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Parteitag in Neumünster: Die Amateur-Piraten

DPADer Star der Piraten, die Geschäftsführerin Marina Weisband, verlässt die Parteispitze. Viele an der Basis finden das gut. Sie stimmen auf dem Parteitag gegen längere Amtszeiten des Vorstands, sie fürchten die Professionalisierung, sie sagen: "Scheiß Personenkult!"

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...830347,00.html
  1. #10

    Ich mag die Piraten

    Aber bevor sie überall ihre 15% holen und mit den üblichen Spießbürgerparteien koalieren sollten sie wenigstens ihren Namen und ihre Farbe ändern. Piraten - klingt wie Käptn Iglu oder so, eben einfach blöde. Und das Outfit in Orange sieht wahlweise nach niederländischem Fußballfan oder deutschem Müllfahrer aus. Da sie legitimerweise die FDP beerben, die ja glücklicherweise gerade aus der Wirklichkeit verschwindet, könnten sie deren Gelb übernehmen - man hat sich ja daran gewöhnt.
  2. #11

    Meiner Meinung nach ist es gerade anders herum.

    Es ist nicht die Piraten-Partei, die pubertäre Wachstumsschmerzen hat, sondern die Gesellschaft (und mit ihr die Medien und auch der SPON, der diese Wachstumsschmerzen verspürt). Die Technologie hat sich geändert und mit ihr beginnt sich die Gesellschaft zu verändern - und die Medien.

    Es geht nicht mehr darum, Parteien zu "professionalisieren", sie schlagkräftig zu machen, Lobbyisten und Vorstände heranzuziehen: Diese Zeit geht zu Ende. Auch die Medien werden ihre Rolle als gesellschaftliche Deutungsinstanz einbüssen (sie haben das schon weitgehend getan).

    Nicht die Piraten werden ihren Höhenflug an die Gesellschaft anpassen - sondern der Höhenflug der Piraten zeigt, dass die Gesellschaft dabei ist, sich zu verändern. Die Piraten haben nur diese gesellschaftliche Veränderung verstanden und setzen sie konsequent um. Die Grünen hatten eine Vorahnung dieser Veränderung, haben sich dann aber von der Entwicklung abgekoppelt, als der Erfolg kam (und deshalb werden die Grünen gerade von den Piraten überholt).

    Es ist den Piraten daher zu wünschen, dass sie sich selber treu bleiben (denn sonst droht ihnen dasselbe Schicksal wie den Grünen).

    Wollen die Piraten den langfristigen Erfolg, dann sollten sie gänzlich neue Gesichter in den Vorstand wählen und damit signalisieren: Es geht in der Politik um die Aushandlung des Konsenses zwischen Mehrheiten und um den Schutz von Minderheiten. Es geht nicht um Machtpositionen und es geht nicht um Personen.

    Da etablierte Medien (und auch der SPON) aber gerade aus Positionen ihre Leserschaft und damit ihre Daseinsberechtigung beziehen, ist nicht zu erwarten, dass sie das Phänomen der Piraten anders wahrnehmen, als es in diesem Artikel geschehen ist.
  3. #12

    Es war mal wieder klar: Der Spiegel schreibt mal wieder die neue politische Basisbewegung nieder. Ich sehe mir den Livestream des Bundesparteitages an und werte die Rede von Weisband völlig anders und nicht "leidenschaftslos" und schon gar nicht "ernüchtert".

    Ob der Schreiberling wohl woanders war oder mit was anderem beschäftigt war?

    Bei dieser neuen Partei können die Mitglieder wenigstens ihre Meinungen bis zur Bundesspitze nach vorn tragen.

    Ich war CDU-Mitglied bis zur "brutalst möglichen Aufkärung" durch den auch in die Schwarzgeldaffäre verwickelten Roland Koch! Daher kenne ich, wie "undemokratische" Prozesse in sog. "Volksparteien" funktionieren! Dort kann keiner was werden, der nicht von "oben" in Funktionen "geholt" wird! DAS ist keine Demokratie und keine ehrliche Partizipation!

    Daher: Piraten, laßt Euch nicht beirren, auch nicht durch solche Schreiberlinge! Ihr macht das schon und laßt Euch durch nichts und niemanden korrumpieren!

    Danke für Eurer Engagement!!
  4. #13

    Lieber Herr Röseler...

    Zitat von OliverRöseler Beitrag anzeigen
    Na Spon,mit dem "Wissenstest",dem pfiffigerweise kein Forum angegliedert wurde,
    dürfte langsam mal eine Rüge des Presserats fällig sein...

    mein Abo ist übrigens seit letztem Montag gekündigt.schönen Tag noch..
    ...ich finde es immer wieder wunderbar, wenn Leute eine freie Presse wollen, dann aber mit der Kündigung eines Abos drohen, weil irgendetwas nicht nach ihrem Gusto ist. Was sagen Sie denn dazu, wenn ein großer Autohersteller seine Anzeigen zurückzieht, wenn die Berichterstattung andere Hersteller "bevorzugt". Finden Sie das auch gut?
  5. #14

    Die Piraten sind auf dem richtigen Weg!
    Solange es gelingt so viel geistigen Tiefflug der Etablierten zu provozieren wie diesen Artikel (http://www1.spiegel.de/active/quiztool/fcgi/quiztool.fcgi?id=59760), solange kann man nur gut sein. Denn wenn sich die Gegner nicht mehr inhaltlich bemühen sondern auf unterstes Niveau absacken müssen, sehe ich das als absolute Bestätigung.

    Allein, es verwundert. Ich hätte nicht gedacht, dass die ganze Politgemengelage so dermaßen dürftig ist. Parteien und Presse in einer solchen Hoffnungslosigkeit? Das ist dann doch noch weit mehr als nur eine Krise.
    Ich kann den Funktionären und Aktionären daher nur wünschen, dass sie vielleicht die Türen auch für Absolventen von Nicht-Elite-Anstalten öffnen...
  6. #15

    Entspannung

    Bundesrepublik Deutschland: ENTWARNUNG !!!!!
    SPD, CDU, CSU, FDP, GRÜNE, LINKE.... Lehnt Euch entspannt zurück,
    von den Piraten geht keine Gefahr aus.....

    "Die wollen N U R spielen"
    Was interessiert es einen Piraten, was und wie die Gesellschaft
    Zusammenhält. Was wichtig ist, ist
    - kostenlose Ballerspiele für alle
    - kostenlos mit Bus und Bahn
    - kostenlose Musik auf allen Kanälen
    - kostenlos Pizza und Hotdogs für alle
    ....mehr interessiert nicht.

    Deutschland entspann Dich, die zerlegen sich selbst !
  7. #16

    Eigentlich lese ich ja den Spiegel ganz gerne, aber diese einseitige Berichterstattung bezüglich der Piraten geht irgendwann auf den Geist.

    Das was die Piraten treiben oder nicht treiben kann man sehen wie man will. Aber Veränderung und ein bisschen frischer Wind ist eine gesunde Sache. Da informieren sich dann mal manche Leute wieder, was sich da überhaupt regt, anstatt die Politik als, für den Uneingeweihten, statisch und langweilig abzutun.
  8. #17

    Zitat von titurel Beitrag anzeigen
    Piraten - klingt wie Käptn Iglu oder so, eben einfach blöde.
    Und Christdemokraten nach Sonntagspredigt. Wenn Sie glauben, Name oder Farbe wären die wichtigsten zu lösenden Probleme, sollten Sie lieber weiter das etablierte Material wählen.
    Zitat von titurel Beitrag anzeigen
    Und das Outfit in Orange sieht wahlweise nach niederländischem Fußballfan oder deutschem Müllfahrer aus.
    Oder nach CDU. Oder nach Revolution. Oder nach Granini.
    Wenn die Farbe wirklich Ihr grösstes Problem ist, dann haben Sie wirklich ein Problem.
  9. #18

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Star der Piraten, die Geschäftsführerin Marina Weisband, verlässt die Parteispitze. Viele an der Basis finden das gut. Sie stimmen auf dem Parteitag gegen längere Amtszeiten des Vorstands, sie fürchten die Professionalisierung, sie sagen: "Scheiß Personenkult!"

    Parteitag in Neumünster: Die*Amateur-Piraten - SPIEGEL ONLINE
    "Wie" Lösungen entstehen ist doch mal völlig egal.

    Lieber so, als das überdrehte Politikgeschwurbel der anderen Parteien, welches im Prinzip in jede erdenkliche Richtung interpretiert werden könnte.

    Naja, wenn ich mir die Kommentare hier im Forum so durchlese sind die Piraten genau das was unsere Politik braucht. Das Wahlvolk scheint genauso verkrustet und altbacken wie CDU/SPD und Co.

    Durch die Grünen wurde die persönliche Freiheit, im gegensätzlichen Sinne zur alten, Vor- und Kriegszeitlichen "Disziplin" der Deutschen gestärkt.

    Die Piraten machen jetzt genau das mit der Politik. Politik ist flüssig, nicht starr. Sie muss flexibel sein, und funktioniert nicht nach starren Regeln wie es alle anderen Parteien seit Jahren durchziehen, konsequent den Wählerwillen ignorieren und Demokratie so gut es geht vermeiden.

    Daher ist der Name "Piraten", durchaus sehr passend, schlüssig und selbstironisch obendrein. Sympathische Eigenschaften die sonst keine andere Partei für sich verbuchen kann.

    Ahoi!
  10. #19

    Anarchisten

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Star der Piraten, die Geschäftsführerin Marina Weisband, verlässt die Parteispitze. Viele an der Basis finden das gut. Sie stimmen auf dem Parteitag gegen längere Amtszeiten des Vorstands, sie fürchten die Professionalisierung, sie sagen: "Scheiß Personenkult!"

    Parteitag in Neumünster: Die*Amateur-Piraten - SPIEGEL ONLINE
    war mein erster Eindruck.Und trotz Neugier und auch Offenheit gegenueber dieser neuen Partei,bestaetigt sich dieser Eindruck immer mehr.Mit der Forderung,das Wahlalter auf 12 Jahre herabzusetzen,ist eigentlich auch schon so einiges gesagt.Der Umgang mit Andersdenkenden gefaellt mir auch nicht so Recht.Die Jammerei ueber die Berichterstattung der Presse finde ich auch langsam ermuedend...Jemand ,las ich eben kuendigt dem Spiegel sein Abo.Dem Spiegel zum Trost:ich lese den Spiegel nicht nur oneline,ich kaufe ihn auch weiterhin,obwohl er im Ausland einen guten Aufpreis hat....








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