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Parteitag in Erfurt: Linke will Kokain und Heroin langfristig legalisieren

Eine rationale und humane Drogenpolitik - für die Linkspartei ist dies nur mit Legalisierung harter Drogen machbar. Auf dem Parteitag in Erfurt beschlossen die Delegierten, langfristig den Konsum von Heroin und Kokain zuzulassen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...793332,00.html
  1. #660

    diese Alkoholkranken....

    Zitat von Wayne88 Beitrag anzeigen
    Ihnen geht es darum, Ihre Droge zu verherrlichen und zu verharmlosen und illegale Drogen zu dämonisieren, und Ihre Ideologie zu reproduzieren, immer und immer wieder.
    Ich verharmlose Alkohol nicht. Ich kenne zuviele Fälle, wo mit der Zeit eine starke Abhängigkeit entstanden ist, und die Rückfallquoten nach einem Entzug sprechen eine klare Sprache.

    Aber diese Alkoholkranken haben zwei Probleme, erstens die genetische Disposition, schneller in die Abhängigkeit zu geraten als andere und die persönlichen Probleme, die sie mit dem "Zuschütten" verdrängen wollen.

    Der Prozentsatz der Alkoholkranken an der konsumierenden Gesamtbevölkerung liegt nach Schätzungen zwischen 1% und 2%.
    Wobei das Krankheitsbild nicht an den Symptomen gemessen wurde, sondern an der Menge des Alkohols pro Jahr.

    Nehmen Sie nun die Heroin- und Kokainkonsumenten dagegen und Sie werden feststellen, dass es Konsumenten dieser Drogen, die man nicht als abhängig bezeichnen kann, praktisch gar nicht gibt.

    Ein elemantarer Unterschied zur Droge Alkohol, die ich nicht relativiere, aber deren Folgeschäden bei allen Konsumenten man klar differenzieren sollte.

    Und eigentlich tun Sie das ja auch selbst.

    Es gibt also allen Grund, die komplette Liberalisierung der harten Drogen abzulehnen.

    Im Überlebensbereich und in der Therapie sind viele Konzepte entwicklet und ausprobiert worden, und wer jemals einen schwer Heroinabhängigen im Entzug erlebt hat, der sieht das als positiv an.

    Ich finde die Verteidigungsstrategie, die Gegner der Freigabe harter Drogen als Alkoholunterstützer zu sehen, als den falschen Ansatz.

    Ich hatte im Leben hart mit meiner Nikotinabhängigkeit zu kämpfen, und habe es letztlich zweimal geschafft, mit der Qualmerie aufzuhören. Einmal von '81 bis '89 und dann von '91 bis zum heutigen Tag.

    Die als relativ harmlos angesehene Nikotinsucht hat schwere Auswirkungen auf die Gesundheit, allerdings treten die eben erst nach vielen Jahren auf.

    Selbst der Vorzeigeraucher Helmut Schmidt hustet sich vor dem Kameras oft heftig aus. Vielleicht würde er heute noch über den Zaun springen, hätte er das Rauchen als junger Mann aufgegeben.:-))
  2. #661

    .

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    [...]
    Es gibt also allen Grund, die komplette Liberalisierung der harten Drogen abzulehnen.
    Das Unterschreibe ich sofort! Aber es gibt einen elementaren Unterschied zwischen Liberalisierung und Legalisierung.
    Den, für den Konsum notwendigen, Besitz nicht mehr als Straftat einzustufen, bedeutet doch noch keine Befreiung von jeglicher Reglementierung.

    [...]
    Ich finde die Verteidigungsstrategie, die Gegner der Freigabe harter Drogen als Alkoholunterstützer zu sehen, als den falschen Ansatz.
    [...]
    Bewertet man die Härte von Drogen anhand der Kriterien gesundheitliches Risiko, Suchtgefahr und gesellschaftlicher Impact, dann muss Alkohol definitiv zu den harten Drogen gezählt werden.

    Die Diskussion um Liberalisierung und Legalisierung muss auch nicht-relativierend, also ohne Gegenüberstellung der legalen Drogen, geführt werden können und kann das auch.
    Dennoch kann der Frage nicht ausgewichen werden, mit welchem Argument bereits 16-Jährigen der unkontrollierte Zugang zu Alkohol gewährt wird, andere Substanzen aber per se illegalisiert sind.
  3. #662

    .

    Zitat:
    Zitat von der.bergamann
    Warum sollte die Strafverfolgung nicht profitieren können?
    Die Nutznießer einer Legalisierung hätten ein starkes Eigeninteresse an dessen Erfolg und bessere Zeugen könnten sich die Behörden gar nicht wünschen.
    Ich glaube jedenfalls nicht daran, dieses Klientel ist gemeinhin eher nicht so gut auf Strafverfolgungsbehörden zu sprechen. Und warum sollte man es sich auch unnötig mit irgendweclchen Dealern verscherzen, um es mal harmlos zu formulieren?

    Zitat:
    Zitat von der.bergamann
    Von eitel Sonnenschein kann ja keine Rede oder Erwartung sein - sie sagen es doch selbst. Die schweizer Geschichte ist kompliziert, das heutige Ergebnis der 'akzeptierenden Drogenpolitik' aber immer noch erheblich liberaler, als bei uns. Auch die niederländischen Initiativen richten sich primär gegen den Drogentourismus. Sie sollen das Modell schützen und nicht abschaffen.
    Zustimmung. Dennoch haben diese Modelle ganz andere Ansätze als der hier zur Diskussion stehende.

    Zitat:
    Zitat von der.bergamann
    Mir ist kein liberaler Ansatz bekannt, der beabsichtigte, Menschen an Heroin heranzuführen. Neben CH und NL, gibt es europa- und weltweit noch andere Initiativen. Keine davon hat Heroinkonsum proklamiert oder zu einer Verschlechterung der Situation geführt.
    Im Gegenteil, in diesen Ländern sind harte Drogen weiterhin verboten! Darum gehts ja! Da würde keiner auf den Trichter kommen Heroin oder dergleichen im Shop nebenan zu vertreiben, ganz im Gegensatz zu den vom Klammerbeutel gepuderten Linken.




    Zitat von ein schelm ... Beitrag anzeigen
    [...]
    Ich glaube jedenfalls nicht daran, dieses Klientel ist gemeinhin eher nicht so gut auf Strafverfolgungsbehörden zu sprechen. Und warum sollte man es sich auch unnötig mit irgendweclchen Dealern verscherzen, um es mal harmlos zu formulieren?
    Das kann ich so nicht bestätigen. Viele Konsumenten illegaler Drogen sind völlig normale und gesetzestreue Bürger; bis auf die eine Ausnahme. Dass hier ein gesteigertes Interesse besteht, sich nicht selbst zu belasten, ist nachvollziehbar.
    Konstruieren wir den Fall eines Cannabiskonsumenten, der Kenntnis davon hat, dass ein gewisser Dealer auch Schulhöfe als Marktplatz ansieht und indifferent alles anbietet und verkauft. Stünde nicht mehr in Aussicht, sein soziales und berufliches Leben in Gefahr zu bringen, wäre dieser Konsument ggf. durchaus bereit hier tätig zu werden.


    Zustimmung. Dennoch haben diese Modelle ganz andere Ansätze als der hier zur Diskussion stehende.

    Im Gegenteil, in diesen Ländern sind harte Drogen weiterhin verboten! Darum gehts ja! Da würde keiner auf den Trichter kommen Heroin oder dergleichen im Shop nebenan zu vertreiben, ganz im Gegensatz zu den vom Klammerbeutel gepuderten Linken.
    M.W. enthielt der Beschluss der LINKEN überhaupt keine Aussage zu einem Abgabemodell und auch in dieser Diskussion hat sich niemand dafür ausgesprochen, Heroin oder dergleichen im 'Shop nebenan' zu vertreiben.

    Wobei selbst diese, m.E. widersinnige, Forderung diskutiert werden könnte. Alleskleber ist bspw., ohne Alters- oder Mengenbeschränkung, im 'Shop nebenan' erhältlich.
    Dennoch ist das Klebstoffschnüffeln kein verbreitetes Phänomen. Die Annahme, der legale Besitz zum Eigenbedarf und die kontrollierte Abgabe, würde zu einem Boom des Konsums führen, ist vor diesem Hintergrund schwer begründbar.
  4. #663

    ...

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Der Prozentsatz der Alkoholkranken an der konsumierenden Gesamtbevölkerung liegt nach Schätzungen zwischen 1% und 2%.
    Wobei das Krankheitsbild nicht an den Symptomen gemessen wurde, sondern an der Menge des Alkohols pro Jahr.
    Quelle? Nach Angaben des DRK sind in Deutschland etwa 2,5 Millionen Menschen alkoholabhängig, von denen jährlich etwa 40.000 an den direkten oder indirekten Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum sterben.
    Nehmen Sie nun die Heroin- und Kokainkonsumenten dagegen und Sie werden feststellen, dass es Konsumenten dieser Drogen, die man nicht als abhängig bezeichnen kann, praktisch gar nicht gibt.
    Wie kommen Sie darauf?
    Ich kenne durchaus auch Leute, die gelegentlich mal Kokain konsumieren, wenn sie eingeladen werden. Diese geben kein Geld für Drogen aus und sind ergo auch nicht abhängig.
    Somit sind alle Schlüsse, die Sie aus dieser unbewiesenen behauptung ziehen, ebenfalls unbewiesen.
    Es gibt also allen Grund, die komplette Liberalisierung der harten Drogen abzulehnen.
    nennen Sie mir einen!

    Ich finde die Verteidigungsstrategie, die Gegner der Freigabe harter Drogen als Alkoholunterstützer zu sehen, als den falschen Ansatz.
    Das muss man differenzierter betrachten: Wer die Freigabe harter Drogen ablehnt und gleichzeitig kein Verbot von Alkohol fordert, ist gezwungenermaßen zum Einen ein Alkoholverharmloser und zum Anderen rationalen Argumenten und empirischen Erkenntnissen nicht zugänglich.
    Ich hatte im Leben hart mit meiner Nikotinabhängigkeit zu kämpfen, und habe es letztlich zweimal geschafft, mit der Qualmerie aufzuhören. Einmal von '81 bis '89 und dann von '91 bis zum heutigen Tag.
    Ja und?
    [quote]
    Die als relativ harmlos angesehene Nikotinsucht hat schwere Auswirkungen auf die Gesundheit,
    [7quote]
    Wer bitte sieht die Nikotinsucht als relativ harmlos an? An den Folgen des Nikotinkonsums sterben jährlich sogar mehr als doppelt so viele Menschen wie an den Folgen von Alkoholmissbrauch und 50-100 mal so viele wie an allen illegalen Drogen zusammen.

    Ich frage immer noch, mit welchem Recht der Staat seinen Bürgern vorschreibt, wie sie mit ihrer Gesundheit umzugehen haben, so lange es sich um wenige illegale Betäubungsmittel handelt, während er am Handel mit den legalen Betäubungsmitteln Geld verdient, obwohl diese sowohl aus finanzieller als auch aus epidemiologischer Sicht einen ganz enormen Schaden verursachen. Wenn es dem Staat um den gesundheitlichen Schutz der Bürger vor sich selbst und um die Minimierung der Kosten geht, dann muss er konsequenterweise entweder jegliches gesundheitsschädliche verhalten, Falsche Ernährung usw. unter Strafe stellen, oder eben alternative Wege über Aufklärung, Steuern usw. versuchen, die Entscheidung aber den Bürgern selbst überlassen
  5. #664

    Hauptargument

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Für mich ist das noch nicht einmal das Hauptargument. Ich würde vom BKA mal gerne wissen, bei wievielen Verbrechen (Gewaltdelikte, Sexualdelikte, Mord, Einbrüche und alles was sonst noch dazu gehört) Alkohol im Spiel war. Die Zahl dürfte erschreckend hoch sein. Alkohol enthemmt halt und macht aus den ......
    Hallo,

    na weil die lobby nicht stark genug ist UND gerichte nicht nach recht oder vernunft entscheiden sondern nachdem was die gesellschaft/politik will UND die sieht nun mal hasch als böse droge an und alkohol nicht.
  6. #665

    ,.-

    Zitat von der.bergamann Beitrag anzeigen
    Zitat:

    ... Alleskleber ist bspw., ohne Alters- oder Mengenbeschränkung, im 'Shop nebenan' erhältlich.
    Dennoch ist das Klebstoffschnüffeln kein verbreitetes Phänomen. Die Annahme, der legale Besitz zum Eigenbedarf und die kontrollierte Abgabe, würde zu einem Boom des Konsums führen, ist vor diesem Hintergrund schwer begründbar.
    Spiel, Satz und Sieg :)
    Besser kann man in dem Zusammenhang gar nicht argumentieren...
    Nützt aber nichts, da entweder der werte Herr hier fernbleibt oder aber es nicht bis zu ihm durchdringt.
    viele grüße!
  7. #666

    Linke will rationale, humane Politik???

  8. #667

    @ein schelm ...

    ein schelm ...
    Was Sie schreiben ist an Unsachlichkeit, Subjektivität ein Hammer!

    Dosis sola venenum facit!
    - Da Ihnen nun wahrscheinlich kein Licht aufgeht, die Langversion:

    1. Konsumform
    Schon der Vergleich von der Einnahmeformen "oral" und "intravenös" ist unsachgemäß.
    Alles was intravenös verabreicht wird hat ein höheres Potenzial, nur durch die Einnahmeform.

    2. Mengen
    Man redet über Ethanol, Opiate, Cannabinoide, Kokain. Beim Alkohol wird dann mal das Glas Bier, das Glas Wein oder das Glas Schnaps als Vergleich genommen. Die Wirkung der Substanzen ist aber jeweils immer dieselbe, auch wenn je nach Menge die Reaktion sich verändert.
    Bei geringer Menge ist es möglich, jede der psychotropen Substanzen zu sich zu nehmen, ohne einen (signifikanten) Rauschzustand auszulösen.

    --
    So sind Cocablätter mancherorts Genussmittel und werden gekaut, oder als Tee getrunken (Mate de Coca). Die Wirkung ist dabei mit starken Schwarztee vergleichbar. Es handelt sich aber um Kokain!!
    Wenn hier verglichen wird, dann wird hochkonzentriertes Crack mit dem Glas Bier verglichen. Wie schwachsinnig so ein Vergleich ist müsste jedem einleuchten.

    Ethanol, also Alkohol, ist genauso wenig oder viel Genussmittel wie andere Drogen auch.
    Genuss hängt vor allem mit der Konsumform und der Menge zusammen!
    Eine Tasse Schwarztee oder Kaffee ist wohl mehr Genuss als sich die entsprechende Menge Koffein zu spritzen!
    Und ebenso kann Hanf ein Genussmittel sein (z.B. Knaster).
    Und ebenso werden viele Holländer ihren Feierabend-Joint rauchen oder zum Essen, wie das Glas Wein eben auch.

    Das war jetzt viel Offtopic.
    Sorry, aber auch bei dem berauschenden Thema sollte die Argumentation objektiv und sachlich sein!

    PS: Zitat zum Genuss: "Nur das Beste und ganz wenig."
    PPS: [/OFFTOPIC OFF]
  9. #668

    muss heißen:

    "Nur das Beste und davon wenig." ...*schleich
  10. #669

    Wem verdanken wir diese Weisheiten?

    Zitat von lezel Beitrag anzeigen
    Das ist putzig. Die SED beschließt, zu lagalisieren, was längst legal ist.

    Aber ist ja egal. Regierungen kann man sehr gut ohne die SED bilden. Drum spielt auch keine Rolle, ob diese Leute den Unterschied zwischen Konsum und Besitz begreifen.
    Heroin oder Kokain? Sicher nicht Vollkornbrot.








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