja, Bremen ist schon schrecklich

    Da ist es wieder, das Bremen, über das immer gern berichtet wird. Jede Stadt in der BRD hat nämlich immer nur ein Image: In FFM sind alle Banker, die Münchner feiern ständig Oktoberfest, die Ruhrpöttler kommen schon mit Grubenlampe und Currywurst aus dem Mutterleib, die Hamburger sind der einzige Hafen der Welt, die Kölner ständig lustig, sämtlich Berliner ungeheuer kreativ und Bremen ist arm. Der hilft dann auch nicht der Hinweis, das Bremen das zweithöchste BSP in der BRD hat, das zweithöchste Pro-Kopf-Einkommen, den viertgrößten Hafen Europas (Nr. 20 weltweit) usw. Wer da noch einen Kopf hat, der fasse sich an selbigen und genieße die wunderschöne Hansestadt.
    ... Und bevor ich mich in irgendeiner geleckten Frankfurter Normlounge langweile, gehe ich lieber ins Lagerhaus in der Schildstraße Bremen. Das ist einen Steinwurf - oh pardon: Katzensprung - von der Lila Eule entfernt. Ich kann mich aber gerne auch mit dem Spiegel-Schreiberlink im Hamburger Schanzenviertel treffen. Muß ja nicht gerade am 1. Mai sein.
  5. #24

    ...

    Zitat von Methados Beitrag anzeigen
    Da lob ich mir die Clubs, die noch vernünftig geschultes Personal haben oder auf Leute von den MCs zurückgreifen. Die benehmen sich jedenfalls und schickanieren nicht das (deutsche) Publikum, nur wegen Ihrer rassistischen Ansicht gegenüber Deutschen.
    Bin ich der Einzige hier der diesen Absatz unterhaltsam findet?
  6. #25

    Idioten

    Zitat von smel Beitrag anzeigen
    Bin ich der Einzige hier der diesen Absatz unterhaltsam findet?
    Naja. Das sind ja wahrscheinlich wirklich ziemlich harte Nazis da. Um sich dann hier darüber aufzuregen, muss man das allerdings auch sein. Noch dazu, bei so einem Schwachsinnsartikel. Es reicht also tatsächlich, wenn so ein blöder Spiegel Autor hört, dass dort, wo halt irgendwie Sven Regener her kommt, jetzt viele Ex Berliner sind, und er düst hin und schlägt sich da einfach mal ne' Nacht um die Ohren. Und dann, Uffschreiben!! Fehlen nur noch Fotos von ihm, wie er an der Bar sitzt und mit Wolle und Schulle ein 0.5er stemmt. Man ist ja auch nicht mehr der jüngste. Fragt sich jetzt eigentlich nur, ob es tatsächlich die alten Rotzsuffkis aus dem letzen 150 Euro Loch Berlins sind, die dort hingekrochen kommen, oder auch der Bespassungsaffine Nachwuchs. Da wird sich der Autor wohl bald einen Schnurrbart ankleben müssen. Im Endeffekt macht der arme Trottel ja auch nur Werbung. Genau wie der stolze Linksradikale.
  7. #26

    "Gestellt"

    Beim Foto sollte man dann auch wenigstens angeben, dass der Mann Künstler ist. Oder zumindest solche Ambitionen hat.

    Anmerkung an den Administrator;
    Wenn mein letzter Kommentar ungebührliche Passagen enthält, so teilen Sie mir dies doch bitte mit. Wenigstens formell, in dem sie auf die Regeln verweisen oder so einen Quatsch. Lassen sie ihn bitte bloß nicht Kommentarlos durch die Spalten fallen. Das wäre ziemlich unhöflich.
  8. #27

    Zustimmung!

    Zitat von roomford Beitrag anzeigen
    man merkt, dass der autor von bremen keine ahnung hat.
    der artikel vermittelt ein völlig falsches bild.

    - das "viertel" ist schon lange der hotspot für gentrifizierung schlechthin. die mieten sind dort ungleich höher als in anderen innenstadtlagen. man lebt vom charme des vergangenen, das war es aber auch schon. "alternativ" ist das viertel jedenfalls schon lange nicht. es gibt längst andere stadtteile, in denen sich progressive und innovative zentren gebildet haben.

    - die ewigen keilereien mit der polizei am sielwall zu romantisieren ist einfach peinlich. meistens handelt es sich hier um erlebnisorientierte jugendliche, für die es einfach super cool ist, die "bullen" zu stressen. frei von jeglichem politischen anspruch, natürlich. aber es fühlt sich halt toll an, irgendwie gegen den staat und die polizei zu sein. am besten das ganze dann mit dem iphone filmen.

    - bremen als versiffte arme stadt darzustellen mag für einen reißerischen artikel ganz toll sein, in wahrheit aber hat bremen eine der höchsten quoten an millionären gemessen an der gesamtbevölkerung. kontraste gibt es überall. bremen als stadt wäre auch bei weitem nicht so verschuldet, wenn die einkommenssteuer nicht am wohnort, sondern wie früher am arbeitsort erhoben werden würde. die speckgürtelproblematik wurde ja schon erwähnt.
    Sehr gut auf den Punkt gebracht.

    Aber arm und versifft ist Bremen aber schon, da gibt es nix dran zu rütteln. Als ich hier Kind war in den 70-80er Jahren haben keine Leute in Mülltonnen nach Essen gewühlt. Heute gehört das genauso zum Straßenbild wie eine generelle Abgerissenheit und Ungeplegtheit etlicher Leute hier (natürlich nicht in Schwachhausen und Horn!).
    Jahrzehntelange hohe Sockelarbeits- und Perspektivlosigkeit haben deutliche Spuren bei einem großen Teil der Bevölkerung hinterlassen. Da können auch die vielen Millionäre und Wirtsschaftskraft nichts dran ändern. Zahlen und Straßenbild sind halt zwei Paar Schuhe.


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