REUTERSEs ist die erste Parlamentswahl seit den Massenprotesten von 2009. Irans Reformer rufen heute zum Boykott auf - doch das Regime will eine prachtvolle Show inszenieren, um das eigene Volk und die Welt von seiner angeblichen Legitimität zu überzeugen.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...818651,00.html
Tja, die gute alte Wahl - Farce...eben noch Syrien und jetzt der Iran. Die Wahl - Farce auf Welttournee...das nächste Land USA? Bei denen ist es doch auch Sch... egal, wer da als Marionette im Weißen Haus sitzt.
Aber gut, manche Menschen bekommen den Propagandaton, der in solchen Artikeln vermittelt wird einfach nicht mehr mit.
Für die letzte Kriegsgeneration muss das vertraute Rhetorik sein...
Es ist mir unverständlich, wie hier ein fast schon faschistisches Regim, das bei den letzten Wahlen die letzten demokratischen Mühlsteine abgeworfen hat, von einigen Floristen hochgehalten wird, nur weil der Westen (und damit scheinbar das immerwährende Böse in der Welt) dieses Land unter Druck setzt. Ich habe lange Hoffnung auf den Iran gesetzt, dass er sowas wie eine moslimisch geprägte Demokratie aufbauen könnte. Aber das mit den Demokratischen Strukturen war dem herrschenden Klerus dann doch zu schwierig, und man setzt, wie in sovielen Staaten auf fast-demokratische Wahlen.
Übrigens ist Herr Baroso genauso legimtmiert wie beispielsweise unser BuPrä, durch Wahlmänner aus verschiedenen demokratisch gewählten Parlamenten.
Der Vergleich mit den Golfstaaten kann doch auch nur eine Relativierung der mangelnden Demokratien dort sein, und was soll das nun aussagen?
Wie kann man nur eine Wahlstatistik, mit einer Arbeitslosenstatistik vergleichen? Was will man damit aussagen? Dass auch in Deutschland die Wahlen manipuliert werden, weil natürlich die Arbeistlosenstatisktik in den letzten Jahren immer wieder angepasst wurden?
Ich finde Iran muss seinen Weg in die Demokratie noch finden beziehungsweise erarbeiten. Dies sollte aber mit Unterstützung und nicht mit Wirtschaftskrieg beziehungsweise einem Militärschlag geschehen.
Der "Westen" sollte aufhören seine Art Demokratie anderen aufzusetzen beziehungsweise seine idealen mit anderen Regionen zu vergleichen. Das funktioniert nicht.
Zum Beispiel bin ich froh dass in Deutschland keine "demokratischen Verhältnisse" wie in der USA herrschen, es wäre ein Grund auszuwandern.
Was man damit sagen will?
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Den moralischen Zeigefinger anzusetzen, um andere auf ihre Defizite hinzuweisen, kann nur dann als gerechtfertigt angesehen werden, wenn derjenige ohne Schuld ist. Kennen wir aus der Bibel, nicht wahr?
Ansonsten kann man uns hier nicht einreden, dass die Bevölkerung im Iran nicht hinter der Regierung steht. Denn das, was methodisch belegt ist, ist, dass sich ein Volk egal wie gespalten bei einem Krieg gegen das eigene Land immer ein nationales kollektives Bewusstsein entwickelt gegen den ausländischen Feind.
Und dieses kollektive Bewusstsein wird von aussen geschürt.
Weiterhin ist die Glorifizierung der westlichen Demokratien, mit ihrem Vorturner USA an Naivität nicht mehr zu überbieten.
Schauen Sie sich dazu mal Reden von Ron Paul an, der sagte, dass Unternehmen und Regierung das Land in den Faschismus des 21. Jahrhunderts stossen. Und das ist erkennbar...wenn man nicht die Augen davor verschließt!
[QUOTE=tuscan40;9745727]Was man damit sagen will?
Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen!
Dann darf niemand mehr niemanden kritisieren, dazu müsste dann eigentlich auch zählen, Kritik gegen die U.S.A. zu unterlassen, aber in zweierlei Maß messen macht das Leben ungemein einfacher, nich wahr?
Diese Logik könnte man ebenfalls auf alle Länder dieser Welt übertragen, also sind kollektive Aggressionen gegenüber Iran gerechfertigt. Und zum Theme das Volk steht hinter der Regierung: Wenn die Regierung das Internet komplett kontrolliert, und Satellitenschüsseln verboten sind, kommt dort noch schlimmere Propagande raus, als in jedem westlichen Land. Und von ein paar Exiliranern in Deutschland weiß ich, dass diese definitiv nicht hinter der Regierung stehen.
Das die U.S.A. sehr viele Macken haben bezweifelt, denke ich mal, kein Mensch der auch nur annähernd die politische Lage dort kennt, aber dass dann immer dieser absolut irrationale Antiamerikanismus bei den meisten greift, und dabei alles, was sich geopolitisch gegen die U.S.A. positioniert hat, hochzujubeln, ist erschreckend und lächerlich zugleich. Hier im Forum werden die demokratischen Verhältnisse der EU mit denen im Iran verglichen, oder die Menschenrechtssituation in Pakistan auf die selbe Ebene lamentiert, wie die in den U.S.A., ich will gar nicht wissen wieviel Unwissen und Hass hinter solchen Aussagen stehen .
Dass ausgerechnet Ron Paul kritik üben soll, dass Unternehmen die Macht irgendwann übernehmen ist lächerlich. Der Mann ist Hardcore-Libertarian, er würde wahrscheinlich am liebsten alles an gesetzlichen Vorlagen für die Wirtschaft im Atlantik versenken.