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Parteivorsitz: Linke-Chefin Lötzsch tritt zurück

DPASie hat lange überlegt, am Dienstagabend verkündete sie dann ihren Beschluss: Gesine Lötzsch tritt als Linke-Vorsitzende zurück. Grund sei eine Erkrankung ihres Mannes. Ganz aus der Politik wird sie sich jedoch nicht verabschieden.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...826716,00.html
  1. #90

    Kann man nicht einfach die Rücktrittsbegründung akzeptieren? Ihr Mann ist 80, und in diesem Alter ist mit Krankheit nicht zu spaßen.

    Ich wünsche beiden alles Gute.

    Denjenigen, die Häme über ihre "unglückliche Amtsführung" ausschütten, sei gesagt, dass gewisse Apparatschiks im KL-Haus schon andere drangsaliert haben, wenn sie ihnen nicht passten, "Zonen-Gabi" war so ein Fall.

    Und nicht vergessen sollten die Lötzsch-Kritiker in der Linkspartei, dass ohne Gesine Lötzsch und Petra Pau die Partei wohl gar nicht mehr existieren würde. Die beiden haben nämlich buchstäblich alleine drei Jahre im Bundestag die Stellung gehalten, als die PDS die 5 % nicht schaffte und nur die beiden Frauen mit Direktmandat im BT saßen und mit "Katzentischen" abgestraft wurden, wobei sie sich die Tische erst erstreiten mussten, wenn ich mich recht erinnere.
    Die verächtliche Art, in der die BT-Mehrheit mit den beiden fraktionslosen Abgeordneten umging, hatte jedenfalls in diesen Jahren einigen die Augen über den bundesdeutschen Parlamentarismus geöffnet.
  2. #91

    Zitat von Kurt2.1 Beitrag anzeigen
    Leistungsgerechte Bezahlung ist üblich hier im Land.
    Wenn DAS stimmt, ist das Lohngefüge hierzulande ja noch mehr bar jeder Vernunft aus aller Balance geraten, als man ohnehin schon ahnt.
  3. #92

    Zitat von somasemapsyches Beitrag anzeigen
    Jetzt noch weg mit Ernst,Lafontaine und Wagenknecht...und es wird eine Partei mit Perspektiven.
    Stimmt, DANN würde sie bestimmt bald mit offenen Armen im Kreis der neoliberalen Einheitspartei aufgenommen werden. Ein "Realo" wird sich sicher als Parteichef finden lassen, der den Leuten dann erklärt, warum es alternativlos ist, sich dem Mehrheitslager - und natürlich dessen Positionen - anzuschließen.
  4. #93

    Zitat von ginfizz53 Beitrag anzeigen
    ... obwohl ihnen die antworten nicht gefallen würden. Sogar ihre klassiker marx, engels habe ich ehemaliger 68er gelesen, in meiner bibliothek steht noch - als quell permanenter erheiterung - das nicht so bekannte werk von stalin "Dialektik der Natur".
    Gut gebrüllt, Löwe, nur leider Null Inhalt. Ich wäre übrigens auch an ein paar inhaltlichen Antworten auf die Fragen interessiert, die Ihnen der/die Forist(in) gestellt hat.
  5. #94

    Zitat von hubertrudnick1 Beitrag anzeigen
    Wenn man die Linken anspricht, dann kommt man unweigerlich auf ihre Klassiker zurück und die Grundtheorien haben nun mal Marx und Engels verfasst.
    Aber wer über dieses alles urteilen will, der braucht sich nur in der Vergangenheit umschauen und die hat es uns allen sehr deutlich gezeigt, dass der sogenannte Kommunismus keine besser Lösung zum Kapitalismus ist.
    Zack, und schon sind Sie wieder drin im immer gleichen "Argumentationsmuster".
    Denkanstoß: Handelten die Kreuzritter christlich?
    Oder ist es nicht auch da die theroretische Schrift, die das Christentum definiert und sich menschliches Handeln daran messen lassen muss, ob es das Attribut christlich verdient oder nicht?
    Zitat von hubertrudnick1
    Es ging bei diesen sogenanten Kommunisten nie wirklich um den Menschen, es ging um die Macht und die wurde gegen die eigene Bevölkerung brutal durchgesetzt.
    Ah, nun haben Sie ja doch gemerkt, dass es SOGENANNTE Kommunisten waren. Wenn wir so weit sind, können Sie mir JETZT erklären, was Frau Lötzsch bzgl. ihrer Kommunismusgedanken vorzuwerfen wäre? Es sei denn, Sie unterstellen ihr, dass sie das zum Ziel hat, was Sie eben beschrieben haben.
    Zitat von hubertrudnick1
    Die Linken betreiben nur eine Fortführung des alten System, allerdings nur so weit wie es ihnen möglich ist,
    Das ist eine ungeheuerliche Unterstellung. Sie dürfen natürlich alles behaupten, sogar, dass die Kinder fressen würden, wenn es keiner merken würde, aber etwas neben der Spur ist es schon. Vermutlich nehmen Sie gar nicht zur Kenntnis, welche Positionen die heutige LINKE vertritt. Aber wenn gar nichts mehr geht, kann man immer noch behaupten, die beabsichtigen das Gegenteil von dem, was sie fordern. Immerhin wäre so eine Haltung etwas verständlich, denn solche Erfahrungen hat man ja mit den bisherigen Regierungen jahrelang gemacht.
    Zitat von hubertrudnick1
    denn wenn sie was anderes wollten, dann hätten sie sich von der Vergangenheit schon längst abgewendet und sie kritischer betrachtet.
    Ich halte es für eine Tatsache, dass NICHTS, was die LINKE sagen oder distanzorisch von sich geben würde, "interessierten Kreisen" jemals als glaubwürdig ausreichen würde, denn glauben Sie ernsthaft, solche Kreise wären an der Zerstörung ihres Feindbildes interessiert?
    Sie sollten wenigstens so ehrlich sein, zuzugeben, dass man die LINKE wegen ihrer HEUTIGEN Positionen bekämpft. Die SED-Vergangenheit kam da nur wie gerufen. Es war bei den Grünen nicht viel anders (damals waren die "langen Loden" und die Strickpullis) und ist es mit den Piraten auch nicht anders (Geringschätzung wegen des aktuellen Zustandes ihrer programmatischen Findung). Die LINKE ist nicht nur ein weiterer politischer Konkurrent, sondern zudem einer, der sich nicht "umarmen" und vereinnahmen lässt und sich standhaft weigert, im Wolfskonzert mitzuheulen.
    Zitat von hubertrudnick1
    Freibier für alle ist ihre Richtung, was sie fordern geht nur solange, wie sie nicht die Verantwortung zu tragen haben.
    Mag ja sein, dass Sie mit der aktuellen Verteilung des "Freibiers" zufrieden sind. Ich bin es nicht und halte die Umverteilungsgedanken der LINKEn zumindest einer ernsthaften(!) Erwägung wert. Aber damit wären wir wieder beim selben Punkt: Welche politische Konkurrenz würde zugeben, dass SIE es ist, die Feibier nur für Wenige präferiert?
    Kann aber auch sein, dass Sie der Meinung sind, wir wären ein armes Land, indem es nichts (um-) zu verteilen gäbe.


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