dapdGrundsatzdiskussion vor dem Parteitag: Die Führung der Piraten streitet darüber, wie sie mit ihrem gigantischen Erfolg umgehen soll. Der Parteivorsitzende Nerz will Regierungsverantwortung übernehmen. Doch Geschäftsführerin Weisband sagt: "Wir lernen noch."
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830315,00.html
Erzeugt Ihr in der Redaktion die Überschriften zu den Piraten mit einer Software aus Textbausteinen? Wie: kombiniere "Piraten" mit
"Streit, streiten, Chaos, Dilettanten, NSDAP"
Oder "Linke" mit:
"Streit, streiten, Chaos, Dilettanten, STASI"?
Vermutlich seid Ihr nicht so technik-affin, sondern der Generator und die Schere sitzen im Kopf.
Man weiß ja schließlich wo die Futterkrippe des Bürgertums hängt, gut bewacht gegen die hungrigen Mäuler des Prekariats durch die Wächter von der Truppe CDUFDPSPDGRÜNE.
Was die Vorzüge von qualifizierten Einzelpersonen angeht, gebe ich Ihnen recht. Nur wollen und können die Piraten das gar nicht. Der ständige Wechsel an der Spitze der Partei deutet vielmehr darauf hin, dass die Piraten Personen für ersetzbar halten und als "Bewegung" gewählt werden wollen.
Da alle Piraten-Abgeordneten über die Listenwahl in Parlamente einziehen werden, haben Sie auch bei den Piraten keine Möglichkeit, Ihrerseits "fähige Persönlichkeiten" gezielt auszuwählen.
Nicht falsch gesehen sondern nur falsch vermittelt worden von den Medien. Die Lady ist Geschäfts´´führerin´´.
(Ach Du Schreck, ist das jetzt schon ein Nazi - Vergleich? Man sollte doch die Deutsche Sprache noch viel mehr ´´Verneusprechung´´ unterziehen...)
Das Leute in einer sog. ´´Demokratie´´´ihre persönliche Meinung ohne Parteimaulkorb und Angst vor der BILD oder dem Chef sagen können scheint auch für viele Deutsche Journalisten ja etwas vollkommen unbegreifliches zu sein.
So ist das aber wohl in einer einer Duckmäusernation.
Bloss net hudle - solange die Parteien des schwarzrot-neoliberalen Parteienkartells noch Wählermehrheiten zusammenbekommen stellt sich für die Parten die Frage nach der Regierungsfähigkeit ja ohnehin nicht, sie haben noch Zeit. Erst muss es einmal die scheinlinke Schwindelfirma S(eeheimer)PD zerlegen, denn an deren Regenerationsfähigkeit ist nicht mehr zu glauben. Das politische Vakuum knapp links der Mitte muss aber gefüllt werden, was GRÜNE und LINKE nicht können und die Piraten wohl auch nicht - es wird also wohl auf eine neue SAP hinauslaufen müssen. Nun wird ja nach dem Wahlsieg Hollandes in Frankreich und nach Wahlergebnissen in S.-H. und NRW, die schwarzrot oder rotschwarz zur Folge haben werden, ein Zerbröselungsprozess dieser Partei einsetzen, den auch Kleistermeister Gabriel nicht mehr wird aufhalten können. Bei den nächsten Bundestagswahlen wird, so meine Einschätzung, also sowieso mit ganz neu gegebenen Karten gespielt werden.
Ich bin da übrigens auf einen recht interessanten Text gestossen Netzpartei: Wagenknecht würde mit linken Piraten koalieren - Nachrichten Politik - Deutschland - WELT ONLINE Dass Wagenknecht, statt nach schwarzrotgrünem Muster blindwütig auf die neuentstandene Konkurrenz einzudreschen, in den Piraten eher den künftigen Partner sieht, beweist wieder einmal ihre Fähigkeit, strategisch zu denken, aber dass sie an politischem Talent ein Schock schwarzgrünseeheimer Politikmacher ins Damenhandtäschchen steckt - so sie denn eins trägt - wusste man ja auch schon vorher.
Bezeichnend, dass der Parteitag der Piraten nun ausgerechnet in Neumünster stattfinden muss, zumal die Nähe zu Nazis hier bestritten wird. Neumünster gilt neben Dortmund als die Rechtsextremen-Hochburg Westdeutschlands. Honi soit qui mal y pense...