Parteienstreit: Westerwelle warnt vor zu frühem Wahlkampf

dapdIm Streit um die Nebenverdienste von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück haben die Parteien den Ton verschärft, die Spekulationen über mögliche Koalitionen sind in vollem Gange. Außenminister Westerwelle hält das für gefährlich. "Ein Jahr Dauer-Wahlkampf wäre schlimm für Deutschland."

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...-a-859988.html
  1. #1

    ...wieso Wahlkampf?

    ...Steini wurde zum Kandidaten gekürt, nun stolpert er erwartungsgemäss über seine Haupttätigkeit. Ja, richtig, im Parlament sitzt er ja nur nebenbei.
    Stand ja schon zu lesen, dass Merkel das locker ignorieren kann.
    Es steht zu vermuten, dass Westerwelle eher die unangenehme Diskussion um "Neben"-Einkünfte beenden will. Die könnte auch ihm schaden - nicht seinem Ansehen, aber seinem Einkommen.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Streit um die Nebenverdienste von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück haben die Parteien den Ton verschärft, die Spekulationen über mögliche Koalitionen sind in vollem Gange. Außenminister Westerwelle hält das für gefährlich. "Ein Jahr Dauer-Wahlkampf wäre schlimm für Deutschland."

    Westerwelle warnt vor zu frühem Wahlkampf - SPIEGEL ONLINE
    Erstaunlich,, dass sich die FDP über soetwas Sorgen macht. Ich meine, da sie nach der nöchsten Wahl nicht mehr da ist, braucht sie solchen Dingen eigentlich keine Beachtung Schenken. Naja vermutlich möchte man vor dem Abschied nicht, dass wärend der nun beginnenden Schlammschlacht für Nebenverdienste noch mehr unliebsames aufgedeckt wird.
  3. #3

    Westerwelle: Mund halten!

    Wer wie Westerwelle (verbrämt) im letzten Wahlkrampf mit einem Nazi-Wahlslogan Wahlkrampf führte, sollte jetzt und für alle Zeit die Klappe halten!
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Streit um die Nebenverdienste von SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück haben die Parteien den Ton verschärft, die Spekulationen über mögliche Koalitionen sind in vollem Gange. Außenminister Westerwelle hält das für gefährlich. "Ein Jahr Dauer-Wahlkampf wäre schlimm für Deutschland."

    Westerwelle warnt vor zu frühem Wahlkampf - SPIEGEL ONLINE
    Natürlich ist das gefährlich. Jeden Menschen mit einem gewissen Restverstand regt es doch schon immer auf, dass Deutschland regelmäßig viel zu lange nicht regiert werden, weil stattdessen Wahlkampf gemacht wird. Man könnte ja irgendwas machen was den Wähler verschreckt, also macht man ewig gar nichts.

    Aber wann hat Westerwelle jemals etwas sinnvolles gesagt? Was ist das jetzt für ein perfider Plan? Die Kritiker ruhig stellen, indem man ihre Meinung von ihm wiederholen lässt um sie lächerlich wirken zu lassen? Teuflisch ;)
  5. #5

    ...

    Ich kann diese Heuchler nicht mehr sehen bzw hören.
    Bei allen Entscheidungen, die in der Politik getroffen werden, steht an erster Stelle das persönliche Wohl, dann kommt die Partei, dann die persönlichen Sponsoren und ganz zum Schluss das Land bzw das Volk.

    1 Jahr Wahlkampf bedeutet Stillstand, aber wenn kümmert das schon.
    Hauptsache man kann sich schön in der Öffentlichkeit profilieren und den Gegner denunzieren.
    Eigentlich sollte man an Ergebnissen gemessen werden, nicht an hohlen Sprüchen.
    Das Schlimme ist, das die meisten Leute auch noch auf das Gefasel der Politiker reinfallen und sie wieder wählen, weil sie ja so tolle Versprechungen machen.
    Und hinterher sind wieder alle am meckern, das sich nichts ändert bzw die Steuern erhöht werden.
    Wie heißt es so schön: alle Jahre wieder.....
  6. #6

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Außenminister Westerwelle hält das für gefährlich. "Ein Jahr Dauer-Wahlkampf wäre schlimm für Deutschland."

    Westerwelle warnt vor zu frühem Wahlkampf - SPIEGEL ONLINE
    Wieso gefährlich?

    WW ist politisch sowieso fertig! Der kann sich doch schon einen Vorstandsposten organisieren.

    Wenn die FDP muckt, werden sich die gegnerischen Parteien genüßlich gut tun daran, bzgl. der FDP Wahlversprechen von Steuersenkungen, spätrömischer Dekadenz und Lobbyistentum was die Hoteliers anbetrifft. Ich sage nur 3%! Das reicht voll und ganz. Deswegen ist 1 Jahr Wahlkampf für die FDP der Todesstoß und das wollen die nicht haben.
  7. #7

    4 Jahre Wahlkampf

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Herausforderungen hierzulande, in Europa und in der Welt seien viel zu groß, als dass sich das Land eine politische Lähmung leisten könne, warnte Westerwelle.
    Ist schon interessant, dass Hr. Westerwelle eine politische Lähmung auf uns zukommen sieht, falls sich die Blockparteien auch mal wieder gegenseitig ihre kleinen und grösseren Verfehlungen öffentlich auftischen.

    So gesehen wünsche ich mir in Zukunft 4 Jahre lang Wahlkampf und eine echte Opposition. Wenn dies zu einer Lähmung bei Aktivitäten führen würde, die man dem Volk nicht mit Argumenten in einem öffentlich geführten Diskurs vermitteln kann, wäre mir das nicht ganz unrecht.
  8. #8

    Bei der Diskussion soll Steinbrück gestutzt werden

    Ich mag als gefühlter Unionsanhänger Steinbrück selber nicht. Zu arrogant. Zu wenig Wärme. Gleichwohl muss man ehrlich sein. Bei der ganzen Diskussion geht es doch darum Steinbrück schon von Anfang an zu stutzen. Nach dem Motto: Wenn wir jetzt zeitig auf Ihn eindreschen wegen seiner Nebeneinkünfte, kommt er erst gar nicht mehr so richtig aus den Startlöchern raus. Die SPD hatte es bei der Kanzlerkandidatenbestimmung auch nicht einfach. Kraft mag in NRW strahlen, aber im Süden der Republik würde sie wohl eher verstrahlen. Steinmeier gilt als der etwas bieder wirkende Hatz-IV Erfinder. Gabriel wirkt auf mich nicht ganz abstoßend, wurde aber irgendwie dann doch als zu leichtgewichtig befunden. Steinbrück steht im Ruf, sozial kalt zu sein, und hat jetzt noch die Nebeneinkünftediskussion am Hals, an der sich
    auch Grüne, SPD-Linke und Linkspartei kräftig und Steinbrück kritisch beteiligen. Da wird es schwer für die SPD. Sie wird nächstes Jahr wohl wieder als Juniorpartnern
    in einem Kabinett Merkel antreten müssen. Bitter für die Genossen aber wahr.
  9. #9

    kein Wunder

    Das hat schon einen gewissen Unterhaltungswert was derzeit auf der politischen Bühne passiert. Es ist schon klar, warum die FDP noch keinen Wahlkampf möchte. Man kann es vielleicht auch anders formulieren. Sie möchte keinen Wahlkampf mit dem Thema "Nebentätigkeit" oder mit dem Thema "fehlende Zustimmung zum Antikorruptionsgesetz". Gerade bei diesen zwei Themen zeigt sich die Korupptheit der FDP. Die öffentliche Diskussion zwingt jetzt zum Handeln, will man glaubwürdig bleiben. Das war schon ein sehr geschickter Schachzug von Steinbrück. Möglicherweise wurde das Thema auch bewusst in die Medien gebracht, weil mittlerweile einige DAX Vorstände mehr als verärgert darüber sind, dass das Antikorruptionsgesetz immer noch nicht verabschiedet ist.