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Partnerschaft: Du schnarchst, und dafür liebe ich Dich

Im Schlager heißt es, eine neue Liebe sei wie ein neues Leben - darf ich darauf vertrauen? Kann mir ein neuer Mensch an meiner Seite mehr Zuversicht geben und mir die Einsamkeit nehmen? Zu Weihnachten eine Richtigstellung in Sachen Neu-Verlieben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...805641,00.html
  1. #20

    ...

    Zitat von marvelix Beitrag anzeigen
    aber wenn ich tagebucheinträge lesen will dann stöber ich im schrank bei meiner freundin. sowas gegen ein entgelt als kolumne auf spiegel zu veröffentlichen ist eine derbe frechheit und eine beleidigung der intelligenz der leser. frohe weihnachten.
    Bei solchen Artikeln - und es ist nicht der einzige - stelle man sich immer die Frage: wie würde man reagieren, hätte das ein Mann geschrieben?

    Die meisten würden da wohl nur milde lächeln. Und vielleicht seine Praktikantenstelle noch mal 6 Monate verlängern - Begabung hat er ja.

    Aber gleich eine Kolumne?
  2. #21

    Frechheit?

    [QUOTE=marvelix;9349499]
    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Schlager heißt es, eine neue Liebe sei wie ein neues Leben - darf ich darauf vertrauen? Kann mir ein neuer Mensch an meiner Seite mehr Zuversicht geben und mir die Einsamkeit nehmen? Zu Weihnachten eine Richtigstellung in Sachen Neu-Verlieben.

    Partnerschaft: Du schnarchst, und dafür liebe ich dich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur[/QUOTE
    jetzt mal im ernst, bei allem verständnis für die sensibilität dieser dame, bei allem respekt vor ihren hin und wieder tatsächlich gelungenen kolumnen und so... aber wenn ich tagebucheinträge lesen will dann stöber ich im schrank bei meiner freundin. sowas gegen ein entgelt als kolumne auf spiegel zu veröffentlichen ist eine derbe frechheit und eine beleidigung der intelligenz der leser. frohe weihnachten.

    In Hinblick auf die überaus positiven Beiträge und Rückmeldungen der Leser stehen Sie mit Ihrer kritischen Anmerkung ziemlich alleine da. Woran könnte es liegen. Entweder verfügen Sie über eine weit überdurchschnittliche Intelligenz oder es liegt an einer ungewöhnlichen Wahrnehmung und überzogenen Ansprüchen.
  3. #22

    Riesenbabies

    Man nehme das Schnarchgeräusch einmal weg, dass wir bereitwillig mit einem erwachsenen Mann assoziieren. Worin besteht dann in der Figur des Mannes der Unterschied zwischen einem Mann und einem Kind? Gibt es eigentlich eine Semantik der Liebe, nicht der Sexualität, die diese Unterscheidung noch treffen kann? Ist die Liebe nicht vollständig infantilisiert? Die Frau, das Baby, der Mann das Riesenbaby. Oh wie er sabbert und wie der eine den anderen zudeckt, gleich einem Säugling, dessen Sorge um sich selbst, noch nicht für sich selbst reicht. Das ist sehr rührend.

    Von der Macht wollen wir uns nicht mehr wie Kinder behandeln lassen, aber im Privatleben werden wir zu Bärchen und Mausi und Schatzi, zu Muddi und Vaddi. Inneralb dieser Lebensweise ist die einzig denkbare Steigerung die vom Kind zum Jugendlichen, der seine Sexualität an allen möglichen Objekten ausprobieren möchte und jedem Thrill zugeneigt ist: der Traum vom wilden Leben, der im Artikel auch anklingt. Der unglücklich erwachsen gewordene ist die Resignationsform des Jugendlichen, der zwischen Infantilisierung und wieder jugendlich Werdung hin und her pendelt.

    Vielleicht ist die Liebe doch nur in der Musik oder im Drama schön. Im letzteren weil ihr immer etwas im Wege steht, nicht weil man ihr unendlich bei der Erfüllung im Alltag zusehen muss. Wer weiss, ob der Einsame, das nicht weiss und die Liebe eher vermittelt duch die Kunst genießt, statt sich ihr in der Realität ihrer tatsächlichen Peinlichkeit auszusetzen. Fern davon selbst unendlich bedürftig zu sein, kultiviert er möglicherweise seinen Stolz?
  4. #23

    Neid?

    [QUOTE=tinosaurus;9349830]
    Zitat von marvelix Beitrag anzeigen


    In Hinblick auf die überaus positiven Beiträge und Rückmeldungen der Leser stehen Sie mit Ihrer kritischen Anmerkung ziemlich alleine da. Woran könnte es liegen. Entweder verfügen Sie über eine weit überdurchschnittliche Intelligenz oder es liegt an einer ungewöhnlichen Wahrnehmung und überzogenen Ansprüchen.
    Mit überdurchschnittlicher Intelligenz haben diese ein, zwei feindseligen Kommentare nun wirklich nichts zu tun. Klingt eher nach Ahnungslosigkeit und Neid verkopfter Kleingeister. Man braucht nicht studiert zu haben, um zu erkennen, dass das handwerklich (und nicht nur das) ein sehr gut geschriebener Beitrag ist. Das heisst nicht, dass er einem gefallen muss, aber mit Unkenrufen à la "schlecht geschrieben" oder "belanglos" (???) disqualifiziert man sich m.E. nur selber, denn mit fundierter Kritik hat so ein Gemotze freilich nichts zu tun.
    Ich bedanke mich bei der Autorin zu diesen hübschen Beitrag.
  5. #24

    Die Liebe zu den Gegenständen

    Nun, jedem die Liebe, deren Transformationen man ertragen kann. Kann man das nicht, empfiehlt sich die Liebe zu Gegenständen, deren erlesene Schönheit keinen Verfall kennt. Zudem ermöglichen manche von ihnen eine sensuelle Befriedigung, die man von, nun sagen wir: Beseeltem selten erhält. Warum sollte man sich mit Fleisch mengen, wenn man sich in Pelzen wälzen kann? Und ist das stille Altern der Stoffe nicht würdevoller als das Gejammer über den Verlust der Jugend, die man nie hatte? Lächerlich. Ich bevorzuge eindeutig Gegenstände.
  6. #25

    Es ist was es ist...

    ...sagt die Liebe (Erich Fried)

    Sehr berührender Artikel - danke, Frau Berg.
  7. #26

    Jedem Tierchen...

    Zitat von favela lynch Beitrag anzeigen
    Ich bevorzuge eindeutig Gegenstände.
    ...sein Plaisierchen.
  8. #27

    Schön ist schön

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Schlager heißt es, eine neue Liebe sei wie ein neues Leben - darf ich darauf vertrauen? Kann mir ein neuer Mensch an meiner Seite mehr Zuversicht geben und mir die Einsamkeit nehmen? Zu Weihnachten eine Richtigstellung in Sachen Neu-Verlieben.

    Partnerschaft: Du schnarchst, und dafür liebe ich dich - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Kultur
    Ja, ausnahmsweise auch mal was Schönes. Sind wir ja doch Menschen.
    Ich erinnere mich schwer, aber genau.

    GN8!
    Arno
  9. #28

    Gedenken

    Selig die Einsamen, denn ihrer gedenken die Krümelschnarcher an Weihnachten. Nur so läßt es sich aushalten, das Schnarchen und Krümeln. Alle Jahre wieder.
  10. #29

    Seltene Gabe

    Frau Berg hat die seltene Gabe in ihren Texten inhaltliche Belanglosigkeit und sprachliches Unvermögen in einzigartiger Weise miteinander konkurrieren zu lassen.








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