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Parlamentswahl in Kairo: USA drängen Ägyptens Militär zur Machtübergabe

Getty ImagesDer Oberste Militärrat hat die Macht an sich gerissen, nun drohen die USA Ägypten offenbar mit einem Verlust von Hilfsgeldern in Milliardenhöhe. Die Regierung in Washington drängt darauf, dass die Generäle die Verfassungsgewalt wieder abgeben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...839613,00.html
  1. #1

    yes we can

    Hmmmm... ist es nicht so, daß die USA das ägyptische Militär nahezu komplett finanziert? Und ist es nicht so, daß derjenige der zahlt befiehlt? Aber da sollte man jetzt nicht vorschnell Kausalitäten entdecken wollen, schließlich haben die sich in die Freiheit getwittert und werden jetzt auch noch von den USA befreit.
  2. #2

    Mursi

    Mursi hat gewonnen. Das ist nicht mehr zu bezweifeln. Er ist auch viel viel besser als Mubaraks Regierungschef. Jetzt beginnt ein neues Zeitalter in Ägypten und ich bin zufrieden und habe große Hoffnungen.
  3. #3

    ohne

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Der Oberste Militärrat hat die Macht an sich gerissen, nun drohen die USA Ägypten offenbar mit einem Verlust von Hilfsgeldern in Milliardenhöhe. Die Regierung in Washington drängt darauf, dass die Generäle die Verfassungsgewalt wieder abgeben.

    USA drängen Ägyptens Militär zur Machtübergabe - SPIEGEL ONLINE
    Die Ägypter hatten nun nicht mehr nur die Wahl zwischen Pest und Cholera, sondern müssen sich auch noch einen ungewählten Militärrat ans Bein binden lassen. Ich möchte ja nicht zynisch werden, aber ich fürchte, dass weder Mursi noch Schafik, sollten sie auch gewählt sein, es besser machen würden als dieser. Ein gewählter Präsident garantiert noch keine gute Regierung. Offensichtlich konnte sich kein wirklicher Demokrat als Kandidat profilieren.
  4. #4

    Militaerhilfe

    Unglaublich,wo die USA ueberall mitreden Wie koennen Die Milliarden nach Aegypten schicken?Ich war jetzt in den USA Infrastruktur am Boden Strassen in einem desolaten Zustand,Schulen und Krippen am Zerfallen,Stromleitungen ausser Betrieb und viele arme Menschen die auf einen Teller Suppe warten!
  5. #5

    Ohje

    Wer hätte das gedacht, man vertraut dem Miltär die Macht an und das Militär will sie nicht mehr hergeben, das gabs noch nie. Die Ägypter sind einfach nur Naiv, lasst den nächsten Demagogen anrollen, am besten ein geistiger Führer dem sie alle aus der Hand fressen und der dann auf einmal nur noch in die eigene Tasche arbeitetr, wie oft soll das ganze noch passieren. Sie sollen bitte einen intellektuellen im Ausland lebenden Ägypter wählen alles andere ist doch nur zum Scheitern verurteilt in einem Land wo Korruption und Vetternwirtschaft fest verankert ist.
  6. #6

    optional

    Mubarak verbannt nach Sharm in sein pharaonisches Anwesen. Sein Antlitz entfernt aus jedem Schrein aus jedem Schreiberbüro. Sein Statuen geschlissen. Seine getreuen Heerführer im Machtkampf wer sein göttliches Erbe antreten darf. Aegypten steht vor einer Zeit der Plagen. Haben die Leute da unten nur Scheisse im Kopf?
  7. #7

    Quod erat expectandum

    Wundert sich irgendjemand?
    Das Militär hat die macht an das Militär übergeben!
    Freilich wissen wir erst dann genau,was passiert,wenn es passiert,aber daß die Staaten des Mittleren Ostens mit Ausnahme Israels lupenreine Diktaturen sind,mußte doch jedem klar sein!
    Auch wenn ein Despot,wie im Falle Libyens beseitigt wurde,heißt das nicht,daß danach alles gut wird

    Danach kommt nur eine Wiederholungsstunde in Geschichte
    1
    blutige Diadochenkämpfe
    2.a
    Der Rücksichtsloseste durch und wird der neue Diktator
    2.b
    Das Reich zerfällt und es gibt mehrere kleine Diadochenreiche
    3
    Der neue Machthaber beseitigt alle,die ihm irgendwie gefährlich werden könnten.Es kommt zu willkürlichen Verhaftungen,Folterexzessen,Menschen verschwinden auf Nimmerwiedersehen
    4
    Der jeweilige neue Machthaber besetzt alle wichtigen Positionen mit Personen seines Vertrauens.Überwiegend mit Familien- bzw. Stammesangehörigen

    In Ägypten kommt dazu,daß man dem Frieden mit Israel nicht viel abgewinnen kann.Vor einem guten halben Jahr hat die Militärführung in Person von Muhammad Hussein Tantawi Sulayman noch versichert,daß man den Friedensvertrag von 1979 (Washington) achten würde.Das hat sich jedoch geändert,als Tantawi gesehen hat,daß alle aussichtsreichen Präsidentschaftskandidaten das anders sahen

    Bereits im März 2011 kommte man in Al-Ahram folgendes Lesen:
    Quelle: Al-Ahram Weekly | Opinion | Israel's worst fears
    After more than 30 years of the Egyptian-Israeli Peace Treaty,Egyptians still resist any form of normalisation of relations and anti-Israeli demonstrations are regularly organised in Cairo.A recent public opinion poll indicated that 54 per cent of Egyptians wanted the peace treaty abrogated.Regardless of the agreement,to the average Egyptian,Israel is not a friendly state but remains a hostile foe
    Mubarak hatte zwar den Friedensvertrag der Form nach erfüllt,aber versäumt,den Friegen im Ägyptischen Volk zu verankern.Nachdem Ägypten seit 1979 praktisch keinen Feind mehr hat,hätte die Führung weniger ins Militär und mehr in Bildung investieren müssen

    Die Analphabetenrate beträgt in Ägypten jedoch etwa 50%

    Das Land ist überdurchschnittlich korrupt und das Ägyptische Militär ist die größte Wirtschaftsmacht im Lande
    Alles in allem muß man der Mubarak-Clique bei der Umsetzung des Friedens mit Israel völliges Scheitern attestieren.Die Streitkräfte sind unnötig aufgeblasen und die Hilfe,die die USA für die Umsetzung des Friedens lieferten,bestand aus modernen Waffen! So verfügt die Ägyptische Armee über insgesamt 4142 Kampfpanzer.Da fragt man sich,wozu die das alles brauchen,wo doch Frieden herrscht?

    Man darf nicht übersehen,daß Syrien,der Arabische Bruderstaat im Norden,mit dem Ägypten drei Jahre lang sogar eine staatliche Union bildete,auch 5280 Panzer hat
    Man kann den Eindruck gewinnen,daß bei Arabischen Führern Frieden nur als taktischer Winkelzug zum Endsieg gesehen wird
    Letztlich haben sich alle Ägyptischen Präsidentschaftskandidaten dazu bekannt,den Friedensvertrag mit Israel zu überprüfen,ob er mit der Sharia vereinbar sei und schließlich ist auch Tantawi eingeknickt








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