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Parteitagsrede: Der neue Obama

REUTERSDas war harte Arbeit. Barack Obama ackerte sich durch seine Parteitagsrede, sprach über Sachthemen statt Visionen, war mehr Präsident als Wahlkämpfer. "Ich habe mich verändert." Brillant war der Auftritt nicht, doch gegen Rivale Romney könnte es reichen.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...854461,00.html
  1. #1

    Schlechte Rede?

    Ich hab hier und da in den Medien gelesen, Obama haette eine schlechte Rede oder entaeuschende Rede abgeliefert. Unglaublich - ich hoere sie mir gerade an. Ich bin einfach nur geruehrt und kaempfe wieder mit den Traenen wie vor 4 Jahren. Obama MUSS 4 Jahre laenger regieren.
  2. #2

    its about you

    Barack Obamas Rede war genial! Ich bin z.Zt. in den USA und habe jedes Wort live im Fernsehen gesehen. Ein Mann der verbindet und nicht spaltet. Ich hoffe für Amerika und die ganze Welt, dass Obama noch einmal antreten darf und er diesmal in den politischen Gremien auch regierungsfähige Mehrheiten bekommt.
  3. #3

    4 more years

    Zitat von metafa Beitrag anzeigen
    Ich hab hier und da in den Medien gelesen, Obama haette eine schlechte Rede oder entaeuschende Rede abgeliefert. Unglaublich - ich hoere sie mir gerade an. Ich bin einfach nur geruehrt und kaempfe wieder mit den Traenen wie vor 4 Jahren. Obama MUSS 4 Jahre laenger regieren.
    Da kann ich Ihnen nur zustimmen!
    Obama ist der einzige Politiker in verantwortlicher Position der den Anspuch hat, die Zunkunft pro-aktiv zu gestalten. Weder die GOP noch unsere Regierung kann dieses Prädikat für sich in Anspruch nehmen! Denn gerade hier in Deutschland lässt man Politik ja lieber vom EuGH oder BVerfG machen bzw. die Arbeitsaufträge von diesen erteilen. Leider verkennen die meisten Deutschen welche grossen Auswirkungen die Entscheidungen in Washington (glücklicherweise) auf unsern Alltag haben! Ich für meinen Teil fühle mich und meine globalen Interessen durch diesen Mann besser vertreten als durch irgendeinen Politiker in Deutschland.
  4. #4

    Obama ist erfahrener geworden.

    Die Rede haette von auch eine "State of the Union" Rede sein koennen. Sie war nicht schlecht, doch Clinton, Michelle und Biden haben "more passionate" Reden gehalten. Definitiv unter dem Strich haben die Demokraten einen ueberzeugenderen Konvention geliefert als die Republikaner. Es gab konkrete Daten und Argumente bei den Demokraten. Eins ist klar: wer Romney waehlt, der gibt die Macht vollstaendig an die Korporationen ab. Hoch lebe dann der Totalkapitalismus vergleichbar mit dem sowjetischen Staatskapitalismus.
  5. #5

    Großer Mann, große Rede

    Dass er ein guter Redner ist, braucht er keinem mehr beweisen. Dass seine Rede aber okay gewesen sein sollte, kann ich nicht bestätigen. Sie war großartig und für die aktuelle Lage genau richtig.

    Schluss mit dem Wahlkampfgetöse, her mit harten Fakten. Und die sind nunmal unumstößlich und selbst der dümmste Hinterwäldler sollte kapieren, dass man nach der Ära Bush und der Wirtschaftskrise nicht einfach nach vier Jahren in die Hände klatscht und alles ist wie zu Zeiten Clintons ist.
  6. #6

    So lautet der resignierte Ton jetzt in den US-Medien, die sich offenbar bereits damit abgefunden haben, dass Romney's Chancen nun noch geringer geworden sind.
  7. #7

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das war harte Arbeit. Barack Obama ackerte sich durch seine Parteitagsrede, sprach über Sachthemen statt Visionen, war mehr Präsident als Wahlkämpfer. "Ich habe mich verändert." Brillant war der Auftritt nicht, doch gegen Rivale Romney könnte es reichen.

    Barack Obamas kämpferische Parteitagsrede - SPIEGEL ONLINE
    Wer die Rede gesehen hat, weiss dass sie genial war. Das war kein "ackern". Die Leute waren aus dem Häuschen - und zwar aus gutem Grund!

    Man kann schon sagen, dass Obama Konkurrenz aus den eigenen Reihen hatte: Michelle hat überzeugt. Bill Clinton's Rede war vielleicht die beste seiner Karriere und Clinton ist wohl der begnadedste politische Redner, den es in den USA gibt.

    Was hat den DNC vom RNC unterschieden:
    - Die Demokraten verbreiten Hoffnung, die Republikaner verbreiten Hass
    - Die Demokraten haben einen ausgeglichenen Plan (Simpson-Bowles). Die Republikaner getrauen sich nicht, über ihren Plan zu reden, weil man sie für verrückt erklären würde.
    - Die Demokraten reden über Präsident Obama. Ausser Mitt Romney's Frau hat sich niemand getraut, über Mitt Romney zu reden, weil allen klar war, dass man nichts gutes über ihn sagen kann.

    Der Unterschied hätte grösser kaum sein können. Die Convention wird auch wirken. Die Job Figures sind relativ nebensächlich. Ja, die wirtschaftliche Lage ist schlecht und das ist auch das wichtigste Thema. Nur, dass die wirtschaftliche Lage schlecht ist, dass wissen schon alle. Trotzdem liegt Obama vorne. Jetzt wissen sie auch, dass Obama in die richtige Richtung gehen will und dass die Republikaner nur die Steuern für die Superreichen senken wollen. Es ist auch klar, dass niemand Mitt Romney mag und für die Republikaner Fakten keine Rolle spielen.
  8. #8

    ..

    Zitat von Jay's Beitrag anzeigen
    Sie war nicht schlecht, doch Clinton, Michelle und Biden haben "more passionate" Reden gehalten.
    Das stimmt, aber die Reden hatten jeweils eine andere Funktion, teils eine andere (Haupt-) Zielgruppe. Ich finde, die Demokraten haben das alles sehr clever gelöst, um ehrlich zu sein. Klar wird Obama jetzt erstmal wieder gebasht, von ihm erwartete man auch am meisten, nicht zuletzt rhetorisch. Aber Obamas Rede war nicht so "schlecht" wie die Medien weismachen wollen. Die ersten 20 Minuten waren sehr gut, ehrlich, nüchtern, mit "fester Hand". Am Ende kamen mir ein wenig zu viele Anekdoten über die Schicksale einzelner Amerikaner, aber diese emotionale Schiene kann man ja leider nicht wirklich umgehen. Michelle hat Obamas menschliche Seite präsentiert, Clinton lieferte Fakten, Witz und Charme und gab den Reps den wohlverdienten A*tritt, Obama zeigte sich bodenständig und ging mit den Gegnern hart aber etwas subtiler ins Gericht als Clinton. Alles andere wäre hirnrissig gewesen. Biden und co. haben ebenso ihren Job erledigt. Das war schon zu 85% der richtige Ton.

    Entgegen der Behauptungen einiger Foristen, die regelmäßig verbitterte Statements zum Thema angebene müssen, macht es einen gewaltigen Unterschied, ob die Demokraten oder die Republikaner im Amt sind. Zaubern kann der Mann auch nicht, aber anständige Werte hat er, was man von seinen Gegnern nicht behaupten kann. Und im Gegensatz zu den Reps macht er seinen Job nicht für sich, sondern versucht, seine Überzeugungen auch durchzusetzen, und zwar für das Wohl des Volkes. Vielleicht schnallen die Reps ja auch irgendwann, dass man nicht als Ziel haben sollte, dem Präsidenten auf Teufel komm raus ständig den Weg zu verbauen, nur weil das System es erlaubt. Meine Wählerstimme hat Obama! Good luck!
  9. #9

    Wenn das ein schwacher Auftritt von Obama war, wie müsste man dann all die Reden von Frau Merkel und Konsorten beurteilen? Wenn er von seinem Traum spricht, wirft man ihm vor dies habe nichts mit der Realität zu tun; wenn er von der Realität spricht, wirft man ihm vor, es mangelt ihm an Visionen. Wenn Romney und Merkel nichts sagen, machen sie einen guten Job oder haben wenigstens nicht enttäuscht. Ich erinnere mich noch in die Kommentare zur TV-Debatte Schröder gegen Merkel. Da war man ja auf Kommentatoren-Seite schon froh, dass sie sich nicht blamiert hat und feirte das als Sieg. Wer wirklich die Rede Romneys oder diesen unsäglich inszenierten Parteitag der Republikaner verfolgt hat, kann nicht ernsthaft behaupten, dass Romney aus diesem Schlagabtausch als Sieger vom Feld geht.
    Im Gegensatz zu Romney und Merkel versuchte Obama immerhin Antworten zu geben, die über das stereotype wir müssen alle den Gürtel enger schnallen, damit wir bei den Reichen noch mehr Steuern senken können, hinausgehen. Er legt seinen Finger in die offene Wunde der momentan stattfindenden Ausbeutung der Massen im Namen des Weltfinanzkapitals und erinnert uns alle daran, daß wir es selbst in der Hand haben. Wir leben in einer Demokratie, in der jeder Bürger eine Stimme hat. Wir haben nur verlernt, auf sie zu hören. Das Getöse der Pseudowirtschaftswissenschaftler und bezahlten Lobbyisten hat uns taub gemacht. Aber wie Obama sagte: Es geht bei dieser Wahl nicht um ihn, sondern um uns!








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