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Parteitag in Neumünster: Piraten streiten über ihre Regierungsfähigkeit

dapdGrundsatzdiskussion vor dem Parteitag: Die Führung der Piraten streitet darüber, wie sie mit ihrem gigantischen Erfolg umgehen soll. Der Parteivorsitzende Nerz will Regierungsverantwortung übernehmen. Doch Geschäftsführerin Weisband sagt: "Wir lernen noch."

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830315,00.html
  1. #110

    Zitat von honk2511 Beitrag anzeigen
    Eine der wichtigsten Aufgaben der Opposition ist die Kontrolle der Regierung. Da das hier nicht mehr gegeben ist, werden die Piraten .....
    Und wieso ist das "hier nicht mehr gegeben"? Im Bundestag und 16 Länderparlamenten können Sie sich 17mal Regierungskoalitionen und kontrollierende Oppositionsparteien anschauen. Und wenn Oppositionsparteien bei einer Wahl bessere Wege wissen, erhalten sie Mehrheiten und können regieren. Das ist "hier gegeben".
  2. #111

    Angst vor der Verantwortung?

    Zitat von McMacaber Beitrag anzeigen
    nach chaotisch und uneins, kommen nun auch aengstlich und ambitionslos hinzu. warum eine partei waehlen, die angst vor verantwortung hat?
    Ich halte es eher im Gegenteil als ein Zeichen von Verantwortung, wenn man offen zugibt, dass die Voraussetzungen für eine Regierungsbeteiligung noch nicht gegeben sind.
    Lassen Sie sich die Piraten sollen sich doch erstmal an der "normalen" Parlamentsarbeit bewähren.

    Aber was mir überhaupt nicht gefällt, ist die Logik ihrer Worte. Demanch streben die bisher im Bundestag vertretenen Pareien nach Verantwortung? Glauben Sie das wirklich?
    Ist ihnen denn das ganze Postengeschacher, die Taktiererei von CDU und SPD in Richtung einer Grossen Koalition, die "Qualitätsarbeit" vieler Parlamentarier, die keine Ahnung haben, worüber sie beraten und abstimmen, ist ihnen das alles wirklich noch nicht aufgefallen?

    Verantwortung? Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.
    An die die Macht wollen die Herren und Damen, und damit an die gut gefüllten Fleischtöpfe. Persönlicher und Parteienegoismus ist der Antrieb bei zu vielen, nicht der Wunsch, dem Wähler zu dienen.
  3. #112

    Was soll eigentlich diese Mammut-Berichterstattung in allen Medien auf allen Kanälen? Welcher Parteitag hat jemals eine solche Aufmerksamkeit erhalten? Was rechtfertigt das eigentlich bei einer Partei, die alle Beschlüsse morgen schon wieder stürzen kann und bei der die Debatten immer weitergehen, weil die "Basis" dauernd auf neue Ideen kommen kann, die dann schnell die alten ablösen und immer so weiter?
  4. #113

    .

    Tut doch nicht so als hätte bei den anderen Parteien die Basis nichts zu sagen. Das ist doch schlichtweg billige Polemik und gelogen.
    Es wird lediglich anders gehandhabt und hat etwas mit der grösse einer Partei zu tun.
    Allein BW hat fast 40000 SPD Mitglieder. Natürlich kann man die nicht bei einem Parteitag alle in eine Halle quetschen und jeder hält seine Rede.
    Es wird daher anders organisiert aber die Basis entscheidet schon im Vorfeld über wichtige Themen.

    Und abgesehen davon, wo ist denn die tolle Basisdemokratie bei den Piraten?
    Gerade mal 1500 Mitglieder erscheinen beim Bundesparteitag.
    Den Rest interessiert nicht wie der weitere Weg aussieht?
    Und das ist dann die gross angekündigte Mitmachpolitik?

    Ich garantiere jetzt schon das so mancher Beschluß von heute in 2 Jahren wieder gekippt wird.
    Alleine das der Vorstand nur 1 Jahr im Amt bleibt.
    total hirnrissig. Politik lebt von Verhandlungen und Gesprächen.
    Schnell werden die Piraten lernen, wie unendlich blockierend es ist, wenn sich jedes Jahr neue Vorstände erst mal im neuen Job zurecht finden müssen, wieder ihre Gesprächspartner kennenlernen müssen ect.
    Es hat schon gute Gründe warum die Amtszeit bei den anderen Parteien länger andauern.
  5. #114

    Titel

    Zitat von sitcom Beitrag anzeigen
    ...

    ... Schlimmer als FTP geht sowieso nimmer
    ... das nennt man einen freudschen Versprecher - oh Vertipper.

    Den Piratensprech haben Sie somit schon drauf wenn Sie von FTP sprechen, prima.
  6. #115

    Piraten

    Was sind die Piraten ?
    Keine Ahnung und ich glaub, sie wissen es selbst nicht.


    Sie wollen wohl die Abschaffung des Patentrechts, des Urheberrechts usw.
    Keine Frage, es gibt dort Auswüchse, die nicht akzeptabel sind. Aber ohne dieses Recht kann man die deutsche Industrie in die Tonne kloppen.

    Hört man einem Experten der Piraten dazu im ARD-Magazin Plusminus, fühlt man sich durch seine Aussagen unweigerlich an den Sozialismus oder Kommunismus erinnert.
    (ARD Plusminus - Piraten: Wie das Patentrecht aufgehoben werden soll - 25.4.2012 - YouTube)

    In Berlin wollten sie den kostenfreien ÖPNV. LOL, in welchem Utopia leben die Piraten ?
    Keine Frage, die Kosten des ÖPNV sind zu hoch, es bedarf Sozialtickets und einer allgemeinen Kostensenkung, auch durch Subventionen.
    Aber was die Piraten fordern ist ein Extrem, und vielleicht definieren sie sich über nicht zu erfüllende Extreme ?!

    Kritik an den etablierten Parteien tut Not, aber Piraten wählen tut es nicht.
  7. #116

    Titel

    Zitat von rudi_1957 Beitrag anzeigen
    Solange die Partei nach Aussage eines ihrer Spitzenleute ein Wachstum vorweist wie die NSDAP, und ungeklärt ist, wer in dieser Partei ursprüglich vom 'rechten Rand' kommt ist sie für mich nicht wählbar.
    ... nun wollen Sie doch wohl nicht unterstellen, dass die Piratenpartei rechtsradikale Tendenzen unterstützt, oder? Diese Aussage ist dem losen Mundwerk genauso geschuldet wie der Unerfahrenheit und mangelnder Professionalität.

    Das kann sich bessern.

    Zitat von rudi_1957 Beitrag anzeigen
    Zudem hat die Partei erhebliche programmatische Defizite, die erst mal ausgeräumt werden müssen.
    ... hier sehe ich das so wie Sie auch, das Parteiprogramm ist nicht nur dürftig, es ist eigentlich eine Ansammlung von pupertären Wünschen.

    Solange man bei den Piraten nicht zuwischen frei und umsonst unterscheiden kann sind diese garnicht in der Lage Verantwortung zu übernehmen. Nun können sie ja lernen und das wollen sie ja wohl auch.

    Im Interesse einer effizienteren Vorgehensweise wäre es am einfachsten, sie würden alle geschlossen in die FDP eintreten und den Laden neu aufstellen.
  8. #117

    Zitat von silberstern Beitrag anzeigen
    Wer nicht regieren will, sollte sich nicht für Wahlen aufstellen lassen. Ich bewerbe mich doch auch nicht bei einem AG und sage dann beim Vorstellungsgespräch "das Geld nehm ich, aber ob ich zur Arbeit komme ... mal sehen..."
    Könnte es sein, das wir doch wieder Weimarer Verhältnisse kriegen.
    Also: Weimar reloaded?
    Nun war diese Rebublik weitaus besser als manche üble Nachrede die
    ihr zu Lebzeiten vom Links/Rechts-Seitenaus nachgeworfen wurde-
    aber trotzdem kann einem blümerant zumute werden, wenn nach der Linkspartei auch noch die Piraten als potentiell 6.Partei im Bundestag Einzug halten könnten.
    Hier wird doch keine entdeckenswerte gesellschaftsfähige Vielfalt mehr abgebildet, sondern allenfalls eine neue Kommunikationsform die sich letztlich selbst genügt und den unerwarteten Aufstieg zum Thema und Daseinsbeweis durch alle möglichen Foren dekliniert.
    Eine Art FDP in Übergröße - nichts anderes stellen die Piraten dar.






    (O.K, das war jetzt metaphorischer Schwulst, aber
  9. #118

    Wenn ihnen der Einzug in den Bundestag gelinge, sagt der neue Piratenchef Schlömer, werde sich die Partei "mit dem Thema Koalitionsfähigkeit ernsthaft beschäftigen"
    QUELLE: "Damit beschäftigen wir uns nach der Wahl": Piraten würden mitregieren - n-tv.de

    Nach der wahl will man sich also gedanken machen was eigentlich machen will, aber der Wähler soll vor der Wahl wissen was er wählt.

    Meine Stimme kriegt kein Verein der solche Aussagen tätigt.
  10. #119

    dies ist der Titel

    Zitat von underdog Beitrag anzeigen
    Man könnte auch meinen, Sie sprechen von der aktuellen Bundesregierung.
    ... ich muss gestehen, Sie liegen da nicht komplett daneben.

    Dennoch an den Piraten gemessen agiert man in der Bundesregierung schon deutlich professioneller, aber sicher gibt es viel Raum für Verbesserungen.








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